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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
T
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Trüffeln 
460 
Türkis 
kennzeichnenden Geruch und Geschmack. Es 
enthält 8,580/0 Wasser, 89,350/0 Stickstoffsub 
stanz, 0,980/0 Asche und Spuren Fett und stick 
stofffreie Extraktstoffe und ist daher als fast 
reines, aber unlösliches Eiweiß zu bezeichnen. 
Der mikroskopischen Untersuchung zufolge be 
steht es zu etwa Vg aus Muskelfasern, während 
2 /s pflanzlichen Ursprungs sind. T. wird für sich 
allein und im Gemisch mit Kakao oder Suppen 
mehlen als Kräftigungsmittel benutzt. Seiner 
Verwendung zur Hebung des Eiweißverbrauchs 
der minderbemittelten Bevölkerungskreise steht 
der verhältnismäßig hohe Preis entgegen. 
Trüffeln (frz. Truffes, engl, Truffles) bilden 
eine artenreiche Gattung unterirdisch wach 
sender Pilze (Tuber), von denen mehrere als 
Speisepilze geschätzt werden. Die eßbaren T. 
kommen in Laubwäldern vor und finden sich 
alljährlich, oft zu Kreisen angeordnet, an be 
stimmten Stellen, sog. Trüffelplätzen (Truf- 
t ihr es), besonders im mittleren und südlichen 
Frankreich (Perigord und Poitou, Departement 
Dordogne, Vaucluse, Lot, Drome). Sie lieben 
mageren, kalkhaltigen Boden sowie mittleres, 
nicht zu heißes Klima und sind an das Vor 
kommen gewisser Bäume, wie Eichen und 
Buchen, gebunden. Die Trüffeln gehören mit 
zur Jagdberechtigung und werden mit Hilfe be 
sonders abgerichteter Jagdhunde oder, in Frank 
reich, mit Schweinen aufgesucht. Man unter 
scheidet die T. nach der Farbe in schwarze und 
weiße T. Die wichtigste Sorte, die schwarze 
oder Winter-T., ist von schwarzbrauner Farbe 
und erscheint auf dem Durchschnitt wie mar 
moriert und mit rötlichen bis violetten oder rot 
braunen Adern durchzogen. Die weichen, war 
zigen Knollen erreichen Walnuß- bis Apfel 
größe. Am geschätztesten sind Stücke mit 
einem Gewichte bis zu 30 g. Als Unterabteilun 
gen unterscheidet man I. die Muskat-Winter- 
T. aus Perigord und der Provence mit länglich 
runden, warzigen Knollen, grausphwarzem, 
weißlich geadertem Fleische, rostbraunen Keim- 
körpem und moschusartigem Geruch und Ge 
schmack, 2. die rostbraune T. aus der Cham 
pagne, Poitou, Bourgogne und Oberitalien mit 
kleineren, nußgroßen Knollen und rostrotem, 
wenig geadertem Fleisch. Die Marder-T. be 
sitzt ein schwarzes, wenig warziges und stark 
geadertes Fleisch mit braunen Keimkörpern und 
auffallendem Geruch nach Bierhefe. Die weiße 
Wintertrüffel hat ungeadertes weißes Fleisch 
mit roten Keimkörpern, die weiße Sommer 
trüffel marmoriertes weißes, später ocker 
farbiges und gräuliches Fleisch, die italieni 
sche oder Sommertrüffel endlich glatte, un 
regelmäßige Knollen von graugelber bis ocke- 
riger Farbe und knoblauchartigem oder käsigem 
Geruch. Im allgemeinen erntet man die Win 
tertrüffeln im November bis Februar, die Som 
mertrüffeln von Juli und September an. DieT. 
werden getrocknet in Fässer oder in Papier ver 
packt oder in Wein gekocht und dann in Öl 
eingemacht in den Handel gebracht. Frische 
T. halten sich in Sand oder Erde in guten Kellern 
länger als 14 Tage. Hinsichtlich ihres Nähr 
wertes gilt das unter „Pilze“ Gesagte. Als Ver 
fälschungen hat man Beimischungen von Bovist 
scheiben beobachtet, die aber an ihrem weißen 
Rand und ihrem blauschwarzen, nicht marmo 
rierten Fleische kenntlich sind. Weiter werden 
beschädigte T. mit brauner Erde eingerieben 
oder durch Eindrücken von Steinen beschwert. 
