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Volkswirtschaftliches Quellenbuch

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Quellenbuch

Monograph

Identifikator:
890771383
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10133
Document type:
Monograph
Author:
Mollat, Georg http://d-nb.info/gnd/139428143
Title:
Volkswirtschaftliches Quellenbuch
Edition:
Vierte, erweiterte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Osterwieck/Harz
Publisher:
Verlag von A. W. Zickfeldt
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XXVIII, 654 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

310 Zweiter Teil. Handel. XIII. Versicherungswesen. 
Ereignisse, welche im allgemeinen imstande sein können, das materielle Wohl einer 
Familie zu zerstören, ausreichend Fürsorge getroffen ist. Die zufälligen nachteiligen 
Ereignisse selbst hindert die Versicherung zwar nicht, aber ihre wirtschaftlich un 
günstigen Folgen beseitigt sie. 
Betrachtet man die Versicherung von dem Gesichtspunkte aus, welche Vorteile 
sie nicht nur für den einzelnen, sondern für eine große Gesamtheit, die Volks 
wirtschaft bringt, so ist vor allenr darauf hinzuweisen, daß, solange es keine 
Versicherung gibt, nur sehr reiche Leute große Unternehmungen ins Werk setzen 
können. Nur sie können sich der Gefahr aussetzen, einen erheblichen Verlust zu 
erleiden. Mit dem Aufkommen der Versicherung ist auch der weniger Reiche im 
stande, sich an riskanten Unternehmungen, am Überseehandel usw. zu beteiligen; 
und je ausgebreiteter die Versicherung ist, desto weitere Kreise einer Volkswirtschaft 
werden der Produktion gewonnen. 
Die Wirkung der Versicherung ist in allen Klassen der Bevölkerung zu ver 
spüren, und es gibt keine Grenzen des Reichtums und keine der Armut, wo man 
etwa die Versicherung für überflüssig erklären könnte. An sich erscheint die Ver 
sicherung um so wertvoller, je ärmer der an ihr Beteiligte ist. Aber bei den un 
berechenbaren Schwankungen des immer verwickelter werdenden Weltmarktes, der 
immer neue Probleme bildenden Weltwirtschaft, wird die absolute Sicherheit selbst der 
größten Vermögen immer geringer. Wenn zahlreiche Wirtschaftssubjekte in größerer 
Zuversicht und Ruhe der Zukunft entgegenblicken und in der Überzeugung tätig 
sein können, daß, was immer auch kommen mag, für den Fortbestand der Wirt 
schaft und die Hinterbliebenen gesorgt ist, so ergibt sich daraus auch für die Volks 
wirtschaft die erfreulichste Folge. Die Gütererzeugung wird ganz allgemein gefördert, 
und es tritt insbesondere dank der Güterversicherung in ihren verschiedenen Formen 
eine größere Gleichmäßigkeit der Preise ein. Denn wie im Leben des einzelnen, 
so wird in der ganzen Volkswirtschaft der Zufall ausgeschaltet, und man kann auf 
Grund des Bestehens der Versicherung mit der ruhigen Fortentwickelung, dem 
ruhigen Bestand der gegenwärtigen Verhältnisse im kaufmännischen, im gesamten 
Wirtschaftsleben rechnen. 
Was die soziale Bedeutung der Versicherung anbelangt, so ist hier an 
erster Stelle anzuführen, daß die Versicherung eine Förderung des Familiengeistes 
und Familienlebens bringt. 
Nicht nur die Möglichkeit der Vermögens- und Einkommenssicherung gewährt 
die Versicherung, sie gibt auch die Möglichkeit zum Emporsteigen einer Familie in 
eine höhere Klasse, indem durch sie Studiengelder, Mittel zur Errichtung eines Ge 
schäfts u. ä. gesichert werden können. So können durch die Versicherung die Mittel 
zur Verbreitung der Bildung gewonnen werden. 
Wie die Versicherung das Hinaufsteigen in eine höhere Klasse befördern kann, 
so kann sie anderseits Familien vor dem Herabsinken aus oberen Klassen in niedere 
bewahren. Das hat man namentlich in Amerika erkannt, wo es als die selbstver 
ständliche Pflicht jedes auch noch so reichen jungen Ehemanns gilt, seiner Frau eine 
möglichst hohe Lebensversicherungspolice mit in die Ehe zu bringen. 
Nicht nur die einzelnen Familien fördert die Versicherung, sie knüpft vielmehr 
auch ein Band unter den Familien. Sie bringt eine engere Verkettung der Interessen. 
Sie durchsetzt den wirtschaftlichen Egoismus mit altruistischen Gedanken. Und da, 
wo Versicherungen auch aus rein egoistischen Gründen abgeschlossen werden, sind 
doch die Wirkungen die gleichen, wie wenn altruistische Gründe maßgebend ge 
wesen wären. Denn die Versicherung kommt nicht nur demjenigen zugute, welcher 
sich direkt an ihr beteiligt, sondern auch seinen Angehörigen, seinen Gläubigern.
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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