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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

230 Das Heilmittel Buch VI. 
Lesen und Schreiben noch seltene Eigenschaften waren war ein 
Schreiber hochangesehen und verdiente viel, jetzt aber ist die Fähigkeit 
zu lesen und zu schreiben so allgemein geworden, daß sie keinen vorteil 
mehr gewährt. Die Chinesen scheinen fast ausnahmslos lesen und 
schreiben zu können, die Löhne aber stehen in China auf dem niedrigsten 
Punkte. Die Ausbreitung der Kenntnisse kann, außer daß sie die Menschen 
mit einem Zustande der Dinge unzufrieden macht, welcher die Produzenten 
zu einem Leben voll Mühsal verdammt, während die Nichtproduzenten 
sich im Luxus wälzen, im allgemeinen keine Steigerung der Löhne be 
wirken oder irgendwie die Lage der untersten Klasse — der „Grund 
schwelle" der Gesellschaft, wie ein südlicher Senator sie einst nannte — 
verbessern; sie muß auf dem Boden bleiben, wie hoch sich auch der Oberbau 
erhebe. Keine Steigerung der Leistungskraft der Arbeit vermag im 
allgemeinen die Löhne zu steigern, solange die Grundrente den ganzen 
Gewinn verschlingt. Dies ist nicht bloß eine Deduktion aus Prinzipien. 
Ls ist die durch die Erfahrung bewiesene Tatsache. Die Zunahme des 
Wissens und der Fortschritt der Erfindungen haben die Leistungsfähigkeit 
der Arbeit unendlich vervielfältigt, ohne den Lohn zu erhöhen. Zn England 
gibt es über eine Million Arme. Zn den Vereinigten Staaten find die 
Armenhäuser im Zunehmen und die Löhne im Abnehmen. 
Ls ist wahr, daß größere Betriebsamkeit und Geschicklichkeit, größere 
Vorsicht und höhere Zntelligenz in der Regel mit einer besseren mate 
riellen Lage der arbeitenden Klassen verbunden sind; allein die Tat 
sachen beweisen, daß dies die Wirkung und nicht die Ursache ist. wo die 
materielle Lage der arbeitenden Klassen besser geworden ist, war eine 
Hebung ihrer persönlichen Eigenschaften die Folge, und wo ihre materielle 
Lage gedrückt war, ist die Verschlechterung jener Eigenschaften das Er 
gebnis gewesen; aber nirgends kann eine Besserung der materiellen 
Lage als Ergebnis der Zunahme an Fleiß, Geschicklichkeit, Vorsicht oder 
Zntelligenz in einer für das liebe Leben zu schwerer Arbeit verdammten 
Klasse nachgewiesen werden, obschon diese Eigenschaften, wenn sie (oder 
vielmehr ihr Begleiter, das höhere Maß des Komforts) einmal erlangt 
sind, einen starken und in vielen Fällen hinreichenden widerstand gegen 
die Verschlimmerung der materiellen Lage bieten. 
Die Tatsache ist, daß die Eigenschaften, welche den Menschen über 
das Tier erheben, über denjenigen liegen, welche er mit dem Tiere teilt, 
und daß seine intellektuelle und sittliche Natur nur in dem Maße reifen 
kann, wie er von den Bedürfnissen seiner tierischen Natur befreit wird. 
Swingt man einen Menschen zur niedrigsten Arbeit für den äußersten 
Bedars des tierischen Lebens, so wird er den Antrieb zur Betriebsamkeit —- 
öen Erzeuger der Geschicklichkeit — verlieren und nur tun, was er zu 
tun gezwungen ist. Gestaltet man seine Lage so, daß sie nicht viel schlechter 
sein kann, während wenig Hoffnung vorhanden bleibt, daß irgend etwas, 
was er tun könnte, sie zu verbessern imstande wäre, so wird er aufhören, 
über den Tag hinauszublicken. Verweigert man ihm Muße — und
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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