Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
R
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Rosolsäure 
371 
Rotbuchenholz 
gilt als das feinste. Außerdem wird noch in Eng 
land, Tunis, Griechenland, Korsika und Sardinien 
R.destilliert, doch kommen die in diesen Ländern 
gewonnenen Ölmengen, für den Handel nicht in 
Frage. Das R. ist eine farblose, gelbliche oder 
schwach grünliche Flüssigkeit von kampferartigem 
Geruch und bitter aromatischem Geschmack. 
Das spez. Gew. beträgt 0,900—0,920, es kommen 
aber auch leichtere Öle vor, doch soll das spez. 
Gew. keinesfalls unter 0,895 liegen. Als wich 
tigste Bestandteile sind Pinen, Kamphen, 
Zineol, Kampfer und Borneol abgeschieden 
worden. R. dreht die Polarisationsebene gewöhn 
lich nach rechts, « D bis -j- 15, doch ist an zweifel 
los reinem französischen und spanischen R. auch 
schon wiederholt Linksdrehung beobachtet wor 
den, die aber in den meisten Fällen die Folge 
einer Verfälschung mit Terpentinöl ist. Ein 
anderes beliebtes Fälschungsmittel ist leichtes 
Kampferöl. — R. und Lavendelöl dürfen dem 
mit Pyridin vergällten Spiritus zugesetzt werden, 
müssen dann aber folgenden gesetzlichen Be 
stimmungen entsprechen; 
I. Lavendelöl. 
1. Farbe und Geruch. — Die Farbe des 
Lavendelöls soll die des Holzgeistes sein. Das 
Öl soll den charakteristischen Geruch der La 
vendelblüten haben. 
2. Dichte. — Die Dichte des Lavendelöles soll 
bei 15 Grad zwischen 0,880 und 0,900 liegen. 
3- Löslichkeit in Branntwein. — 10 ccm 
Lavendelöl sollen sich bei 20 0 C in 300cm 
Branntwein von 63 Gewichtsprozent klar lösen. 
II. Rosmarinöl. 
1. Farbe und Geruch. — Die Farbe des 
Rosmarinöls soll die des Holzgeistes, der Ge 
ruch soll kampferartig sein. 
2. Dichte. — Die Dichte des Rosmarinöles 
soll bei is Grad zwischen 0,895 un d 0,920 
liegen. 
3- Löslichkeit in Branntwein. — 10 ccm 
Rosmarinöl sollen sich bei 20 0 in 100 ccm 
Branntwein von 73,5 Gewichtsprozenten klar 
lösen. 
Diese Öle sind von den amtlich bestellten 
Chemikern daraufhin zu prüfen, ob sie den vor 
stehenden Anforderungen entsprechen. 
Rosolsäure, einTriphenylmethanfarbstoff.kann 
als Rosanilin aufgefaßt werden, in welchem 
dür Imidstickstoff durch Sauerstoff, die Amido- 
gruppe durch Hydroxyl ersetzt ist, und ent 
spricht sonach der Formel C . (C 6 H 4 .0)(C 6 H 4 . 
OH). (C 6 H 3 . CH 3 . OH). Sie entsteht bei der 
Einwirkung von Salpetriger Säure auf Rosanilin 
l 'nd Zersetzung der hierbei entstehenden Diazo- 
Ve rbindung durch Wasser. Die R. bildet einen 
Bestandteil des Korallins (s. d.). In reinem Zu 
stande wird sie als Indikator benutzt. 
