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Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

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Bibliographic data

Contents: Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus

Monograph

Identifikator:
890236992
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15675
Document type:
Monograph
Author:
Wehberg, Heinrich http://d-nb.info/gnd/1054450218
Title:
Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XIII,170 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Bodenreform im Lichte des humanistischen Sozialismus
  • Title page
  • Contents
  • I. Programm des Humanistischen Sozialismus. 1891
  • II. Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 1891
  • III. Die Verstaatlichung der Bergwerke. 1892
  • IV. Die Wohnungsfrage. 1895
  • Personenregister
  • Sachregister

Full text

Die Bodenreform im Lichte des Freihandels. 
83 
voraus, da die Fabrikanten gezwungen sein werden, ihre Werk 
stätten zu schließen. Die Amerikanische Union hat einen 
Plan, der in Wahrheit höchst einfach ist; sie verschließt vor 
erst den amerikanischen Markt, und wenn sie mit ihren riesigen 
Reichtümern ihre Industrie genügend entwickelt haben wird, 
um allen Bedürfnissen zu genügen, wird sie den gesamten 
Weltmarkt nehmen. Sie wird Freihändlerin werden, um nach 
allen Plätzen der Welt frei gelangen zu können an dem Tage, 
da sie nichts mehr von der fremden Konkurrenz zu fürchten 
haben wird. Das ist das Programm! Da liegt die Gefahr! 
Wenn Europa nicht ganz verrückt ist, muß Europa sich für 
gewarnt ansehen und die Maßregeln des gemeinsamen Heils 
treffen. Es ist hohe Zeit.“ 
Schon jetzt ist eine dauernde Abnahme des deutschen 
Eisenexportes bemerkbar gewesen, wie folgender fach 
männischer Bericht zeigt: 
„Der Monat Juli 1890 setzte fort, was seine Vorgänger be 
gonnen hatten, nämlich den Niedergang der deutschen Ausfuhr 
und eine Zunahme der fremden Einfuhr. Letztere war besonders 
stark bei Roheisen, dessen Gesamteinfuhr in den abgelaufenen 
7 Monaten 260 687 t gegen 135 040 in 1889 betrug. Die 
Einfuhr überwiegt also allein in den 7 Monaten um 125 647 t, 
d. h. sie ist beinahe doppelt so groß wie im Vorjahre. Wenn 
die deutschen Verbände sich die Aufgabe gestellt haben, regelnd 
in die Marktverhältnisse einzugreifen, so kann man von einer 
regelnden Hand in diesem Punkte leider nichts bemerken. Der 
Mißerfolg deutet auf eine bemerkenswerte Unbeholfenheit und 
unrichtige Beurteilung der Verhältnisse, denn sonst wären 
solche betrübende Ziffern ganz unmöglich. Der Roheisenverband 
wird daher die Frage einer Reorganisation sehr ernstlich in 
Erwägung ziehen müssen, wenn er überhaupt noch Anspruch 
auf Existenzberechtigung machen will. Wenn es so weiter 
geht, wird England bis zum Jahresschluß Vs Millionen Tonnen 
nach Deuschland gelegt haben, d. h. ungefähr Vs der Gesamt 
produktion Deutschlands. Das ist zwar noch nicht unbedingt, 
tödlich, viel aber bei einem Schutzzoll von 10 Mk. = 20—25 Pro 
zent des Wertes: doch ein sehr übles Ergebnis. Soweit aus. 
den statistischen Ziffern erkenntlich, sind die bisherigen Preis 
ermäßigungen ohne jede Wirkung geblieben. In Stabeisen be 
trug die Gesamteinfuhr in den abgelaufenen 7 Monaten 18 377 t 
(10 425 t), sie ist also sehr wesentlich höher. Die Ausfuhr 
betrug 65 206 t (104 696 t), ist also ganz bedeutend zurück 
geblieben. Das Schmerzenskind der Eisenindustrie bleibt der 
Artikel Draht. Es betrug in den 7 Monaten die Ausfuhr 
65 135 t (99 265 t), der Rückgang also 34130 t, und in 
6*
	        

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Die Bodenreform Im Lichte Des Humanistischen Sozialismus. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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