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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
P
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Photographische Papiere 
335 
Photographische Papiere 
triumthiosulfatlösung fixiert. Es lassen sich 
bräunliche, bläuliche und schwarze Töne erzielen. 
Wird das Platinbad ausgeschaltet, so entstehen 
beim Fixieren rötliche Töne. Auch durch An 
wendung des Goldbades, sowie der Vereinigung 
des Gold- und Platinbades kann man verschie 
dene Töne erzielen.. Albumatpapier ist ein Er 
zeugnis der „Vereinigten Fabriken Photographi 
scher Papiere“ in Dresden. — Albuminpapier 
nennt man das mit einer gesalzenen Eiweiß- 
Schicht überzogene Papier, das durch Schwim- 
tnenlassen auf einem Silberbade lichtempfindlich 
zu machen ist. Im Handel erscheinen „einfach“ 
und „doppelt albumierte“ Papiere. Erstere wer 
den nach dem Bade in der Eiweißlösung zum 
Trocknen aufgehängt und in den Handel ge 
geben, letztere nach dem Trocknen nochmals 
albumiert, wobei die zuerst beim Trocknen oben 
befindliche Kante nunmehr nach unten genom 
men wird. Durch diese Behandlung ist ein 
gleichmäßigeres Fabrikat gewährleistet. Albu 
minpapier wird auch haltbar gesilbert in den 
Handel gebracht. Die besten .Resultate werden 
erzielt, wenn das Papier am Tage des Silberns 
gleich verarbeitet wird. Die Verarbeitung erfolgt 
in der Weise, wie es bei Chlorsilberpapieren 
allgemein üblich ist. Die Schicht der im Handel 
befindlichen Albuminpapiere ist meist etwas rosa 
oder pensö angefärbt, um den zu erzielenden 
bläulichen Ton zu unterstützen. Als Tonbad wird 
fast ausschließlich Goldbad benutzt. Der Haupt 
sitz der Albuminpapierfabrikation ist Dresden. 
— Aristopapier dient zur Herstellung von 
photographischen Abzügen, besonders kleinerer 
Formate. Es ist ein Chlorsilbergelatinepapier 
mit Silbernitratüberschuß in der Emulsion, wo 
durch die Möglichkeit geboten wird, das Bild 
am Licht unter dem Negativ bis zur gewünschten 
Kraft auszukopieren. Es kann hierauf sowohl im 
Tonfixierbade das gleichzeitige Tonen und Fi 
xieren erfolgen, oder getrennt getont und fixiert 
Werden. Wünscht man Hochglanzbilder, so 
quetscht man das fertige Bild auf eine mit Tal 
kum abpolierte Spiegelglasplatte, läßt trocknen, 
dnd zieht das Bild mit Hochglanz ab. —• Arrow- 
r ootpapier dient dem gleichen Zwecke wie 
Salzpapier. Neben Salz ist das Papier mit einem 
Überzug von Arrow-root versehen, um die 
Kraft und gleichzeitig das stumpfe Aussehen 
^6r darauf zu kopierenden Abzüge zu erhöhen. — 
Aurentumpapier nannte man, ein photographi 
sches Gelatineauskopierpapier mit einer gold 
haltigen Chlorsilberemulsion, die es ermöglichte, 
durch einfaches Fixieren der Bilder in Natrium 
thiosulfatlösung einen bläulichen Ton zu erzielen, 
^as Papier wird nicht mehr fabriziert, vielmehr 
sind an dessen Stelle ähnliche Erzeugnisse unter 
der Bezeichnung „selbsttonende“ Papiere ge 
beten. — Barytpapier ist ein mit einem Ge 
misch von Barytweiß und Gelatine oder son 
stigem Bindemittel überzogenes Papier, das zur 
Herstellung von photographischen lichtempfind- 
iichen Papieren dient. Das Aufträgen der Baryt- 
Schicht erfolgt mit Hilfe von Streichmaschinen, 
tmd darauf das Glätten der rollenweise bary- 
berten Papiere durch den Kalander. Durch die 
Barytschicht wird einerseits eine innigere Ver 
ödung der Emulsion mit dem Papier herbei- 
Seführt, anderseits die Mattierung oder der Glanz 
der Emulsionsschicht bestimmt. Alle Zelloidin-, 
Aristo-, Gaslicht-, Protalbinpapiere usw. sind auf 
Barytpapier emulsioniert. Den Glanzbarytschich 
ten ist gewöhnlich ein rötlicher oder bläulicher 
Farbstoff beigemengt, während das Mattbaryt 
nur in rein Weiß gefertigt wird. — Chlorsilber 
papier ist die Bezeichnung für die umfassende 
Gruppe jener photographischen Papiere, bei 
denen das lichtempfindliche Chlorsilber in 
irgendeiner Form auf der Papierfläche liegt. 
