Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
H
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

163 
Holz 
Hirschtalg 
trockenen Destillation kommen als Hirsch 
hornöl, Hirschhornsalz in den Handel. Jetzt 
ist Hirschhornsalz kohlensaures Ammoniak. 
S, Näheres bei den betreffenden Aufsätzen. 
Hirschtalg (lat. Sebum cervinutn, frz. Suif, 
engl. Tallow). Unter diesem , Namen wurde 
früher das Fett der Hirsche geführt, das jetzt 
meist durch Rinds- oder Schöpsentalg ersetzt 
wird. 
Hirse (lat. Semen mylii, frz. Mil, Millet, engl. 
Millet) nennt man die Samen mehrerer Getreide- 
arten der Gattung Panicum, besonders P.milia- 
ceum(Gemeine oderRispenhirse),P.italicum 
(Setaria italica, Kolbenhirse, Fennich), Se- 
taria germanica (Deutsche Kolben- oder 
Borstenhirse, Mohär) und P. sanguinale 
(Bluthirse), die aus Indien stammen, jetzt aber 
in Mitteleuropa, auch Deutschland, angebaut wer 
den und auf trockenem, gut gedüngtem Boden, 
in warmer Lage (Weinklima) hohe Erträge von 
•5—30 hl zu 60—70 kg auf den Hektar geben. 
Die Hirsekörner sind von ihren Spelzen fest um 
hüllt und besitzen in diesem Zustande eine gelbe, 
weißlichgelbe, graue, schwärzliche oder, rote 
Farbe, erscheinen aber nach Entfernung der 
25 °/o ausmachenden Spelzen hellgelb. Die un 
geschälten Körner enthalten im Durchschnitt 
12% Wasser, 12% Protein, 3 °/o Fett, 10 0/0 
Rohfaser, 3 °/o Mineralstoffe und 60 °/o Kohlen 
hydrate. Durch das Schälen wird der Gehalt 
an Rohfaser um i—2 0/0 erniedrigt. Die H. wird 
in enthülstem Zustande in Form von Grieß oder 
Grütze (Hirsebrei mit Milch), seltener als Mehl 
und Brot zu Nahrungszwecken verwandt und 
dient außerdem zur Branntweindarstellung. Be 
sonders im Kaukasus wird aus Hirse ein beliebter 
Schnaps, Ar an, hergesteilt. Auch die nicht de 
stillierte, sondern nur filtrierte Maische bildet 
nach kurzer Gärung unter dem Namen Kwas, 
nach längerer Zeit als Braga oder Busa ein ver 
breitetes Getränk. Das Stroh, dessen Ertrag 
to—20 dz für den Hektar beträgt, wird als Vieh 
futter geschätzt. Die Hauptbezugsländer fürH.sind 
Ungarn und die Balkanstaaten. Die Kaffern- 
°der Mohrenhirse (Sorgho, Dhurra, Sirk, 
Honiggras, Milomais, die von Sorghum oder 
Andropogon abstammt, bildet in Nordamerika, 
Afrika und China ein wichtiges Nahrungsmittel, 
"■urd aber bei uns nur zu Brennereizwecken be- 
nutzt. 
Hirtentäschelkraut (lat. Herba bursae pasto- 
(is, frz. Paneti&re, engl. Shepherd’s purse), ein 
jetzt nur noch selten vorkommender Artikel des 
Hrogenhandels, von Capsella bursae pasto- 
Hs, schmeckt im frischen Zustande scharf und 
Jurd nach Pfarrer Kneipp als Mittel gegen 
“lasenleiden benutzt. 
Hoang-Nan, die von Tonkin aus in den Han 
del gekommene, bitter schmeckende, schwärz- 
hchgraue Rinde einer zur Gattung Strychnos 
gehörigen Kletterpflanze, enthält Bruzin und 
“trychnin und ist demnach giftig. 
