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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
VII. Die Gemeinde und der Kultus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

Die Konzile. 
103 
des Buddha sei. 60000 wußten diese Frage nicht richtig zu beant 
worten und wurden deshalb als Ketzer ausgestoßen. Dann feierte 
man zum ersten Male seit sieben Jahren wieder den Upavasatha. 
Maudgaliputra wählte darauf 1000 durch Kenntnis der heiligen 
Schriften und durch Tugend ausgezeichnete Brüder aus, und diese 
hielten unter seinem Vorsitz das dritte Konzil zu Pätaliputra ab. 
Maudgaliputra verfaßte ein eigenes Werk, das Kathävatthu, in 
dem die Lehre so festgestellt wurde, wie Maudgaliputra und seine 
Anhänger sie für richtig hielten. Wie erwähnt (S. 6), steht das 
Kathävatthu im Abhidhammapitaka des südlichen Kanons. 
Das dritte Konzil war also auch nur eine Diözesenversamm 
lung, und zwar hat hier eine bestimmte kirchliche Richtung, die 
des Maudgaliputra, den Sieg davongetragen, der die Singhalesen 
bis auf den heutigen Tag folgen. 
Für die Geschichte des Buddhismus ist das dritte Konzil außer 
ordentlich wichtig. Nach der Überlieferung, der wir hierin nicht 
zu mißtrauen brauchen, datiert von diesem Konzil an die Missions 
tätigkeit des Buddhismus nach außerindischen Ländern. Maud 
galiputra, den die nördlichen Buddhisten nur unter dem Namen 
Upagupta kennen, bestimmte eine Anzahl Sthaviras zu Missio 
naren. So wurden damals Glaubensboten gesandt nach Kaschmir, 
Kabulistan, dem griechisch-baktrischen Reiche, den Ländern am 
Fuße des Himalaya, dem westlichen Dekhan und Hinterindien. 
Nach Ceylon ging als Missionar Aäokas eigener Sohn Maheudra 
(Pali Mahinda). Damit wurde der Buddhismus Weltreligion. 
Er trat seine weltgeschichtliche Aufgabe an, die rohen, unzivilisier 
ten Völker Asiens an indische Gesittung und Bildung zu gewöhnen. 
Wenn man die Wohltäter der Menschheit nennt, sollte auch der 
Name des Tisya Maudgaliputra nicht vergessen werden. Die 
Trümmerstätten Zentralasiens, die jetzt aufgedeckt werden, ver 
künden seinen Ruhm und die Schande des Zeloten Muhammad 
Am folgenreichsten wurde die Mission nach Ceylon. Während der 
Buddhismus in seinem Heimatlande durch die Gegenreformation 
der Guptas, die Uneinigkeit seiner Bekenner und seinen unindischen 
Kosmopolitismus allmählich zugrunde ging und im Norden ent 
artete, erhielt er sich in Ceylon in der Abgeschlossenheit rein. 
Das Konzil von Pätaliputra bezeichnet also einen Wendepunkt in 
der Geschichte des Buddhismus. 
Die Scheidung, die das dritte Konzil anbahnte, verschärfte das 
vierte. Es fand statt unter dem indoskythischen Könige Kaniska,
	        

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Leben Und Lehre Des Buddha. Druck und Verlag von B.G. Teubner, 1910.
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