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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Theriak 
Thomasschlacke 
i 03 
Xanthin, C 7 H 8 N 4 0 2 , anzusp, 
au s dem Xanthin des Fleisch^- 
dargestellt werden, wird aber n j 
ri gen Auszuge der Kakaobohr y 
ttiit Bleiessig, Zerlegung des a J 
Schlages mit Schwefelwasser! | | 
Reinigung mit Magnesia und iS f > 
T. bildet ein weißes Kristal * | 
Unzersetzt, schmilzt bei 329 
Alkohol und Wasser schwer, 
löslich. Gegen Säuren verhall ? 
«ine schwache Base, gibt and 
Otit Natron, Baryt und and' 
Die leichtlösliche Doppelverb| 
örominnatriums mit Natriumsf 
dem Namen Diuretin medizi| 
Segen Wassersucht und als ha: 
Theriak (lat. Electuarium 
c ale, frz. Thdriaque, engl. 
Verschiedenen Wurzel- und G 
Zusatz von Honig und Wer 
"'erge, die im Mittelalter na: 
xubereitet und daher auch ve 
n annt wurde, findet als Zusa: 
Rlagenschnäpsen, z. B. alte 
Sendung. — Der medizinisch! 
v on Opium hergestellt und d J 
v erkauf nicht freigegeben. 
Thermit nennt Gold schm 
die Technik eingeführte Mj 
’hiniumpulver mit Eisenoxyc 
anderen Metalloxyden, die mi 
aus vier Teilen Bariumsuperot 
Aluminium entzündet wird uni t |g j? 
ren von gegen 3000° erzeugt.' 
jung sonst schwierig reduzie: 
Chrom und Mangan, sowie vj 
jund, und findet zum Sc u 
(Eisenbahnschienen) nach 
Aluminothermie ausgede. 
Thiazinfarbstoffe bilden 
Teerfarben (s. d.) nach der Ei: 
*au und Eucherer. Ihrer - 
•hensetzung nach sind sie 
^andt, von denen sie durch 
jslatoms an Stelle von Sauer 
den können, und demnach 
des Phenthiazins (Thiodij 
(NPIS)C 6 H 4 anzusehen. Zur 
Seht man von den Paradiair 
jüjis, die bei der Oxydation 
Gegenwart von Thiosulfat e: 
Mrft sie der oxydativen 
Atninen und Phenolen, au| 
Chinonen, Hydrochinonen,! 
Per einfachste Vertreter de| 
‘'iolett (s. d.), der für die 
hacht kommende das Me 
Thiazolfarbstoffe (12. Gru 
d.) sind durch die ring.' 
Atomgruppe CCSCN, den - 
kennzeichnet und leiten sic. 
drothiotoluidin, CH 3 >C e H 3 (.' 
^eim Erhitzen von p-Tolui 
Sf eht. Durch Ersatz von 
Bornen der Amidogruppe _ __ 
puppen und durch Verbindung des Schwefel 
Björns mit CI und CH S entsteht das Tetra- 
Aiethylchlorid, das unter dem Namen Thio- 
Morcks Warenlexikon. 
rben, 
Ssene 
[. ge- 
)ehy- 
s, das 
1 ent- 
►stoff- 
lurcn zwei methyl- 
flavinT als grünlichgelber Farbstoff für Baum 
wolle und Seide Anwendung findet. Thio- 
flavin S ist das Dimethylderivat der Dehydro- 
thiotoluidinsulfosäure, durch dessen Oxydation 
wieder ein neuer Farbstoff, Chloramingelb, 
entsteht. Als weitere Abkömmlinge der ge 
nannten Sulfosäure sind noch Ciaytongelb 
(T hiazolgelb S) und Erika B anzusehen. Der 
wichtigste Farbstoff der Reihe, die Primulin- 
bas'e bzw. deren Sulfonsäure, das Primulin, 
wird wie das Thioflavin durch Erhitzen von 
p-Toluidin mit Schwefel, aber bei höherer Tem 
peratur und größerem Schwefelüberschuß, her- 
! gestellt. Das gelbe Pulver gibt mit heißem 
Wasser eine blau fluoreszierende Lösung, in der 
Natronlauge und Salzsäure Niederschläge her- 
vorrufen. Primulin läßt sich auf ungeheizter 
Baumwolle mit gelber Farbe befestigen. 
Thioform, das basische Wismutsalz der Di- 
thiosalizylsäure, ein geruchloses, gelbes, inWasser 
unlösliches Pulver, wird an Stelle des Jodoforms 
in der Wundbehandlung benutzt. 
Thiol, ein vor mehreren Jahren in den Han 
del gekommenes Medikament, welches mit dem 
Ichthyol in Wettbewerb zu treten bestimmt ist, 
wird aus denjenigen Destillationsprodukten des 
Braunkohlenteeröls gewonnen, die unter dem 
Namen Gasöl bekannt sind. Das Gasöl wird bei 
ungefähr 215 0 mit Schwefel behandelt, der sich 
unter Schwefelwasserstoffentwicklung löst, und 
die Lösung durch Eingießen in konz. Schwefel 
säure in Sulfosäuren verwandelt, die sich beim 
Zusammenbringen mit Wasser als harzige Schicht 
niederschlagen, während die unzersetzten Öle 
obenauf schwimmen und entfernt werden. In 
reinem, schwefelsäurefreiem Wasser lösen sich 
diese Sulfosäuren, werden aber durch Zusatz 
von Kochsalz wieder ausgefällt. Durch Neu 
tralisation mit Ammoniak oder Natron erhält 
man die entsprechenden Salze, die als T. in den 
Handel kommen. 
Thiorubin, ein im Jahre 1885 aufgekommener 
Teerfarbstoff, das Natronsalz der Thiopara- 
toluidinazoalphanaphtholdisulfosäure, bildet ein 
rotbraunes Pulver, das sich in Wasser mit fuch 
sinroter Färbe löst und Wolle im sauren Bade 
rot färbt. 
Thomasschlacke, die nach dem Verfahren von 
Thomas-Gilchrist zur Herstellung von Eisen 
und Stahl aus den Bessemerkonvertern entnom 
mene Schlacke, bildet in Form eines feinen Pul 
vers das wichtigste Phosphorsäuredüngemittel 
Deutschlands. Sie wurde während des letzten 
Friedensjahres (1913) in Menge von 2 1 / i Mil 
lionen Tonnen bei uns hergestellt und bis auf 
einen Ausfuhrüberschuß von 1 / i Million Tonnen 
verbraucht. Zu der Gewinnung mußten aller 
dings neben 23 Millionen Tonnen einheimischer 
to Millionen Tonnen ausländischer Erze (Spa 
nien, Schweden) herangezogen werden, und 
noch ungünstiger werden sich die Verhältnisse 
durch die Abtretung des lothringischen Erz 
beckens gestalten. Das Thomasmehl enthält 11 
bis 23 0/0, im Mittel 17 o/ 0 Phosphorsäure an 
Kalk gebunden in Form des Tetrakalziumphos- 
phats (Ca 4 P 2 0 8 ) neben geringen Mengen Mag 
nesia, Eisen, Tonerde, Mangan, Schwefel, Kiesel 
säure. Sein Düngewert wird nach dem Gehalte 
a n „zitratlöslicher“, d. h. in einer bestimm- 
29
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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