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Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

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Bibliographic data

fullscreen: Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe

Monograph

Identifikator:
895603128
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10120
Document type:
Monograph
Author:
Merck, Klemens http://d-nb.info/gnd/1064962637
Title:
Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
Edition:
Sechste, völlig neu bearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 555 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Merck's Warenlexikon für Handel, Industrie und Gewerbe
  • Title page
  • A
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z
  • Index

Full text

Bleihyperoxyd 
58 
Bleizucker 
Bleihyperoxyd (Bleisuperoxyd,Bleisäure, 
Bleibioxyd, Bleiperoxyd, lat, Plumbum hy- 
peroxydatum, fr. Peroxide de plomb, engl. Per 
oxide of lead), eine Verbindung von Blei mit 
2 Atomen Sauerstoff. Man bereitet das B. durch 
Behandlung von Mennige mit verdünnter Sal 
petersäure, wobei salpetersaures Blei als Neben 
produkt erhalten wird, oder durch anhaltendes 
Erhitzen löslicher Bleisalze mit einer Chlorkalk 
lösung. Es findet sich auch in der Natur als 
Schwerbleierz oder Plattnerit. Das künstlich 
erzeugte ist ein dunkelbraunes, in Wasser un 
lösliches Pulver, das in unreiner, noch Bleinitrat 
enthaltender Form zuweilen in der Fabrikation 
von Zündwaren unter dem Namen oxydierte 
Mennige Anwendung findet. 
Bleinitrat (Salpetersaures Blei, lat. Plum 
bum nitricum, frz. Nitrate de plomb, engl. Ni 
trate of lead), Pb(N0 3 ) 2 , entsteht beim Auflösen 
von Blei oder Bleiglätte in Salpetersäure in 
Form wasserfreier, in Wasser löslicher Kristalle, 
welche beim Glühen Bleioxyd hinterlassen. Das 
Salz dient zur Darstellung .anderer Bleipräparate, 
sowie phosphorfreier Zündhölzer und als Beize 
in der Zeugdruckerei. 
Bleipflaster (lat. Emplastrum Lithargyri, E. 
diachylon simplex, E, Plumbi, frz. Emplätre 
simple, engl. Lead plaster) wird bergestellt durch 
Kochen gleicher Teile Olivenöl, Schweineschmalz 
und mit 1 f 6 Wasser angeriebener Bleiglätte im 
Wasserbade. Die abgekühlte Masse, ein Ge 
menge von ölsaurem, palmitinsaurem und Stearin 
saurem Blei, wird ausgestochen und unter Wasser 
zu Stangen gerollt. 
Bleirohre (Bleiröhren, frz. Tuyaux pousses, 
engl. Lead pipes) werden gewöhnlich nur von 
geringem Durchmesser, meistenteils durch Pres 
sen, seltener noch durch Ziehen oder Gießen 
dargestellt und zum Fortleiten von Gasen, Dämp 
fen und Flüssigkeiten benutzt, wozu sie sich 
ihrer bequemen Handhabung wegen gut eignen. 
Die Giftigkeit des Bleies gestattet aber nur einen 
beschränkten Gebrauch, und insbesondere müs 
sen sie für Wasserleitungen mit einer aufgewalz 
ten Zinnschicht versehen werden (Bleiraantel- 
rohre). Man hat B. in wenigstens so verschie 
denen Stärken, dickere bis 20, dünnere bis 30 m 
lang, auch wird beim Verkauf mit angegeben, 
wieviel Druck in Atmosphären oder in Wasser- 
säulenmetern jede Sorte aushält. 
Bleistifte (frz. Crayons noirs, Crayons 'de gra- 
phite, engl. Lead pencils) bilden einen bekann 
ten Artikel des Zeichen- und Schreibmaterialien 
handels. Hinsichtlich der Herstellung dieser Waren 
nimmt Deutschland schon seit längerer Zeit den 
ersten Rang ein, denn Frankreich, Rußland 
und Italien sind trotz hohen Eingangszolls noch 
weit hinter der deutschen Fabrikation zurück, 
und England erzeugt fast gar keine B. mehr, 
sondern versieht deutsches Fabrikat mit eng 
lischen Marken. Nur in Österreich und Nord 
amerika hat sich eine bedeutende Konkurrenz 
entwickelt, und insbesondere letzteres Land ist 
