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Die Eisenindustrie in Südrußland

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Bibliographic data

fullscreen: Die Eisenindustrie in Südrußland

Monograph

Identifikator:
897231309
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-12220
Document type:
Monograph
Author:
Sawelieff, Maximilian http://d-nb.info/gnd/1036372987
Title:
Die Eisenindustrie in Südrußland
Place of publication:
Weida i. Th.
Publisher:
Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (130 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Eisenindustrie in Südrußland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Teil. Geschichte der Eisenindustrie in Südrußland
  • Zweiter Teil. Die südrussische Eisenindustrie in der Gegenwart
  • Schluß

Full text

109 
Organisation und Bildung von Syndikaten. Im Süden kommt da 
für vor allem in Frage die Syndikatgesellschaft „Prodameta“, im 
Ural die Verkaufsstelle „Krowlja“, die hauptsächlich Dachblech ab 
setzt. Der Süden drängt aber in seinem Aufschwung den Absatz 
des Urals immer mehr zurück, sodaß der Kampf hier immer er 
bittertere Formen annimmt. Der einzige Bezirk, der außer diesen 
zwei erwähnten in der Eisenproduktion noch in Frage kommt, ist 
das polnische Gebiet. Dessen Produzenten kommen jetzt aber immer 
mehr in Abhängigkeit vom Süden und insbesondere von der süd 
russischen Boheisenproduktiou. Sie versuchen mit dem Süden zu 
paktieren, um die vorhandenen Absatzmärkte sich zu bewahren. 
3. Eisenbahnbestellungen. 
Wenn die Konsumtion von Marktsorten eine wenn auch nur 
langsame Entwicklung zeigt, so ist in der neueren Zeit der russische 
Eisenbahnbau, damit aber auch der Verbrauch von Eisenbahnmaterial 
in sichtlichem Abnehmen begriffen. 
Der Ausbau des russischen Eisenbahnnetzes nahm seit der 
Zeit der Hochkonjunktur ein langsames Tempo an. So wurden in 
der Periode von 1896 — 1901 insgesamt 17048 Werst, in der Periode 
1902—1907 dagegen bloß 7 938 Werst neuer Schienenwege gebaut. 
Dieses verlangsamte Wachsen des Eisenbahnnetzes in der letzten 
Zeit steht im engsten Zusammenhänge mit der volkswirtschaftlichen 
Entwicklung .Rußlands überhaupt. Diese wird aber außerdem noch 
von einer Reihe ungünstiger Verhältnisse gehemmt. Ungünstig ist 
die in den letzten Jahren eingeschlagene Eisenbahnbaupolitik der 
russischen Regierung. Es ist bis jetzt kein klarer Plan für eine 
zielbewußte Vergrößerung des Staatsbahnnetzes im Interesse von 
Handel und Industrie ausgearbeitet worden. Noch mehr, in der 
Jetztzeit ist der Neubau von Eisenbahnlinien außer solchen von rein 
strategischer Bedeutung so gut wie nicht vorhanden 1 . Wie schlecht 
infolge dieser Verhältnisse die Staatsbahnen sich rentieren, und wie 
schlecht es mit der staatlichen Eisenbahuwirtschaft überhaupt steht, 
zeigen uns die ständigen und immer wachsenden Defizite der letzten 
Jahre. Im Jahre 1907 erreichte das Defizit sogar eine Summe von 
rund 98000000 Rubel. 
Die Länge der russischen Eisenbahnen betrug im Jahre 1909 
insgesamt 62471 Werst. Das Eisenbahnnetz repräsentiert also schon 
an und für sich einen wichtigen Schienenkonsumeuten für Reparatur 
zwecke, es hat aber im Vergleich mit der Produktionsfähigkeit der 
Schienenwalzwerke keine ausschlaggebende Bedeutung. Der Schienen 
verbrauch für Reparaturzwecke umfaßt nach der Berechnung von 
1 Gutachten der Eisenindustriellen, S. 30 u. 31.
	        

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Die Eisenindustrie in Südrußland. Druck von Thomas & Hubert, Spezialdruckerei für Dissertationen, 1911.
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