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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
W
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Wundkraut 
Wurst 
485 
unpaarige Stengelblätter und hellgelbe Blüten in 
Köpfen. W. blüht im Mai bis August und gibt 
ein gutes Weidefuttar. Der Same ist länglich- 
oval, glänzendgelbrot bis braunrot mit grün 
licher Feder und vertieftem, schwarzbraun um 
rändertem Nabel. Man braucht für den Hektar 
iS—18 kg. 
Wundkraut (Goldrute, lat. Herba virgaureae 
s. solidaginis, frz. Plante fleurie de solidago ou 
Bagnette d’Or, engl. Golden rod), das in Europa 
heimische Kraut der Komposite Solidago 
Virgaureae, wird während der Blütezeit mit 
den goldgelben Blüten gesammelt und gegen 
Rheumatismus als schweißtreibendes Mittel, so 
wie auch bei Blasen- und Nierenleiden verordnet. 
Der Geschmack ist scharf und bitter. 
Wurinsamen (Zitwersamen, richtiger Zit 
werblüten, lat. Semen, richtiger Flores cinae, 
frz. Semences de cina, engl. Worm-seed). Das 
bekannte Wurmmittel besteht nicht aus Samen, 
sondern den geschlossenen Blütenköpfchen einer 
Art Artemisia maritima, der nicht näher be 
kannten Artemisia Cina Berg. Es wird unter 
dem Namen levantischer oder persischer W. 
aus dem südlichen Rußland zu ums eingeführt 
und von wandernden Kirgisen auf den Steppen 
gesammelt, zum Teil aber auch durch Anbau 
gewonnen. Die Blüten haben einen starken, un 
angenehm aromatischen Geruch sowie bitterlich 
aromatischen Geschmack und bestehen aus sehr 
kleinen, an beiden Enden verschmälerten, schwach 
glänzenden Blütenkörbchen von gelblichgrüner, 
später mehr bräunlich werdender Farbe. Die 
ziegeldachartig angeordneten Blättchen des Hüll 
kelches sind am Rücken gekielt und tragen dort 
mit der Lupe erkennbare Harzdrüsen. Als wirk 
samer Stoff ist neben ätherischem Öl ein grünes 
Weichharz und eine eigentümliche kristallisier 
bare Substanz, das Santonin (s. d.), vorhanden, 
das jetzt in einer Fabrik in Taschkend, also an 
Ort und Stelle selbst, dargestellt wird. Zur 
Unterscheidung der echten Droge von santonin- 
freiem sog. „falschen Wurmsamen“ betupft man 
die auf den Flügeln der Hüllkelchblätter befind 
lichen Kristalle mit Chlorzinkjodlösung. Hierbei 
geben nur Santoninkristalle eine auffallende Re 
aktion, indem sie erst gelb, dann rissig werden 
und schließlich in gelbbraune Tröpfchen über 
gehen. Die Versendung des W. erfolgt meist in 
Ballen von 40—80 kg oder in Filzsäcken bis 
150 kg. W. ist ein ausgezeichnetes Mittel gegen 
Spul- und Madenwürmer und wird in Pulver 
form oder als Sirup angewandt. Der Verbrauch 
hat etwas nachgelassen, da man jetzt mehr das 
Santonin selbst als Wurmmittel verschreibt. — 
Das Wurmkonfekt der Konditoren besteht aus 
überzuckerten Blütenköpfcben (lat. Confectio ci 
nae s. Flores cinae conditi, frz. Semences de cina 
candö, engl. Condied wormseed). 
Wurmsamenöl (Zitwersamenöl, lat. Oleum 
cinae aethereura, frz. Essence de semen-contra, 
engl. Oil of wormseed), das im Wurmsamen ent 
haltene ätherische Öl, kann bei der Gewinnung 
des Santonins erhalten werden, indem man es 
zunächst aus den Wurmsamen mit Wasserdampf 
abdestilliert. Das ziemlich dünnflüssige und blaß 
gelbe Öl wird an der Luft bald dunkler und 
dicker, besitzt einen starken, kampferähnlichen 
Geruch und einen brennenden Geschmack und 
besteht vorwiegend aus Zineol. Es ist schwach 
linksdrehend und hat ein spez. Gew. von 0,915 
bis 0,940. W. ist für kleinere Tiere ein tödliches. 