Sie lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen: 
i. Papiere, die zuerst gesalzen und hierauf ge 
silbert werden. 2. .Solche, die das Chlorsilber, 
mit irgendeiner kolloidalen Substanz verbunden, 
in Form einer Emulsion aufgetragen erhalten. 
Zu den Papieren unter i. gehören Matt- (Albu- 
mat) und Glanzalbumin, sowie die gesilberten, 
unter verschiedenen Namen erscheinenden Salz-, 
Algein- und Arrow-rootpapiere. Zur 2. Gruppe 
zählen Zelloidin-, Gelatine- (Aristo-), Protalbin- 
und Kasein-(Kasoidin)papiere. Bei allen Chior- 
silberpapieren, welche das Bild bis zur nötigen 
Kraft auskopieren lassen, ist Silbernitrat im Über 
schuß vorhanden, und ,damit die Haltbarkeit 
des Papiers eine begrenzte. -— Harzemulsions 
papier wird zur Herstellung solcher photogra 
phischer Abzüge benutzt, die eine stumpfe Ober 
fläche besitzen sollen. Es ist nicht mit einer 
lichtempfindlichen „Emulsion“ bedeckt, wie die 
Bezeichnung vermuten ließe, sondern das Rohe 
papier wird zur Erzielung einer gewissen Stumpf 
heit der Schicht mit einer Harzlösung über 
zogen, die zudem die Papierfaser abschließt und 
das Entstehen kräftiger Abzüge unterstützt. Das 
mit der Harzlösung und 'Chlorsalzen vorbearbei 
tete Papier wird auf idem SUberbade bzw. durch 
Überpinseln mit Silberlösung lichtempfindlich ge 
macht und erfährt von da ab die gleiche Behand 
lung wie Albumatpapier. — O r p p a p i e r ist die Be 
zeichnung für ein früher Anker-Dorapapiergenann- 
tes Zelloidinpapier, das man zur Erzielung einer 
bläulichen Photographie, nach dem Kopieren, 
ohne auszuwaschen, in einem gewöhnlichen Salz 
bade behandelt. Der Tonprozeß vollzieht sich 
darin in etwa fünf Minuten, worauf im Natron 
bade zu fixieren ist. Das Mattpapier der gleichen 
Präparation wird in Salzwasser nur kurz angetont 
und im Platinbade weiter behandelt. — Prot- 
albinpapier wird verarbeitet wie Zelloidin 
papier, unterscheidet sich aber von diesem da 
durch, daß die Emulsion nicht aus Kollodium, 
sondern aus Pflanzeneiweiß besteht. Die Schicht 
ist im nassen wie trockenen Zustande bedeutend 
widerstandsfähiger als Zelloidin. Die Tonskala 
der Bilder ist eine umfangreichere, ähnlich der 
auf Albuminpapier. Das Tonen erfolgt am besten 
im Rhodangoldbade. — Rembrandtpapier ist 
die Phantasiebezeichnung für eine Spezialmarke 
von photographischem Zelloidinpapier mit beson 
ders kontrastreichen Eigenschaften. Es enthält 
als kontrastbewirkende Substanz reichlich Silber 
chromat, was sich auch durch eine auffallend 
dunkle Färbung der für gewöhnlich stets weißen 
Schicht zu erkennen gibt. Dieses Papier, das in 
verschiedenen Kontrastgraden im Handel ist, 
kopiert sehr langsam, erweist sich aber sehr 
brauchbar, wenn es gilt, nach grauen Negativen 
brillante Abzüge zu gewinnen. Die Verarbeitung 
des Rembrandtpapiers weicht jm übrigen von der
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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