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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
F
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Futtermittel 
131 
Galläpfel 
dustrien in den Handel gebracht werden. Zu 
den ersteren gehören besonders das Grün 
futter (Gras, Klee, Kohlblätter), das Rauh 
futter (Heu, Stroh), das Wurzelfutter (Kar 
toffeln, Rüben) und das Körnerfutter (Ge 
treide, Hülsenfrüchte), zu denen meist noch die 
Müllereiabfälle, wie Kleie und Futtermehle, hin- 
zugerechnet werden. Zu den letzteren gehören 
die Rückstände der Ölfabrikation, die Ölkuchen 
von Baumwollsamen, Erdnüssen, Sesam, Kokos, 
Palmkemcn, Lein, Raps, Sonnenblumen, Mohn 
und Hanf, ferner Abfälle der Stärkefabrikation 
(Pülpe), der Zuckerfabrikation (Rübenschnit 
zel, Zuckerschnitzel, Melasse, der Gä 
rungsindustrie (Malzkeime, Biertreber, 
Brennereitreber) und in geringerem Umfange 
auch tierische Abfälle wie Tierkörpermehl, 
Fischfuttermehl, Blutmehl. Abgesehen von 
dem zsllulosereichen Rauhfutter und den stick- 
stoffannen Abfällen der Stärkefabr.kation faßt 
man die trockenen Stoffe wohl auch unter der 
Bezeichnung konzentrierte oder Kraft f utt er- 
mittel zusammen. Der Nährwert wird durch 
den Gehalt an Protein, Fett und Kohlenhydraten 
bedingt und beim Verkauf in der Regel durch 
eine beigefügte Analyse gewährleistet. Die Fut 
termittel, besonders die Kraftfuttefmittel, bilden 
einen wichtigen Gegenstand des Handels. Der 
Einfuhrüberschuß belief sich im Jahre 1912 auf 
4,4 Millionen Tonnen. Einzelne wichtigere Fut 
termittel sind in besonderen Abschnitten be 
handelt. 
G. 
Gänsefett. Dieses sehr weiche, blaßgelbliche 
und durchscheinende Fett besitzt ein spez. Gew. 
von 0,927, schmilzt bei 32-—34 0 und erstarrt bei 
18—2o°. Es findet als feineres Speisefett An 
wendung, wird aber vielfach mit Schweine 
schmalz vermischt. 
Gagat (Jet, schwarzer Bernstein) nennt 
man eine in Südfrankreich und Asturien verkom 
mende besondere Art fast schwarzer, dichter 
Braunkohle mit muschligem Bruche, die sich 
gut bearbeiten läßt und eine hübsche Politur an 
nimmt. Man fertigt daraus mancherlei Schmuck 
gegenstände, ersetzt es jetzt aber vielfach durch 
schwarzes Glas oder Ebonit (Hartgummi). 
Galalith wird durch Behandlung von getrock 
netem Kasein mit Formaldehyd, teilweise auch 
unter Zusatz von Farbstoffen, hergesteilt und 
korrynt als durchscheinende oder auch marmo- 
r 'erte elastische Masse in den Handel, die als Er 
satz für Horn, Knochen, Zelluloid ausgedehnte 
Anwendung findet. Es läßt sich wie die ge 
nannten Stoffe leicht bearbeiten, zeigt gegen 
Feuchtigkeit und andere Einflüsse ziemliche 
Widerstandsfähigkeit und soll besonders für 
Kämme, Knöpfe und Klaviertasten sehr geeignet 
sein. 
Galbanharz (Mutterharz, lat. Gummi seu 
Kesina galbanum, frz. Gomme, Resine galban, 
er >gl. Gum galban), der eingetrocknete Milchsaft 
gewisser Ferulaarten, z. B. von Ferula gal- 
naniflua, F. rubricaulis, Ferula erubes- 
c ens, verbreiteter Doldenpflanzen Persiens und 
der Gegend östlich vom Aralsee, kommt über 
die levantischen Hafenplätze aus Syrien, Persien, 
Arabien, zum Teil auch aus Ostindien und über 
Kußland in den Handel. Es bildet, wie die 
leisten ähnlichen Drogen, zwei Sorten, in Trä 
ten oder Körnern und in Massen oder Kuchen, 
er stere in helleren, weißen oder gelblichen, 
durchscheinenden, wachsglänzenden, erbsen- bis 
dußgroßen Körnern, letztere in dunkleren, bräun- 
liehen oder grünlichen, von hellen Körnern 
durchsetzten Klumpen. Die Substanz ist ziem- 
hch weich und klebrig, nur in der Kälte pulveri- 
fjerbar un d enthält etwa 6o°/o in Weingeist 
^sliches Harz, 20% Gummi und 10—22 % athe- 
nsches öl (Galbanöl, Oleum galbani), von 
dem es seinen durchdringenden aromatischen 
Geruch hat. Der Geschmack ist bitterlich, aber 
nicht scharf. Durch Destillation mit Wasser, 
wird das öl als eine gelbliche, an der Luft sich 
bräunende und verdickende Flüssigkeit erhalten, 
die stärker als das Harz riecht und bitter und 
kampferartig schmeckt. Das gereinigte und ge 
pulverte Harz wird in der Medizin äußerlich 
als erweichendes Mittel bei Geschwüren und Ge 
schwülsten angewandt und bildet den Haupt 
bestandteil des Mutterpflasters, technisch dient 
es als Zusatz zu Kitten. 
Galgantwurzel (lat. Rhizoma galangae, frz. 
Rhizome de galange, engl.. Galangal-root), ein 
nicht unbedeutender Gegenstand des Drogen 
handels. besteht aus dem getrockneten Wurzel 
stock einer zu den Ingwergewächsen gehören 
den chinesischen Pflanze, Alpinia officinarum. 
Die Droge bildet fingerdicke, bis 10 cm lange, 
in der Mitte gebogene Stücke, die außen rot 
braun, innen zimtfarbig aussehen und auf dem 
Querschnitt kleine dunkle ölzellen zeigen. Der 
Geruch ist namentlich bei der gepulverten Ware 
stark und eigentümlich gewürzhaft, ebenso der 
Geschmack, der beim Kauen in lange anhalten 
des Brennen übergeht. Als Träger des Aromas 
finden sich 0,5—10/0 ätherisches Öl, das Gal 
gantöl (lat. Oieum galangae, frz. Essence de 
galanga, engl. Galangal-oil), außerdem sind noch 
Alpinin, Galangin und Kämpferid sowie 
harzartige Substanzen zugegen. G. wird medizi 
nisch als Magenmittel, ferner als Zusatz zu Eli 
xieren und Tinkturen, Likören und Essigen ge 
braucht. Es gibt kleine und große Galgantwur- 
zeln, die aber nur durch. Auslesen gesondert 
sind und nicht von verschiedenen Gewächsen 
stammen. 
Galläpfel (Gallen, lat. Gallae, frz. Galles, 
Noix de galles, engl. Gall-nuts). Dieser technisch 
außerordentlich wichtige Handelsartikel besteht 
aus den Auswüchsen, die von Gallwespen, be 
sonders an Eichen, hervorgerufen werden, indem 
das weibliche Insekt mit seinem Legestachel 
die jungen Blattknospen, Zweige, Blätter oder 
Früchte anbohrt und seine Eier einschiebt. 
Durch die Verwundung entsteht ein krankhafter 
Säftezufluß und dadurch eine Anschwellung, die
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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