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Die Arbeiterfrage

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage

Monograph

Identifikator:
891224181
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-65049
Document type:
Monograph
Author:
Levenstein, Adolf http://d-nb.info/gnd/116961155
Title:
Die Arbeiterfrage
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag Ernst Reinhardt
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (406 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Das seelische Verhältnis der Arbeiter zu ihrer berufsmäßigen Arbeit und ihren Arbeitsbedingungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Das Kapital
  • Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)
  • Title page
  • Contents
  • Erster Abschnitt. Ware und Geld
  • Zweiter Abschnitt. Die Verwandlung von Geld in Kapital
  • Dritter Abschnitt. Die Produktion des absoluten Mehrwertes
  • Vierter Abschnitt. Die Produktion des relativen Mehrwertes
  • Fünfter Abschnitt. Die Produktion des absoluten und relativen Mehrwertes
  • Sechster Abschnitt. Der Arbeitslohn
  • Siebter Abschnitt. Der Akkumulationsprozeß des Kapitals
  • Index

Full text

x 
„o 
Erster Abschnitt 
gleichen, funktioniert es nur ideell als Rechengeld oder Maß der 
Werte, Soweit wirkliche Zahlung zu verrichten, tritt es nicht als 
Zirkulationsmittel auf, als nur verschwindende und vermittelnde 
Form des Stoffwechsels, sondern als die individuelle Verkörperung 
der gesellschaftlichen Arbeit, selbständiges Dasein des Tausch- 
wertes, absolute Ware. Dieser Widerspruch kommt zum Ausbruch 
in dem Moment der Produktions- und Handelskrisen, der Geldkrise 
heißt.*® Sie ereignet sich nur, wo die ununterbrochene Kette auf 
einanderfolgender Zahlungen und ein künstliches System ihrer Aus 
gleichung völlig entwickelt sind. Mit allgemeineren Störunger 
dieses Mechanismus, woher sie immer entspringen mögen, schlägl 
das Geld plötzlich und unvermittelt aus der nur ideellen Gestall 
des Rechengeldes in hartes Geld um. Es wird unersetzlich durch pro 
fane [gemeine] Waren. Der Gebrauchswert der Ware wird wertlos 
und ihr Wert verschwindet vor seiner eigenen Wertform. Ebert 
noch erklärte der Bürger in prosperitätstrunkenem Aufklärungs 
dünkel das Geld für leeren Wahn. Nur die Ware ist Geld. Nur da® 
Geld ist Ware! gellt’s jetzt über den Weltmarkt. Wie der Hirsch 
schreit nach frischem Wasser, so schreit seine Seele nach Geld, 
dem einzigen Reichtum.!® In der Krise wird der Gegensatz zwischel 
der Ware und ihrer Wertgestalt, dem Geld, bis zum absoluten 
Widerspruch gesteigert. Die Erscheinungsform des Geldes ist hier 
daher auch gleichgültig. Die Geldhungersnot bleibt dieselbe, ob 
in Gold oder Kreditgeld, Banknoten etwa. zu zahlen je+101 
% Die Geldkrise, wie im Text bestimmt als besondere Phase jede! 
allgemeinen Produktions- und Handelskrise, ist wohl zu unterscheiden vol 
der speziellen Sorte der Krise, die man auch Geldkrise nennt, die abel 
selbständig auftreten kann, so daß sie auf Industrie und Handel nur rück 
schlagend wirkt. Es sind dies Krisen, deren Bewegungszentrum das Geld 
kapital ist, und daher Bank, Börse, Finanz ihre unmittelbare Sphäre. 
100 „Dieses plötzliche Umschlagen aus dem Kreditsystem in das 
Monetarsystem fügt den theoretischen Schrecken zur praktischen Panik‘ 
and die Zirkulationsagenten schaudern vor dem undurchdringlichen Ge 
heimnis ihrer eigenen Verhältnisse.“ (Karl Marx: „Zur Kritik der Politi- 
schen Oekonomie, Berlin 1859“, S, 126.) [Stuttgarter Ausgabe S. 148.] „Die 
Armen sind arbeitslos, weil die Reichen kein Geld haben, um sie zu be 
schäftigen, obgleich sie im Besitz desselben Grund und Bodens und der 
selben Arbeitskräfte sind wie sonst, um Lebensmittel und Kleider zu produ 
zieren. In diesen besteht aber der wahre Reichtum einer Nation und 
nicht im Gelde.‘“ (John Bellers: „Provosals for raising a Colledge df 
Industry. London 1696“, p. 38.) 
+01 Wie solche Momente von den „amis du commerce“, den „Freu 
den des Handels“, ausgebeutet werden: „Bei einer bestimmten G& 
legenheit (1839) hob ein alter wucherischer Bankier (der City) 3 
seinem Privatkontor den Deckel seines Pultes auf und zeigte eine® 
Freunde Rollen Banknoten; und dabei sagte er mit dem deutliche 
Ausdruck der Freude, das wären 600000 Pfd. Sterl. in Noten; die 
hielte er zurück, um Geldknappheit zu erzielen. Nach 3 Uhr nach 
mittags desselben Tages würde er sie auf den Markt werfen.“ („The
	        

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Der Produktionsprozeß Des Kapitals. J. H. W. Dietz Nachf., G. m. b. H., 1928.
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