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Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

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Bibliographic data

fullscreen: Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade

Monograph

Identifikator:
897040368
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-15215
Document type:
Monograph
Title:
Festschrift zur Feier des 250jährigen Bestehens der Freien Baugewerks-Innung Bauhütte zu Stade
Place of publication:
Stade
Publisher:
Selbstverlag der Freien Baugewerks-Innung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (110 Seiten, 24Blatt)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Bankpolitik
  • Title page
  • Contents
  • [I.]
  • II. Der Geldmarkt
  • III. Der Kapitalmarkt
  • [IV.]
  • Index

Full text

208 
III. Der Kapitalmarkt. 
Instituten in wachsendem Matz aus fremde, nicht auf eigene Mittel 
stützten, und datz den Aktienunternehmungen im Bankwesen Geschäfts 
prinzipien zuwiderliefen, die darauf ausgingen, eine Generation lang sich 
zu kasteien, um der nächsten oder zweitnächsten die Früchte der Arbeit 
zuzuwenden. Die Abweichung von jenen Geschäftsgrundsätzen vollzog 
sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, als Pereire den OrSäit 
Mobilier gründete und es unternahm, die Aktien der von diesem Institut 
gegründeten Unternehmungen im Publikum unterzubringen. Dadurch 
war den Lanken an Stelle der langsichtigen Spekulation eine mehr kom 
missionsweise Stellung mit nur vorübergehendem Gigenengagement 
zugewiesen worden. Oie Betätigung der Banken bei Beschaffung des 
Eigenkapitals vollzieht sich seither fast ausschlietzlich auf dem Gebiete 
des organisierten Kapitalmarkts, des Effektenmarkts. 
45. Der nicht organisierte Kapitalmarkt. 
% Unter den Kapitalanlagen haben nur die Effekten einen organi 
sierten Markt, die übrigen Gruppen sind nicht organisiert, weder das 
Eigentum an Grund und Boden noch jenes an Handels- und Industrie- 
unternehmungen, soweit es sich nicht um Aktiengesellschaften handelt, 
ist marktmätzig zu erwerben oder zu veräutzern. vereinzelt ist es parzellie- 
rungs- und Kolonisationsgesellschaften gelungen, lokale Märkte für 
ländlichen Grundbesitz zu schaffen, aber schon die Errichtung von städti 
schen Häusermärkten stützt auf bisher unüberwindliche Schwierigkeiten, 
denn die Bewertung eines Hauses ist individuell, es fehlt die für die 
Marktentwicklung notwendige Vertretbarkeit und vor allem können 
Häuser nur als Ganzes oder in großen Anteilen erworben werden, setzen 
also beim Käufer einen ganz bestimmten größeren Vermögensfonds 
voraus. Aus den gleichen Gründen gibt es keinen Markt für Fabriken. 
Mer eine nicht in Aktienform errichtete Fabrik verkaufen, oder neues 
Kapital zur Vergrößerung derselben erhalten will, mutz gewöhnlich 
langdauernde Rundfragen nach Personen halten, die sich für sein Unter 
nehmen interessieren. Eine Porzellanfabrik in Gberbagern oder eine 
Papierfabrik in Schlesien hat es nicht leicht, eine halbe Million neues 
Kapital sich zu beschaffen, wenn die bisherigen Eigentümer dieses nicht 
beistellen können oder wollen. Sie mutz einen oder zwei Partner finden, 
die einen immerhin wesentlichen Teil ihres Vermögens gerade diesem 
Unternehmen zuwenden wollen. Oer Kapitalbesitzer wird sich aber 
zu einer derartigen Anlage nur dann entschließen, wenn er die Verhältnisse 
des konkreten Unternehmungszweiges genau kennt und Gelegenheit
	        

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Bankpolitik. Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), 1915.
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