Full text: Die konsumgenossenschaftliche Gütervermittlung, ihre Technik und wirtschaftliche Bedeutung

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der G. E. G. im einzelnen erstreckt. An der Spitze jeder Abteilung 
steht ein Abteilungsleiter, der wiederum einem der Geschäftsführer der 
Großeinkaufsgesellschaft untersteht. 
Entsprechend der Einteilung des Warenlagers der G. E. G. sind 
alle Bestellungen, Anfragen, Reklamationen usiv. nach Abteilungen zu 
teilen und auf gesonderten Zetteln, die die G. E. G. kostenlos zur Ver 
fügung stellt, aufzugeben, damit in Hamburg die Verteilung möglichst 
schnell vor sich gehen kann. Auf Preislisten und Warenberichten 
sind die Abteilungsbuchstaben zur Orientierung beigesetzt. Von den 
Vereinen wird allerdings noch nicht immer genügend Rücksicht auf 
die Einteilung genommen. 
Abschlüsse können mit den Zweiglagern insoweit getätigt lverden, 
-als es sich um Abschlüsse zum jeweiligen Tagespreis handelt. Glaubt 
ein Verein aber aus irgendwelchen Gründen ein besonderes Entgegen 
kommen beanspruchen zu können, so sind Verhandlungen mit Hamburg 
notwendig. Alle „Auftragsbestätigungen" (richtiger Auftragsan- 
nahmebestätignngen) schreibt aber die Zentrale aus und läßt sie den 
Vereinen direkt zugehen. Das betreffende Zweiglager erhält eine Kopie 
davon. Auf den Schlußscheinen sind besondere Rubriken zum „Ab 
streichen" angebracht, um den kleineren Vereinen ein Schlußbuch zu 
ersparen. 
Tie Fakturierung übernimmt im allgemeinen die Zentrale. Sie 
wird über jeden Wareneingang und -aüsgang von den Zweiglagern 
auf den sogenannten Eingangs- und Expeditionsaufgaben unterrichtet. 
Die Zweiglager geben der Zentrale auch Abschrift von allen anderen 
Korrespondenzen. Fakturen über Waren, die von Gröba-Riesa ans 
gehen, werden auch von dort aus fakturiert. 
Was die Zahlungsbedingungen betrifft, so verlangt die G. E. G. 
Kassazahlung. Die meisten Vereine kommen dieser Forderung nach, 
sie geben ja selbst die Bedarfsgüter auch nur gegen bar ab. Nach der 
Bilanz der G. E. G. vom 31. Dezember 1913 beliefen sich die Debi 
torenposten im Warenhandel auf 11,9 Millionen Mark, nach der Bilanz 
vom 31. Dezember 1912 auf 10,8 Millionen Mark. Sie erreichten 
keine 8 o/o des Umsatzes. Es ist eben nicht zu umgehen, daß ein ge 
wisser Prozentsatz an Schulden für Bedarfsgüter im Moment des 
Abschlusses besteht, schon deshalb nicht, weil die Rechnungen nicht 
gleich nach Ankunft bezahlt werden können, sondern erst, wenn die 
fakturierte Sendung eingegangen und geprüft ist. 
Tic Regulierung der Fakturenbeträge geschieht in der Regel durch 
Einzahlung bzw. Ueberweisung auf das Postscheckkonto oder auf die
	        
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