Full text: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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schusses vor allen andern Konten seinem Vorschußkonto gutzubringen. Aus 
genommen ist hiervon das Geschäftsanteilkonto. 
Die Entwicklung des N o t f o n d s der „Produktion" zeigt fol 
gende Tabelle: 
Es batten Notfonds 
Vom Notfonds erhoben 
Jahr 
Mit. 
glieder 
Betrag 
M. 
Mitglieder 
in Fällen 
Betrag 
JL 
oder durch 
schnittlich 
X 
1899 
24 
589,65 
1905 
6 766 
157 417,88 
685 
15 718,37 
23,- 
1910 
19 262 
682 787,08 
8 254 
213 563,51 
25,87 
1912 
26 804 
1 015 526,50 
18 484 
478 617,38 
25,89 
1913 
30 663') 
1 100 182,72 
23 117 
584 817,18 
25,29 
Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, daß allerdings annähernd 4000 
Mitglieder mehr als im Vorjahre über einen Notfonds verfügten, daß 
aber in fast 5700 Fällen mehr als im Vorjahre dieser Fonds in 
Anspruch genommen wurde?) — Von den Vereinen muß immer 
wieder darauf hingewiesen werden, daß der Notfonds nur für wirk 
liche Notfälle da ist. 
Was den „W a r e n v o r f ch u ß f o n d s" betrifft, so betrug die 
Summe der seit dem Bestehen gegebenen Vorschüsse ca. 58 000 Mark, 
wovon ca. 40000 Mark zurückgezahlt wurden. Man hat der „Pro 
duktion" zum Vorwurf gemacht, daß die Borgwirtschaft durch den 
„Warenvorschußfonds" gefördert würde, was die „Produktion" zu 
rückgewiesen hat. Die Zurückweisung scheint uns berechtigt, wenn 
wir die scharfen Bestimmungen für diesen „Warenvorschußfonds" in 
Betracht ziehen. 
Dieser Fonds ist übrigens keine besondere Einrichtung der „Pro 
duktion", sondern ist allgemein bei den Konsumgenossenschaften ver 
breitet. Nur sind die Namen sehr verschieden (Dispositionsfonds, 
Darlehnsfonds usw.). Man geht bei diesen Vorschüssen ungern über 
den von dem Mitgliede eingezahlten Geschäftsanteil hinaus, da dann 
keine reale Sicherheit mehr für die Forderung besteht. 
Sehr verbreitet ist die Einrichtung der A b s ch l a g s r ü ck ver 
güt u n g, auch „Abschlags d i v i d e n d e" genannt. Wie der Name 
schon sagt, wird ein Teil der zu erwartenden Rückvergütung in Not 
fällen schon im voraus ausbezahlt. Das ist an und für sich nicht ver 
werflich, da die Mitglieder bereits diese Ersparnis gemacht haben. 
5) Das ist nahezu die Hälfte der Mitglieder. 
o) Nach dem Geschäftsbericht der „Produktion" vom Jahre 1918.
	        
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