Trunksuchtmittel sind Schwindelerzeugnisse 
meist ausländischen Ursprungs, die Enzian, 
Brechweinstein u. dgl. enthalten. 
Tschuchiakabi, eine aus Japan stammende 
Droge, besteht aus der Kapselfrucht einer 
Orchidee und wird als wirksameres Ersatz 
mittel für Kubeben und Kopaivabalsam emp 
fohlen. 
Tuben nennt man aus Zinn oder dessen Le 
gierungen hergestellte, röhrenförmige Behälter, 
meist mit Schraubenverschluß, die zur Aufnahme 
von Farben, Pasten, Salben usw. dienen. Da 
durch, daß man den Inhalt durch den Deckel 
wieder fest von der Luft abschließen kann, 
eignen sie sich namentlich für solche Zuberei-'« 
tungen, die leicht verdunsten, verharzen oder 
sonstwie verderben. Sehr gut bewährt haben 
sich auch die neuerdings aus Pergamentpapier 
hergestellten sog. Kampratuben. 
Tuberosenöl (lat. Oleum tuberosae, frz. Essence 
de tubereuse, engl. Tuberose oil). Unter diesem 
Namen kommt ein durch Extraktion der Tube 
rosenblüten mit Petroläther oder noch besser 
ein nach dem Enfleurageverfahren gewonnener 
Riechstoff in den Handel. Die aus Ostindien 
stammende Tuberose (Polianthes tuberosa), 
eine Pflanze aus derFamilie der Amaryllidazeen,, 
enthält in den lilienähnlichen Blüten ein sehr 
feines Aroma, das in der Parfümerie zur Her 
stellung verschiedener Extraits mitverwendet 
wird. 
Tuberkulin (lat, Tuberculinum). Das von 
Koch als Mittel gegen Tuberkulose in die Me 
dizin eingeführte T. besteht aus dem Glyzerin- 
auszuge der Reinkulturen abgetöteter Tuberkel 
bazillen und kommt als eine klare, braune 
Flüssigkeit von aromatischem Geruch und al 
kalischer Reaktion in amtlich versiegelten Fläsch 
chen zum Verkauf. Da es das Befinden der 
Kranken vielfach zu verschlechtern scheint, wird 
es bei Menschen kaum noch angewandt, findet 
aber ausgedehnte Verwendung zur Prüfung von 
Kühen auf Tuberkulose. T. darf von den Apo 
theken zu Heilzwecken nur auf ärztliche Ver 
ordnung abgegeben werden. 
Tuchrot, ein im Jahre 1879 in den Handel ge 
brachter Azofarbstoff zum Färben von Wolle, 
findet sich in zwei Arten, G und B. Ersteres,. 
ein rotbraunes, in Wasser ziemlich schwer 
lösliches Pulver, besteht aus dem Natronsalze 
der Amidoazobenzol - a - naphtolsulfosäure, die 
Sorte B, ein dunkelbraunes, in Wasser mit fuch 
sinroter Farbe lösliches Pulver, aus dem Natron 
salze der Amidoazotoluolazonaphtholsulfosäure- 
‘ Türkis, ein amorpher und undurchsichtiger 
Schinuckstein dritten Ranges, ist trotz seiner ge 
ringen Härte (6) und des nur schwachen, wachs 
artigen Glanzes, wegen seiner schönen himmel 
blauen, mitunter grünblauen Färbung recht be 
liebt und wird der angenehmen Gegenwirkung 
halber gern neben Diamanten und Perlen ver 
wendet. Das in derben, nierenförmigen Stücken 
auftretende Mineral besteht aus wasserhaltiger 
phosphorsaurer Tonerde mit einem geringen 
Gehalt an phosphorsaurem Kupfer und Eisen,
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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