Roßhaare (Pferdehaare) bilden nach ent 
brechender Reinigung und Sortierung eine wich 
tige Handelsware für zahlreiche technische 
Zwecke. Die Schwanz- oder Schweifhaare 
"'erden zunächst mit Wasser ausgekocht und 
a 'sdann durch Hecheln in lange und kurze ge 
pennt. Die ersteren, die mindestens 6 dm messen 
sollen, aus Rußland aber bisweilen in 8 dm 
Eänge kommen, werden in ihren besten weißen 
Borten zum Bezug von Violinbogen, in den ge 
ringeren farbigen Marken zu Web- und Flecht 
waren sowie zu Haarbüschen für Soldatenhelme 
benutzt. Die Gewebe bestehen entweder ganz 
aus. R., wie bei Siebböden, Beuteltuch und 
Möbelüberzügen, oder aus Mischgeweben mit 
Kette aus Baumwolle. Manilahanf u. dgl. für 
Hüte, Mützen, bauschendes Unterfutter, Hals 
binden. Bänder, Schnüre und andere Posamen 
tierwaren. — Die kurzen R„ von der Mähne 
der Pferde, kommen entweder roh, oder öfter 
schon gesotten und gesponnen, d. h. in Zöpfe 
zusammengedreht, zum Verkauf. Durch das Sie 
den oder Dämpfen werden sie sowohl gereinigt, 
als zum Kräuseln geneigt gemacht und heißen 
daher Krullhaare. Sie sind entweder noch in 
Zöpfen oder wieder aufgedreht und auseinander 
gezupft und bilden das beste Polstermaterial für 
Möbel, Sättel, Kissen und Matratzen, dem aller 
dings bei seiner Kostspieligkeit häufig billigere 
Ersatzmittel untergeschoben werden. Gute R. 
sind sehr hart und elastisch, schon gebrauchte 
erhalten ihre Elastizität wieder, wenn man sie 
auskocht und zum Trocknen auf Stöcke wickelt. 
Die Krullhaare dienen ferner zum Drehen von 
Haarschnuren zu Seilen, zu Haardecken, Preß- 
tüchern, Haarsohlen u. dgl. Die kürzesten Haare, 
welche die allgemeine Hautdecke des Pferdes 
bilden und in Gerbereien abfallen, haben nur 
geringen Wert und werden mit Kuh- und Kälber 
haaren gemengt für geringe Polsterungen sowie 
als Zusatz zu Filz, Mauerputz und zur Her 
stellung von Blutlaugensalz verwandt. 
Roßkastanien, die Früchte der Roßkastanie, 
Aesculus Hippocastanum, enthalten in einer 
stachligen grünen Kapsel je 1—3 braunglän 
zende Samen mit weißem Nabel. Die grüne flei 
schige Schäle ist durch eine besondere Gerbsäure 
charakterisiert. Die stark bitter schmeckenden 
Samen enthalten neben rund 150/0 Wasser, 70/0 
Stickstoffsubstanz, s % Fett, 3 0/0 Rohfaser und 
2 % Asche 68 °/o stickstofffreie Extraktstoffe, 
davon 28 °/o Stärke. Während die Roßkastanien 
im Frieden meist zur Schweinemast benutzt wur 
den, hat man im Kriege versucht, sie auch zur 
menschlichen Ernährung heranzuziehen. Zu dem 
Zwecke ist vorgeschlagen worden, die den bitte 
ren Geschmack bedingenden Saponine und Gerb 
stoffe durch Behandlung mit alkalischem Wasser 
oder mit Alkohol zu entfernen. Die praktische 
Durchführung dürfte aber an der Kostspielig 
keit der Verfahren scheitern. 
Roßkastanienholz von Aesculus Hippo 
castanum ist gelblichweiß bis rötlichgelb und 
grobfaserig, besitzt aber feinen Spiegel. Da es 
ziemlich weich ist und leicht fault, ist es zu 
Bauholz nicht geeignet. 
Roßschwefei (lat. Sulfur caballinum, s. gri- 
seum, frz. Soufre caballin, engl. Florse sulphur), 
der beim Reinigen des Rohschwefels durch Subli 
mation in den Apparaten verbleibende graue 
Rückstand, der noch Schwefel enthält, wird 
in der Tierheilkunde benutzt. 
Rotbuchenholz. Die Rotbuche, Fagus sil- 
vatica, liefert ein außerordentlich hartes Holz 
von rötlicher Farbe und großem, glänzendem, 
dunkelbraun gefärbtem Spiegel. Es hat nächst 
dem Eichenholze die breitesten Markstrahlen, 
läßt sich gut spalten und glatt bearbeiten und 
bekommt keine Risse, ist aber sehr dein Werfen
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.