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Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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Bibliographic data

Object: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

Monograph

Identifikator:
890892032
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-34137
Document type:
Monograph
Author:
Waha, Raymund de http://d-nb.info/gnd/117560855
Title:
Die Nationalökonomie in Frankreich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Verlag von Ferdinand Enke
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (XIX, 540 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Buch I Die liberale Schule
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Kapitel. Einführung
  • Zweites Kapitel. Die Güterbeschaffung der Konsumgenossenschaften
  • Drittes Kapitel. Die Güterverteilung der Konsumgenossenschaften
  • Viertes Kapitel. Entwicklungstendenzen und Entwicklungsmöglichkeiten

Full text

200 
Als ein Nachteil der Konsumgenossenschaften im Vergleich zu 
den privaten Filialbetrieben ist nach Hirsch noch die enge Verbin 
dung der Konsumvereine mit der Arbeiterbewegung und die 
dadurch erzwungene ständige Lohnsteigerung anzusehen. Wir 
haben auch diesen Fall schon früher erörtert und stimmen mit dem 
Verfasser der „Filialbetriebe im Detailhandel" vollständig überein. 
Es fragt sich aber, ob dieser Punkt dauernd so empfindlich für die 
Konsumvereine sein wird wie heute. Es wäre denkbar, daß mit dem 
Eindringen bürgerlicher Elemente in die Konsumvereine die Ab 
hängigkeit von den Gewerkschaften gemildert würde. Es ist auch nicht 
ausgeschlossen, daß Tarifverträge allgemein für Ladenangestellte 
durchgeführt werden. Es bestehen heute schon solche in Kleinhandels 
großbetrieben. Solange keine Großbetriebe im Kleinhandel bestan 
den, fehlte überhaupt die Voraussetzung für eine durchgreifende 
Gewerkschaftsbewegung und für Tarifabschlüsse. Was die Tarifver 
träge der Arbeiter betrifft, so bestehen allerdings große Differenzen 
zwischen denjenigen privater und denjenigen konsumgenossenschaft 
licher Betriebe. Sollten aber einmal die Gewerkschaften volles Ver 
ständnis für die Konsumgenossenschaftsbewegung bekommen, so dürften 
sie auch in ihren Forderungen vorsichtiger werden. Schließlich haben 
die besseren Tarife in den Konsumgenossenschaften ja auch den Vor 
teil, daß die Arbeiter zufriedener sein werden und weniger zu Lohn 
kämpfen neigen als die Arbeiter in privaten Filialbetrieben. Unter 
Umständen können derartige Kämpfe sehr verhängnisvoll werden, so 
beim Fabrikfilialsystcm. Hirsch sagt darüber selbst, ohne unser 
Problem zu berühren: 
„Außerdem erleichtert das Fabrikfilialshstem aber der eigenen 
Arbeiterschaft den Lohnkampf, nicht nur wegen des engen Zusammenhanges 
zwischen Handels- und Produktionsbetrieb, durch den also bei Stillegung des 
Produktionsbetriebes auch alle seine Läden ganz anders in Mitleidenschaft 
gezogen werden als bei Selbständigkeit beider Teile, sondern vor allem auch, 
weil hier der Boykott eine gefährlichere Waffe wird als der Streik." 17 ) 
Wir haben somit alle Einwände von Hirsch mitgeteilt und 
uns mit ihnen auseinanderzusetzen gesucht. Zusammenfassend sagt 
Hirsch: 
„Als einziger sicherer Vorzug bleibt den Konsumvereinen — da auch die 
Mitgliederwerbung „Reklamekosten" verursacht — die Dividende. Aber die 
wenigen Prozente vom Umsatz, die der Konsumverein dadurch ostsris paribas 
im Vorsprung ist, können sehr verkürzt werden durch die enge Verbindung 
dieser Vereine mit der Arbeiterbewegung und die dadurch erzwungene ständige 
Lohnsteigerung ohne Gegenleistung. Gelingt es den privaten Betrieben, durch 
") Hirsch, a. a. O. S. 242.
	        

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Der Deutsche Post-Zeitungsgebührentarif. [Quatz], 1914.
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