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Die Frau und die Arbeit

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Bibliographic data

fullscreen: Die Frau und die Arbeit

Monograph

Identifikator:
894756680
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-9497
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz http://d-nb.info/gnd/138934983
Title:
Bremens Warenhandel und seine Stellung in der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Besprechung des Warenhandels Bremens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Frau und die Arbeit
  • Title page
  • I. Parasitimus
  • II. Parasitimus
  • III. Parasitimus (Fortsetzung)
    III. Parasitimus (Fortsetzung)
  • IV. Die Frau und der Krieg
  • V. Geschlechtsunterschiede
  • VI. Einige Einwände
  • Contents

Full text

Wer in der Frauenbewegung unserer Tage eine geistige 
Bewegung der Frau gegen den Mann oder weg vom Manne 
erblickt, hat manche von den wichtigsten Erscheinungen in 
unserer modernen Welt übersehen. 
Wii nannten die Frauenbewegung unserer Zeit das Stre 
ben von seiten der Frau zivilisierter Völker, neue Arbeits 
formen anstatt der alten ihr entschwindenden zu finden, 
einen Versuch, dem Parasitismus und der untätigen völli 
gen Abhängigkeit von ihren Geschlechtsfunktionen zu ent 
gehen. Aber von einer andern Seite betrachtet, könnte 
man die Frauenbewegung mit ebensoviel Recht einen Teil 
der großen Bewegung nennen, welche die Geschlechter zu 
einander führt, ein Streben nach gemeinsamer Tätigkeit, 
gemeinsamen Interessen, gemeinsamen Idealen und nach 
einer tiefer gegründeten und unzerstörbareren Gefühlsüber 
einstimmung zwischen den Geschlechtern, als die Welt sie 
je gesehen. 
Hingegen wird, und nicht ohne tiefe, zugrundeliegende 
Wahrheit, eingewendet werden: Wie kommt es, daß bei 
einer solch nahen Berührung der Linien, innerhalb deren 
sich die fortgeschrittenen Männer und Frauen entwickeln, 
doch in unserer modernen Gesellschaft und oft gerade in 
jenen typisch fortgeschrittensten Klassen heute so viel Un 
rast, Disharmonie und sexuelle Not besteht? 
Die Antwort auf diesen treffenden Einwand ist, daß diese 
Disharmonien, dieses Ringen und die daraus folgenden 
Leiden, welche unzweifelhaft innerhalb der Welt der Ge 
schlechtsbeziehungen und -ideale unserer Zeit bestehen, 
nicht einer Disharmonie der Geschlechter als solche ent 
springen, sondern ein Teil der allgemeinen Umwälzung 
sind, der Konflikte zwischen alten und neuen Idealen, ein 
Ringen, welches auf allen Lebensgebieten in der modernen 
Gesellschaft vorherrscht und in welchem der entscheidende 
Faktor nicht das Geschlecht, sondern der Entwicklungs 
grad ist, den die Rasse oder das Individuum erreicht hat. 
164
	        

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Régime Des Chambres de Commerce. Libr.-impr. réunies, 1894.
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