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Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege

Monograph

Identifikator:
885239911
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6094
Document type:
Monograph
Author:
Respondek, Erwin http://d-nb.info/gnd/119085046
Title:
Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (XVI, 203 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Frankreichs Bank- und Finanzwirtschaft im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Moratorien
  • II. Die Notenbank
  • III. Die Pariser Börse
  • IV. Die Kreditinstitute

Full text

i86 
Erwin Respondek, 
haben, wie vorauszusehen und -gesagt war, die Ziffern gewaltig erhöht. 
Auf den Monat belaufen sich die rein militärischen Ausgaben auf 1750 Mill. 
Frcs., d. h. 34 Milliarde Frcs. mehr als für den gleichen Zeitraum in den 
letzten drei Monaten des Jahres 1915 und fast 1 Milliarde mehr als sie 
für einen Monat im Jahre 1914 ausmachten. Und der Finanzminister 
sagte in seinem Expose an einer Stelle: „Im ganzen: die Steigerung 
neigt sichtlich dazu, sich zu beschleunigen“. 
Auf der anderen Seite erhöhen sich die indirekten Lasten des Krieges, 
die Ausgaben für die Zivilverwaltung, an deren erster Stelle die sozialen 
Lasten stehen. Die Gesamtbedürfnisse der Zivilverwaltung für das Jahr 
1916 wurden auf 5358 Mill. Frcs. veranschlagt unter der Voraussetzung, 
daß die heutigen Kriegszustände weiter bestehen bleiben. Für 1914 
waren sie auf 4999 Mill. Frcs. angesetzt, so daß hier ein Plus von 359 Mill. 
Frcs. zu verzeichnen ist. Als wichtigster Posten kann wohl die Unter 
stützung der Familien mobilisierter Krieger angesehen werden. Hier 
betragen die Unterstützungsgelder für einen Monat etwas über 200 Mill. 
Frcs. Bereits im Laufe des Jahres 19x5 stiegen sie von 68 auf 178 Mill. 
Frcs. Für das ganze Jahr 1916 schätzt sie der Finanzminister auf rund 
2800 Mill. Frcs. Zur Unterstützung der Flüchtlinge und für Hilfeleistungen 
in den von der Invasion betroffenen Gebieten werden 50 Mill. Frcs. be 
reitgestellt. 
Mitte Februar trat der Finanzminister wiederum mit einet neuen 
Kreditforderung, und zwar für die Zeit vom 1. April bis 30. Juni 1916 
an die Kammer heran. Es war von allen Kreisen vorausgesehen, daß 
die nächsten 3 Monate einen bedeutenden Mehraufwand gegenüber 
den vergangenen Epochen zu verzeichnen haben würden, im Hinblick 
auf die geplante Frühjahrsoffensive und ihre Vorbereitungen. Man wird 
wohl aber um so angenehmer überrascht gewesen sein, als der Finanz 
minister insgesamt nur 8475 Mill. Frcs. forderte, d. h. ein Plus von 302 
Mill. Frcs. gegenüber der letzten Kreditforderung. Im Rahmen des 
allgemeinen Budgets entfällt der Hauptanteil wiederum auf die mili 
tärischen Ausgaben, die vom Schatzamt auf rund 6333 Mill. Frcs. ver 
anschlagt wurden. Es ist also eine Zunahme von 385 Mill. Frcs. auf die 
rein militärischen Ausgaben zu verzeichnen. Diese Steigerung ist, wie 
der Finanzminister angibt, vornehmlich auf erhöhte Materialanschaf 
fungen zurückzuführen. Er gibt einige Ziffern für bestimmte militärische 
Ausgaben an, die von illustrativem Wert für die gewaltigen und nach 
vielen Richtungen unproduktiven Aufwendungen sind. Allein für die 
im Kriege zur machtvollsten Waffe ausgebaute Artillerie werden 2450 
Mill. Frcs. ausgeworfen, und sie erfordert damit von den gesamten mili 
tärischen Ausgaben etwa 39%. Einige andere Posten sind zwar kleiner, 
aber zählen dennoch nach Millionen und verschwinden keineswegs unter 
den Milliardenziffern. Es werden gefordert (Neuanschaffung usw.): 
Für das Flugwesen 82,80 Mill. Frcs. 
„ Eisenbahnen 13,00 „ „ 
,, Transportwesen 67,00 ,, ,,
	        

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Frankreichs Bank- Und Finanzwirtschaft Im Kriege. Verlag von Gustav Fischer, 1917.
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