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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Wohnungsfrage. 1895
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

8 
Person alle Arbeitsprozesse. Er förderte das Eisenerz, brannte die 
Holzkohle und stellte das fertige Produkt her 1 . 
Jahrhunderte lang dauerten diese Verhältnisse. Die Schmiede 
kunst geht vom Vater auf den Sohn usw. über. In Ortschaften wie 
der Stadt Tula finden wir alte Geschlechter, welche sich seit jeher 
mit der Eisenbereitung beschäftigt haben 1 2 . 
2, Die ersten staatlichen Werke im 16. und 17. Jahrhundert. 
Bis zum 15. Jahrhundert befriedigte man die ganzen hauswirt 
schaftlichen Bedürfnisse durch dieses bäuerliche Gewerbe, und nur 
die Rücksichten auf den Krieg zwangen die Regierung, Bewaffnungs 
und Kriegsmaterial vom Auslande zu beziehen. 
Mit der wirtschaftlichen Entwicklung einerseits und der Ver 
feinerung der Kriegstechnik andererseits wuchs aber beständig der 
Bedarf an Eisen. Beinahe ununterbrochene Kriege, welche das 
moskowitische Reich mit seinen Nachbarn führte, zwangen es, sich 
in bezug auf das Kriegsmaterial vom Auslande unabhängig zu 
machen. Das wurde um so notwendiger, als die an der westlichen 
Grenze liegenden Staaten — die Königreiche Polen und Schweden — 
die Waffendurchfuhr nach Rußland durch ihre ständigen Verbote 
so gut wie unmöglich machten. Man bemühte sich deshalb zuerst, 
um das zu umgehen, das Eisen in natura nach Rußland zu be 
kommen und es hier weiter zu Waffen zu verarbeiten. So 
wurde schon gegen Ende des 15. Jahrhunderts mit Hilfe der Aus 
länder in Moskau eine „Kanonenwerkstätte“ errichtet 3 . Später be 
mühte sich das moskowitische Reich auch, eigene Eisenwerke zu 
gründen und erfahrene Meister vom Auslande ins Land zu ziehen. 
Diese Bemühungen waren zuerst meist ohne Erfolg. So gestattete 
Iwan der Schreckliche im Jahre 1569 den Engländern, Eisenwerke 
an dem Flusse Wischera zu erbauen 4 . Man wollte dort eine Art 
von Hochöfen errichten, es muß aber die Sache nicht gelungen sein, 
da über die weitere Existenz der Werke Nachrichten fehlen. 
Im 17. Jahrhundert finden wir bedeutend größere Erfolge in 
dieser Richtung. Mit Genehmigung oder vielmehr Begünstigung der 
Regierung wurde in dieser Zeit eine Reihe von Eisenwerken durch 
Ausländer erbaut. Die Ausländer bekamen gewöhnlich große Flächen 
von eisenhaltigem Grund und Boden nebst Wäldern, man sicherte 
ihnen Staatsbestellungen zu, manchmal nahmen sie sogar eine Monopol- 
1 Sartisson, Beiträge zur Geschichte und Statistik des russischen Berg 
baus und Hüttenwesens, Heidelberg 1900, S. 10. 
3 Storch, Historisch-statistisches Gemälde von Rußland, Leipzig 1803. 
III, S. 316. 
s Dehn,Steinkohlen- und Eisenindustrie, St. Petersburg 1907, S.99(russisch). 
4 Poletika, a. a. 0. S. 24.
	        

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Abkommen Zum Manteltarif Für Die Kaufmännischen Angestellten in Den Berliner Buchbindereien. [Verlag nicht ermittelbar], 1932.
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