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Sozialismus und Regierung

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Bibliographic data

fullscreen: Sozialismus und Regierung

Monograph

Identifikator:
895241919
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-18464
Document type:
Monograph
Author:
MacDonald, J. Ramsay http://d-nb.info/gnd/118729896
Title:
Sozialismus und Regierung
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1912
Scope:
1 Online-Ressource (XXIV, 186 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Die Partei und das Parlament
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Sozialismus und Regierung
  • Title page
  • I. Der Staat
  • II. Das Wahlrecht
  • III. Die politische Organisation des Staates
  • IV. Die Partei und das Parlament
  • V. Die Demokratie und das Imperium
  • VI. Der sozialistische Staat
  • Contents

Full text

120 
parteiisch, daß sie die Nation verträte: sie repräsentiert eine Klasse. 
Sie ist keine Aristokratie mehr, sondern eine adelige Plutokratie 1 . 
Die Whigs verteidigten das Herrenhaus hauptsächlich deshalb, weil sie 
es für ein Bollwerk der sozialen Kultur, des historischen Empfindens 
und des aristokratischen Fühlens gegen den groben ökonomischen 
Materialismus der neuen Erwerbsklassen hielten, die durch die in 
dustrielle Revolution ins Leben gerufen worden waren. „Eine Aristo 
kratie sollte das Haupt einer Plutokratie sein“, sagten sie 2 . Aber die 
Aristokratie ist eine Plutokratie geworden und umgekehrt. Die neu 
Geadelten sind keine Aristokraten, auch ihre Kinder nicht. Eine Ari 
stokratie ist ein soziales Wachstumserzeugnis, aber keine politische 
Schöpfung. Allerdings haben ein paar Gelehrte, ein alter Zivilbeamter 
oder zwei, ein oder zwei Männer, die sich durch ihre Geistesgaben aus 
zeichnen und sich um den Staat Verdienste erworben haben, ihren Weg 
zur Pairswürde gefunden. Aber als Ganzes betrachtet, vertritt das Haus 
der Lords einfach die Interessen, die der Staat heute um der Wohlfahrt 
der Gemeinschaft willen einengen und kontrollieren muß. Die Adels 
kammer hält die Überzeugungen für heilig, auf die die schmarotzen 
den Klassen sich stützen, um ihre Existenz zu rechtfertigen. 
Obgleich die gegenwärtige Verfassung des Herrenhauses nicht ver 
teidigt werden kann, wird jedoch der Gedanke propagiert, daß unser 
Verfassungsleben durch einen Senat weiser, einsichtsvoller Männer be 
reichert werden müßte, die eher alt als jung, eher Konservative als 
Liberale zu sein hätten, die würdevoll, unparteiisch, erfahren und ge 
ehrt wären — eine Spezies politischer Utopien. Hierauf bezügliche Vor 
schläge sind gemacht worden. Peers auf Lebenszeit sollten geschaffen 
und Kunst und Wissenschaft durch Vertretung verherrlicht werden; 
aus dem Verwaltungsdienst sollte man die besten und feinsten Kräfte 
berufen, die Aristokratie hätte einige ihrer Angehörigen in diese Kör 
perschaft zu entsenden, und die Tochternationen könnten dort ihre 
1 Bemerkenswert ist, was Bagehot über die beiden Häuser nach der Wahlreform 
von 1867 schrieb: „Der Geist unseres gegenwärtigen Unterhauses ist plutokra- 
tisch, nicht aristokratisch. Seine hervorragendsten Staatsmänner sind nicht 
Männer alter Abkunft oder mit großem ererbten Besitze; meistens sind sie sehr 
vermögend, aber größtenteils sind sie auch mehr oder weniger eng mit dem neuen 
Gewerbs- und Handelsreichtum verknüpft.“ (Parliamentary Reform, pp. 200 
bis 201.) Setzt man in diesem Auszuge House of Lords für House of Commons, 
so ist die heutige Situation genau geschildert. 2 Siehe Bagehot: The English Con 
stitution, p. 91: „Mit bloßem Geldeist die Londoner Gesellschaft nichtzu kaufen." 
Heute könnte man damit alles kaufen: Töchter, Ehemänner, alles und jedes!
	        

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Sozialismus Und Regierung. Eugen Diederichs, 1912.
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