der deutschen Bleistiftausfuhr des hohen Ein- 
gangszolles halber fast ganz verschlossen. Neuer 
dings werden auch unter Verwendung von Anilin- 
farbstoffen sogenannte Tinten- oder Kopier 
bleistifte hergestellt. Es ist jedoch darauf 
zu achten, daß giftfreie Farben verwendet wer 
den. Dasselbe gilt auch für die Buntstifte. 
ßleisulfat (schwefelsaures Blei, lat. Plum 
bum sulfuricum, frz. Sulfate de plomb, engl.Sulfate 
of lead), PbSO^, entsteht durch Fällung von 
Bleisalzlösungen mit Schwefelsäure als ein schwe 
rer weißer Niederschlag. In getrocknetem Zu 
stande wird es bisweilen unter dem Namen 
Weißblei als Malerfarbe benutzt, leistet aber 
hinsichtlich der Deckkraft nicht mehr als Kreide 
oder Schwerspat. Sein Zusatz zu Bleiweiß ist 
daher als Verfälschung zu verurteilen. 
Bleiweiß (lat. Cerussa, frz. Blanc de Ceruse, 
engl. White lead), die geschätzteste weiße Maler 
farbe, ihrer chemischenZusammensetzung nach ein 
basisches Bleikarbonat, 2PbC0 3 .Pb(0H) 2 , wird 
nach verschiedenen Verfahren (holländisches, 
französisches, Klagenfurter, deutsches oder Kam 
merverfahren) in der Weise hergesteüt, daß man 
metallisches Blei oder Bleiglätte mit Essigsäure 
behandelt und das entstehende basische Bleiaze- 
tat der Einwirkung von Kohlensäure aussetzt. 
Von den einzelnen Sorten, welche sich neben 
dem Grade der Reinheit vor allem durch die 
Feinheit der Pulverisierung unterscheiden, wird 
das Kremserweiß am höchsten geschätzt. 
Weitere Handelsbezeichnungen sind: D eck w eiß;, 
Französisch-, Genueser-, Hamburger-, 
Holländer-, Kremmnitzer-, Perl-, Schie 
fer-, Schnee-, Silber-, Tiroler-, Venezia 
nerweiß. Wegen seines hohen Preises ist das 
B. Verfälschungen in hohem Grade ausgesetzt. 
Zusätze von Gips, Schwerspat, Kreide, Ton, ferner 
von schwefelsaurem Blei (Weißblei) sind an der 
Tagesordnung, und nur durch sorgfältige Unter 
suchung kann der Käufer sich vor Übervorteilung 
schützen. Der Nachweis der meisten Verfäl 
schungsmittel gelingt durch Behandlung mit Sal 
petersäure, in welchem B. sich auflöst, während 
Schwerspat und Bleisulfat Zurückbleiben. Die 
andern Zusätze verraten sich durch ihr geringeres 
spezifisches Gewicht. B. wird besonders als Öl 
farbe im Gemisch mit Leinöl, Mohnöl oder Firnis 
angewandt und übertrifft an Deckkraft alle an 
deren Farben. Leider wird es bei aller Beständig 
keit gegen Licht und Luft durch schwefelwasser 
stoffhaltige Gase geschwärzt und darf daher in 
der Nähe von Aborten, in Laboratorien usw. 
nicht benutzt werden, sondern ist hier durch 
Zinkweiß zu ersetzen. Der Hauptnachteil des 
B. ist jedoch seine hohe Giftigkeit, welche zu 
der Verordnung des Bundesrates (s. Bleifarbe^) 
Anlaß gegeben hat. 
Bleizucker, Pb(C 2 H 3 0 2 ) 2 , (Bleiazetat, essig 
saures Blei, essigsaures Bleioxyd, lat.Plum 
bum aceticum, Saccharum saturni, frz. Acetate 
de plomb, Sei de saturne, engl. Acetate of lead, 
Sugar of lead), ein sehr giftiges, durch Auflösen 
von Bleioxyd in Essigsäure entstehendes Salz, 
bildet farblose, durchscheinende und glänzende 
Kristalle, welche bei Luftzutritt verwittern und 
sich mit einer Schicht von weißem, pulverförmi 
gen Bleikarbonat bedecken. Der B. schmeckt 
anfangs süßlich, hinterher' unangenehm metal 
lisch. In destilliertem Wasser löst er sich, so 
bald er noch nicht verwittert ist, klar auf, die 
trübe Lösung des verwitterten wird durch Zu 
satz von etwas Essigsäure klar. Außer seiner 
medizinischen Verwendung wird der B. haupt-
	        

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Merck’s Warenlexikon Für Handel, Industrie Und Gewerbe. G.A. Gloeckner, Verlag für Handelswissenschaft, 1919.
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