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Die Theorie der Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Die Theorie der Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
892769734
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-76808
Document type:
Monograph
Author:
Maslov, Petr http://d-nb.info/gnd/123876184
Title:
Die Theorie der Volkswirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Arthur Kade
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 293 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte
  • Title page
  • Contents
  • I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung
  • II. Der Markt von Lübeck. Topographisch-statistische Untersuchungen zur deutschen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte
  • III. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
  • IV. Aussenpolitische und innerpolitische Wandlungen in der Hanse nach dem Stralsunder Frieden (1370)
  • V. Die Hanse und die nordischen Länder
  • VI. Das älteste erhaltene deutsche Kaufmannsbüchlein
  • VII. Grosshandel und Grosshändler im Lübeck des 14. Jahrhunderts
  • VIII. Die Gründungsunternehmerstädte des 12. Jahrhunderts

Full text

34 
I. Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung 
während sie die älteste unterdrückt, An folgenden Sätzen läßt sich am besten übersehen, 
welche Entwicklung die Befugnisse des Rats in Lübeck genommen haben. 
ca, 1163; Privileg Herzog Heinrichs: Quicquid pistores aut carnifices sive tabernarii 
sommiserint, quodcumque super hoc exercuerint, due partes civibus, tercia judici solvatur. 
1188; echtes Barbarossaprivileg (enthielt einmal den vorstehenden Satz; sodann den 
neuen): Singulari quadam gracia ipsis adhuc concedimus, ut quicquid infra civitatem 
suf juris in posterum emendare valuerint, sine tamen preiudicio nostri judicis, non obmit- 
tant. 
Vor 1225; Fragment (statt beider Sätze nur): Qui infregerit, quod civitas decreverit, 
consules judicabunt; de eo, quod inde proveniet, advocatus terciam partem, civitas duas 
acceipiet, 
Verfälschung des Barbarossaprivilegs von 1225: (Unterdrückt den Satz aus dem 
herzoglichen Privileg; setzt statt dessen den Satz des Fragments in nicht geschickter 
Anderung des Wortlauts, behält aber gleichzeitig den im echten Barbarossaprivileg 
neuauftretenden Satz bei.) 
Dieser Überblick beweist, so glaube ich, zweierlei schlagend: einmal die Echtheit des 
1euen Satzes des Barbarossaprivilegs, sodann das höhere Alter der Vorlage des Frag- 
ments gegenüber der Fälschung von 1225, 
55) Im lübischen Fragment wird allerdings bei der Strafbestimmung bei Vergehen gegen 
das oben erwähnte decretum der Anteil des Vogtes nicht erwähnt. Sie lautet einfach: 
sentum (!) marcas argenti civitati componet. 
5) Keutgen, Urkunden zur städtischen Verfassungsgeschichte, S. 128, $ 79. — Was 
Bloch über das Alter der Freiburger Rechtsaufzeichnungen sagt, ist durch neuere Be- 
nandlung dieser heiklen Frage überholt. Für die Freiburger Vorlage des Bremgartner 
Textes, welche bereits die consules enthielt (Rietschel, Neue Studien, in der Festschrift 
für Thudichum 1907, S. 41, Abs. 34), hat A. Schultze die Möglichkeit ihrer Entstehung 
vor 1218 zugegeben (Ztschr. f, d. Gesch. d. Oberrheins N. F. XXVIII, S. 205). Weiter 
noch geht Flamm (ebd. XXIX, S. 118), der nach Prüfung der inneren Gründe keine 
Bedenken hat, auch den Rodel noch vor das Jahr 1218 zu setzen. — Gleichzeitig hatte 
ich in der Hist. Vierteljahrschrift 1914, S. 158, Anm. 4 nochmals darauf hingewiesen, 
daß aus paläographischen Gründen der Rodel am besten zwischen die Jahre 1217 und 
1223 zu setzen ist. In Z. 6 dieser Anm. muß es heißen: ‚Vorlage des Bremgartner Textes“. 
Genug: in Freiburg begegnen vor 1218 consules, 
>”) Bloch, a. a. O. S. 39; Eberle, a. a. 0. S. 29%. 
*) Aus dieser durchaus einheitlichen Tendenz der Fälschung ergibt sich nun auch ein 
sicherer Maßstab zur Entscheidung der Frage, wieweit die Fälschung in der Wiedergabe 
der Sätze ihrer echten Vorlage unverdächtig ist: überall dort, wo das Verhältnis 
zu den stadtherrlichen Beamten nicht berührt wird, darf für ihre Bestim- 
mungen volle Glaubwürdigkeit auch für das Jahr 1188 vermutet werden. 
Das gilt auch von dem Satze über das Patronat der Marienkirche. Die von Oppermann, 
a. a. O. S. 72, erwähnte Bulle Cölestins vom Jahre 1195 schließt ein Patronatsrecht der 
Stadt an der Marienkirche nicht aus; 1222 wird das alte Patronatsrecht der Bürger von 
Bischof und Kapitel ausdrücklich anerkannt, und zwar als ein Recht, das ihnen bisher 
dereits zustand: ‚„‚Canonici recognoverunt burgensibus tale jus electionis in ecclesia 
forensi, quale hactenus habuerunt; ita quod ad denominationem burgensium persona 
de consilio episcopi statuatur.‘“ (U.B. Bistum Lübeck, Nr. 42, S. 48.) Damit gibt das 
Kapitel ausdrücklich zu, daß das Patronat an der Marienkirche ein altes Recht der 
Lübecker Bürgerschaft ist. Vermutlich ist die Bulle Cölestins als eine Kampfmaßnahme 
des Kapitels gegen die Bürgerschaft vom Papst erbeten worden; sie bedarf noch der 
aäheren Untersuchung, die ich im Augenblick nicht vornehmen kann. — Aus Gründen, 
die ich am Ende der Anmerkung 42 mitgeteilt habe. sind diese Sätze z. Z. mit voller
	        

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Hansische Beiträge Zur Deutschen Wirtschaftsgeschichte. Hirt, 1928.
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