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und Weise, wie er sein Material anfaßt, von recht guten Kritiker-
eigenschaften, so z. B. hinsichtlich der handelsstatistischen Dar-
legungen.
Der Gedanke einer Volkszählung lag ihm noch fern. Er wollte
mehr indirekte Methoden verfolgen. Die Feuerstellensteuer sollte
die Feststellung der Anzahl von Familien ermöglichen, oder er ver-
suchte, nach gebührender Revision, auf der Statistik von Gebühren
bei Trauungen, Geburten und Todesfällen seine Ergebnisse auf-
zubauen.
27. Fast gleichzeitig mit der Wirksamkeit Davenants fällt in
Frankreich der Versuch des berühmten Vauban (1633—1707), die
französischen Verhältnisse zu beleuchten. Seine Schrift, Projet
d’une dixme royale, erschien im Jahre 1707, lag jedoch bereits 1699
als fertiges Manuskript vor. Das Buch enthält manche interessanten
Schätzungen über die Wirkungen des von Vauban vorgeschlagenen
Steuersystems, ferner einen ebenso interessanten Versuch, vermittelst
Studiums verschiedener Karten die Bodenfläche Frankreichs festzu-
stellen. Die Unsicherheit erhellt daraus, daß die höchste Schätzung
23 Proz. über der niedrigsten liegt. Mit verschiedenen Hypothesen
kommt er zu dem Ergebnis, daß Frankreich rund gerechnet 20 Milli-
onen Menschen zähle, viel weniger, als unter glücklichen Verhält-
nissen dort leben könnten.
Von großem Interesse ist der dringende Vorschlag Vaubans,
unmittelbare, amtliche statistische Erhebungen vorzunehmen. Er
wünscht z. B. eine Religionsstatistik, eine Statistik über Ausländer
und öffentliche Gebäude. In seinem Vertrauen auf solche offizielle
Statistik ist er seinen Zeitgenossen weit voraus.
28. In der folgenden Zeit fließen die französischen Beiträge
zur politischen Arithmetik nur spärlich; aber in der letzten Hälfte
des Jahrhunderts erscheinen eine Reihe interessanter Arbeiten. Vor
allem sucht man die Einwohnerzahl des Staates festzustellen.
Hierbei ist die Methode so ungefähr die, Geburtenhäufigkeit, Sterb-
lichkeit oder Eheschließungsfrequenz einzelner Gegenden zu be-
stimmen und hiervon auf Grundlage der Anzahl dieser Vorgänge
auf die Bevölkerung des ganzen Landes zu schließen; und man ward
sich darüber klar, daß die Zahl der Geburten als die regelmäßigste
die beste Grundlage abgebe. Im Anschluß hieran wurden Repräsen-
tativzählungen benutzt, um die Verteilung nach Alter, Geschlecht
und Zivilstand zu finden. Die hinsichtlich der Einwohnerzahl ge-
wonnenen Resultate müssen im großen und ganzen als einigermaßen
Westergaard und Nybolle, Theorie der Statistik, 2. Aufl