Hofmanns Violett (Jodviolett), der be 
atmte, von A.W.Hofmann 1863 entdeckte Teer 
farbstoff, kommt in mehreren verschiedenen 
Arten in den Handel, die durch Behandlung von 
*uchsin oder Rosanilin mit Jodmethyl, Chlormethyl 
Juur Bromäthyl entstehen und demnach als 
“klze des Trimethyl- und Triäthylrosanilins an 
zusprechen sind. Die meist in blaustichiges 
Violett (Dahlia) und rotstichiges Violett 
(Primula, Rotviolett s R extra) unterschiede 
nen Farben bilden dunkelgrün glänzende, kri 
stallinische Pulver oder auch Stücke, die sich mit 
Ausnahme der Jodverbindungen in Wasser lösen, 
Wolle und Seide direkt, Baumwolle nur nach 
vorangegangenem Beizen färben. Durch das ähn 
liche und billigere Methylviolett (s. d.) ist es viel 
fach verdrängt worden. 
Holländer Käse wird hauptsächlich in zwei 
Sorten ausgeführt, nämlich als Edamer- und als 
Gouda-K., von denen der ersterc aus den nörd 
lichen Provinzen, meist in Form 1V2—2V2 kg 
schwerer Kugeln mit roter Außenfärbung, der 
letztere aus Südholland, in Form runder ab 
geplatteter Laibe, in den Handel kommt. Sie sind 
typische Fettkäse mit mindestens 40 °/o Fett in 
der Trockensubstanz und werden wegen ihres 
ausgezeichneten Geschmacks hochgeschätzt. Unter 
geordnete Bedeutung hat der aus Magermilch 
hergesteüte, mit Gewürznelken (Kruit) durch 
setzte Lederkäse (Kruit-K.), der meist im Lande 
und den Grenzgebieten verbraucht wird. 
Holunder (Hollunder, Flieder, Schibik- 
ken, Queweckcn), von Sambucus nigra, der 
bekannte, in ganz Europa und dem nördlichen 
Asien einheimische Baum, liefert in seinen Blü 
ten und Früchten wertvolle Heil- und Hausmittel, 
die wegen ihrer schweißtreibenden Wirkung'viel- 
fach Anwendung finden. Die bei Sonnenschein 
gesammelten und gut getrockneten Blüten (lat. 
Flores sambuci, frz. Fleurs de sureau, engl. Eider 
flowers) verdanken ihren angenehmen Geruch 
einem ätherischen Öl, das für sich in den Handel 
kommt, und bilden selbst einen ständigem Artikel 
des Drogenhandels. Die dunkelvioletten Beeren 
(lat. Fructus sambuci, frz. Fruits de sureau, engl. 
Eider berries) dienen zur Herstellung des zu 
einem Mus eingedickten Holundersafts (lat. 
Extractum sambuci seu Succus seu Roob sam 
buci, frz. Roh de sureau, engl. Roob of elder). 
Holunderholz, das Holz von älteren Stämmen 
des Sambucus nigra, wird wegen seiner Festig 
keit von Tischlern und Drechslern sehr gesucht 
und namentlich gern zu langen hölzernen Strick 
nadeln verarbeitet. 
Holundennark, das außerordentlich leichte, 
ziemlich "weiße Mark der jungen Holunderstämme, 
wird zur Anfertigung kleiner Figuren und Spiel 
werke sowie zur Herstellung kleiner Kügelchen 
für elektrische Versuche benutzt. 
Holz (lat. Lignum, frz. Bois, engl. Wood) nennt 
man im allgemeinen Sprachgebrauche den von 
der Rinde umschlossenen harten Teil der Stäm 
me,'Äste und Wurzein von Bäumen und Sträu- 
chern aus der Gruppe der Dikotyledonen (Laub 
holz) und Koniferen (Nadelholz). Zwischen ihm 
und der Rinde befindet sich ein Ring lebender 
ZeIlen'(Kambiumring.),die eineHälfte ihrerNeubil- 
dungen der Rinde, die andere dem Holzkörper zu 
fügen und so das Dickenwachstum verursachen. 
In den gemäßigten Zonen mit Winterruhe unter 
scheiden sich die neu angesetzten Schichten durch 
ihre Färbung und gewähren als Jahresringe einen 
Anhalt für das Alter, während in den Tropen 
mit ständigem Wachstum ein gleichmäßiges Ge 
füge entsteht. Das Holz, von dessen Innerem 
Markstrahlen bis zur Rinde verlaufen, ist aus
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.