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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Z
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Zimtblüten 
494 
Zimtöl 
gefähr 14000 Kisten, der Hamburger Marktpreis 
88 M. für 100 kg. Für Zeylon-Z. verlor der Lon 
doner Markt mit seinen Auktionen immer mehr 
an Bedeutung, und der Verkehr verschob sich 
ständig zugunsten Hamburgs, das annähernd 
7700 Ballen einführte, gegen 3050 Ballen nach 
London. Deutschland ist in Zeylon der größte 
Abnehmer; ein Drittel der auf etwa 2,5 Millionen 
englische Pfund geschätzten Gesamtausfuhr geht 
nach deutschen Häfen. Wie sich das Verhältnis 
in Zukunft gestalten wird, ist zurzeit noch nicht 
abzusehen. — Verfälschungen des unzerkleinerten 
Z. sind selten, häufig hingegen solche des käuf 
lichen Zimtpulvers. Dieses wird im großen am 
häufigsten mit Rinden fremder Laurazeen, mit 
destillierter Rinde, Malta oder Chips, im Klein 
handel mit Mehl, Ölkuchen, Mandelkleie, Sand, 
Bolus oder Ocker verfälscht. Der Zusatz von 
minderwertigen Zimtrinden ist schwer nachweis 
bar, am besten noch durch den Geruch und Ge 
schmack. Fremde Rinden lassen sich mit Hilfe 
des Mikroskopes gewöhnlich unschwer erkennen, 
da die Zimtrinde besonders kennzeichnende Ge 
webeteile besitzt. Chips, Zimtrindenabfall, der 
Holzbestandteile enthält, verrät sich durch große 
getüpfelte Gefäße mit rundlichen bzw. ovalen 
Tüpfeln oder mit Hoftüpfeln, Auch Sandelholz 
und Zigarrenkistenholz lassen sich leicht mittels 
des Mikroskopes an den getüpfelten Gefäßen 
erkennen. Zimtmatta, aus gemahlener Hirsekleie 
und einem mineralischen Farbstoff, ist an den 
ge zacktrandigen Oberhautzellen aufzufinden. 
Ebenso ist der Nachweis von Mandelkleie, Mehl 
und ölkuchemnehl mittels des Mikroskopes leicht 
zu führen, weil Zimt besonders geformte Stärke- 
kömer besitzt, die nur schwer mit anderen ver 
wechselt werden können. Ist zur Herstellung von, 
Zimtpulver destillierte (extrahierte) Rinde ver 
wandt worden, so sind die Stärkekömehen teil 
weise verkleistert. Außerdem gibt die Ölbestim 
mung weiteren Aufschluß: Für den Laien bietet 
auch die Färbung des Wassers beim Kochen mit 
Z. (destillierter Z. färbt dieses nicht) und das Ge 
fühl der Trockenheit (destillierter Z. fühlt sich 
feucht an) einen gewissen Anhalt, ob destillierter 
Z. vorliegt. Mineralische Stoffe erkennt man bei 
der Aschenbestimmung. Nach den „Vereinbarun 
gen“ der deutschen Nahrungsmittelchemiker muß 
guter, marktfähiger Z. mindestens I °/o ätherisches 
Öl besitzen. Der höchstzulässige Aschengehalt 
lufttrockener Ware beträgt s °/o und für den in 
io%iger Salzsäure unlöslichen Teil der Asche 
2%. Zusätze von wilden Zimtrinden sowie von 
sehr schleimreichen und kaum nach Z. schmek- 
kenden Pflanzungsrinden sind unstatthaft. Aus 
Zimtbruch hergestelltes Pulver muß als solches 
gekennzeichnet sein und darf nicht mehr als 
7 0/0 Asche und höchstens 3,5 °/o Sand enthalten. 
— Die Verwendung des Z. ist außerordentlich 
mannigfaltig. In großen Mengen wird er zu 
Schokoladen und Likören, ferner in der Küche, 
in Konditoreien, zu Parfümerien und zur Destil 
lation von Zimtöl benutzt. Pharmazeutisch findet 
er als die Eßlust und Verdauung anregendes 
Mittel in Form der offizineilen Zimttinktur, als 
geschmackverbessernder Zusatz zu Eisenpräpa 
raten und zum Bestreuen von Pillen Anwendung. 
