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Die Nationalökonomie in Frankreich

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Bibliographic data

fullscreen: Die Nationalökonomie in Frankreich

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Nationalökonomie in Frankreich
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Buch I Die liberale Schule
  • Buch II Die katholischen und verwandten Richtungen
  • Buch III Interventionismus, Solidarismus und Protektionismus
  • Buch IV Die Nationalökonomie bei den Philosophen und Soziologen
  • Schlusswort

Full text

376 
Der Interventionismus an den Universitäten 
Staat als Förderer des Fortschritts. Die wirtschaftliche Tätig 
keit kann der Staat fördern: 1. indem er ergänzend neben die 
Privatinitiative tritt, entweder dort, wo diese sich nicht hin 
gewagt hätte (Ausbau von Verkehrswegen, Schaffung lang 
fristiger Kreditinstitute usw.), oder in Industriezweigen, welche 
sich ihrer Natur nach zum Monopol eignen (Post und Telegraph, 
Tabakindustrie usw.) 1 ); 2. indem er die Privatinitiative direkt 
unterstützt (durch Unterricht, Ausstellungen, Prämien verteil ungen, 
Steuerbegünstigungen, Bestellungen für öffentliche Dienstzweige, 
Zollschutz usw.); 3. indem er die privaten Betriebe durch Ar 
beiterschutzgesetze usw. reglementiert 2 ). 
Folgerichtig ist es, wenn Dauwes das Maß der Staats 
intervention abhängig macht von den in einer bestimmten 
Epoche bei einem bestimmten Volke vorhandenen Bedürfnissen 
in dieser Richtung. 1893 erschien ihm noch die obligatorische, 
staatliche Arbeiterversicherung nicht für Frankreich geboten. 
Auch heute noch bleibt er sehr zurückhaltend in dieser Frage. 
Darum ist er jedoch nicht weniger Anhänger eines progressiven 
Interventionismus. „Die Rolle des Staates,“ schreibt er, „wächst 
mit steigender Kultur, denn dem intensivern Leben müssen 
stärkere und zahlreichere Organe entsprechen“ 3 ). 
Neben die Idee von „dem nationalen System der politischen 
Ökonomie“ tritt grundlegend bei Cauwès die Überzeugung 
von der engen Zusammengehörigkeit von Rechts- und Wirtschafts 
wissenschaft. Er hat die rechtsgeschichtliche Entwicklung be 
ständig mindestens so sehr vor Augen als die wirtschafts- 
keit, um über die Beobachtung der Gesetze zu wachen; Rechtspflege zur Schlich 
tung von Streitigkeiten zwischen Privaten; präventive und repressive Polizei. 
Ergänzend treten hierzu: ein Strafsystem zur Gewährleistung der Sicherheit im 
Innern; eine Armee zur Gewährleistung der Sicherheit nach außen; diplo 
matische Vertretung im Ausland ; endlich das öffentliche Finanzwesen. Cauwès 
loe. cit. p. 189. 
') Mit Michel Chevalier (Cours d’économie politique, Bd. I, 4. Vorlesung) 
ist Cauwès der Ansicht, daß Staatsbetriebe keineswegs teurer wirtschaften als 
private. Ja, er stellt den Betrieb des französischen Tabakmonopols, der Münze 
usw. geradezu als Muster für Privatbetriebe hin. Er meint auch, die Privat 
industrie würde wahrscheinlich keine so künstlerisch vollendeten Waren liefern, 
wie die Gobelins- und Porzellanmanufakturen des französischen Staates, da jene 
die Herstellung von Massenprodukten einträglicher fände. loc. cit. p. 197. 
a ) ibid. p. 261 ff. 
3 ) ibid.
	        

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Responsibility of States for Damage Caused in Their Territory to the Person or Property of Foreigners. Oxford Univ. Press, 1930.
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