Gift und wird medizinisch nicht mehr verwandt. 
Sehr in Aufnahme gekommen ist in neuerer 
Zeit, besonders zur Bekämpfung der Spul 
würmer, das amerikanische Wurmsamen 
öl, das aus dem ganzen Kraut der Chenopo- 
diazee Chenopodium ambrosioides var. 
anthelminticum gewonnen wird. Es ist ein 
farbloses oder gelbliches Öl von stark durch 
dringendem, widerlichem Geruch und unange 
nehmem, brennendem Geschmack. Das spez. Gew. 
liegt zwischen 0,965 und 0,990. Der wesentliche 
und wirksame Bestandteil ist das Askaridol. 
Wurmtang (Wurmmoos, lat. Helminthochor- 
ton, frz. Mousse contre les vers, engl. Worm 
mooss). Unter diesem Namen kommt von Kor 
sika und anderen Inseln eine haarförmige Alge 
aus dem Mittelländischen Meere in den Handel, 
die in frischem Zustande purpurrot erscheint, 
beim Trocknen aber braune Farbe und knorpel- 
artige Beschaffenheit annimmt. Der Geruch ist 
dumpfig, der Geschmack salzig. Man verwendet 
die Droge als Wurmmittel, doch ist sie durch das 
Santonin in der Hauptsache verdrängt. 
Wurst. Würste sind Fleischwaren, zu deren 
Bereitung gehacktes Muskelfleisch und Fett, fer 
ner Blut und Eingeweide, d. s. Leber, Lunge, 
Herz, Nieren, Milz, Rindermagen und Gekröse, 
sowie Gehirn, Zunge, Knorpel (Schweinsohr) und 
Sehnen der verschiedensten Schlachttiere unter 
Zuhilfenahme von Sälz, Gewürzen, Zucker, Wasser, 
Bier und Wein, unter Umständen auch Milch 
und Eiern, verarbeitet werden. Als weitere Zu 
taten sind bei einzelnen Wurstsorten Zwiebel, 
Knoblauch, Schnittlauch, Zitronenschalen, Trüf 
feln, Sardellen usw. gebräuchlich. Die Wurstmasse 
wird in Hüllen aus gereinigtem Darm, Magen 
oder Blase (Rind, Schwein, Schaf und Bock) oder 
in Hüllen von Pergamentpapier eingefülit. Nach 
den Hauptbestandteilen unterscheidet man fol 
gende Sorten: 1. Fleischwürste aus Schweine-, 
Kalb-, Schaf- oder Rindfleisch, die nach der Art 
der Herstellung wieder in Dauerwürste und An 
rührwürste zerfallen. Dauerwürste sind durch 
längere oder kürzere Räucherung haltbar ge 
macht und infolge des damit verbundenen Aus 
trocknens mehr oder weniger hart. Am weichsten 
sind die sog. weichen Mettwürste (Braun 
schweiger Schlackwürste), danach folgen die Zer 
velatwürste, Plockwürste, Gothaer Würste und 
schließlich die harten Würste nach Art der 
italienischen Salami, die meist einen Zusatz 
von Knoblauch erhalten und mit Bindfaden fest 
umwickelt sind. Zu der anderen Gruppe der 
Fleischwürste, den sog. Anrührwürsten, ge 
hören die Koch-, Brat- und Brühwürste, Bock- 
und Weißwürste nach Münchner Art, dünn- und 
dickgeselchte Frankfurter-,, Wiener-, Knoblauch 
wurst, Knackwurst usw. Sie werden zur Er 
höhung der Saftigkeit mit etwas Wasser an 
gerührt und meist frisch, seltener nach kurzer 
Räucherung und nach zehn Minuten langem 
Ziehen in siedendem Wasser genossen. 2. Blut 
würste enthalten meist Schweineblut, doch auch 
Rinder-, Kalbs- und Schafblut, daneben Schweine 
fleisch und Speck, manchmal auch Leber und 
Grütze (Grützwurst). Sie umfassen die Rotwurst,
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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