ZimtblUten (Zimtnägelein, lat. Flores cas 
siae, Clavelli cinnamorni, frz. Clous de cassia. 
engl. Cassia buds), die nach dem Verblühen ge 
sammelten und getrockneten Blüten einer Cin- 
namomumart (Cinnamomum cassia Bl.), 
haben eine keulenförmige Gestalt, sind %—iVscm 
lang, zum Teil gestielt, schwarzbraun, runzelig 
und hart. Jedes Stück besteht aus dem becher 
förmigen Unterteil des Kelches, der nach unten 
zu stie'lartig verschmälert ist und mit seinem 
oberen sechsteiligen Saum den Fruchtknoten 
einhüllt. Die Z. enthalten 1,5—2°/o eines nach Zimt 
riechenden und schmeckenden ätherischen Öls, 
finden aber nur noch untergeordnete Verwen 
dung als Küchengewürz, während sie in der 
Heilkunde kaum noch benutzt werden. Die Zu 
fuhr, die sich im Jahre 1906 auf 1500 Kisten zu 
30 kg in Hamburg beschränkte, erfolgt von 
China über London und Hamburg. 
Zimtöl. Man unterscheidet drei Sorten, das 
chinesische Z., das Zeylon-Z. und das Zimtblätter 
öl. i. Das chinesische Z. (Kassiaöl, Zimt 
blütenöl, gewöhnliches Z., lat. Oleum cinna- 
momi, Oleum cassiae, frz. Essence de cassia, 
engl. Cassia oil) wird im südlichen China aus 
den Blättern, Zweigen und Rindenabfällen des 
chinesischen Zimtstrauches, Cinnamo 
mum cassia BL, durch Destillation mit Wasser 
dämpfen gewonnen und kommt in bleiernen 
Kanistern von 7,5 kg Inhalt von Hongkong und 
Kanton aus in den Handel. Es bildet eine gelbe 
oder bräunliche Flüssigkeit von angenehmem 
Zimtgeruch und anfangs süßem, hinterher bren 
nendem Geschmack. Das spez. Gew. schwankt 
zwischen 1,055—1,070. Der Hauptbestandteil des 
in Alkohol und Äther leicht löslichen Z. ist der 
Zimtaldehyd (75 % und mehr); außerdem finden 
sich noch Essigsäurezimtester und etwas freie 
Zimtsäure. Verfälschungen kommen häufig vor, 
namentlich mit fetten Ölen, Zedernöl, Kolopho 
nium und Mineralölen. Zedernöl, Mineralöle und 
fette öle erkennt man an der Erniedrigung des 
spezi Gew. und der Unlöslichkeit in 8o°/oigei» 
Alkohol, worin sich Kassiaöl im Verhältnis 1 :i—2 
löst. Mit Kolophonium versetztes Öl ist dunkel 
gefärbt und dickflüssig und hinterläßt bei der 
Destillation mehr als 10 % eines hart und spröde 
werdenden Rückstandes. Nelkenölhaltiges Z. er 
kennt man an der grünen oder blauen Färbung, 
welche die Lösung von vier Tropfen Öl h 1 
10 ccm Weingeist durch einen Tropfen Eisen 
chlorid annimmt, während sich reines Öl nur 
braun färbt. Chinesisches Z. wird zum Parfü 
mieren von Seifen, sowie zur Geschmacksverbesse- 
rung und als Zusatz bei der Bereitung aroma 
tischer Liköre benutzt. — 2. Zeylonzimtöl 
(echtes Z., lat.Oleum cinnamorni ceylanici, Oleum 
cinnamorni acuti, frz. Essence de cannelle de 
Ceylan, engl. Cinnamom oil), das Zimtöl d eS 
D.A, B., ernält man durch Destillation der beim 
Schälen und Verpacken dps Zeylonzimts abfallen 
den Späne (Chips) in Menge von 0,5—1 °/o. Di® 
hellgelbe bis goldgelbe Flüssigkeit von aromati 
schem Geruch und gewürzhaftem, brennende 111 
Geschmack, der viel feiner ist als der des chine 
sischen Z., löst sich in drei Teilen 70°/oigem 
Alkohol und enthält 65—76% Zimtaldehyd. D aS 
spez. Gew. beträgt 1,023—1,040. Das Hauptver 
fälschungsmittel des Öls ist das viel billiger 6 
Zimtblätteröl, auf dessen Anwesenheit zu schlie 
ßen ist, wenn I ccm Z., in 5 ccm Spiritus gelöst.
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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