58
der G. E. G. im einzelnen erstreckt. An der Spitze jeder Abteilung
steht ein Abteilungsleiter, der wiederum einem der Geschäftsführer der
Großeinkaufsgesellschaft untersteht.
Entsprechend der Einteilung des Warenlagers der G. E. G. sind
alle Bestellungen, Anfragen, Reklamationen usiv. nach Abteilungen zu
teilen und auf gesonderten Zetteln, die die G. E. G. kostenlos zur Ver
fügung stellt, aufzugeben, damit in Hamburg die Verteilung möglichst
schnell vor sich gehen kann. Auf Preislisten und Warenberichten
sind die Abteilungsbuchstaben zur Orientierung beigesetzt. Von den
Vereinen wird allerdings noch nicht immer genügend Rücksicht auf
die Einteilung genommen.
Abschlüsse können mit den Zweiglagern insoweit getätigt lverden,
-als es sich um Abschlüsse zum jeweiligen Tagespreis handelt. Glaubt
ein Verein aber aus irgendwelchen Gründen ein besonderes Entgegen
kommen beanspruchen zu können, so sind Verhandlungen mit Hamburg
notwendig. Alle „Auftragsbestätigungen" (richtiger Auftragsan-
nahmebestätignngen) schreibt aber die Zentrale aus und läßt sie den
Vereinen direkt zugehen. Das betreffende Zweiglager erhält eine Kopie
davon. Auf den Schlußscheinen sind besondere Rubriken zum „Ab
streichen" angebracht, um den kleineren Vereinen ein Schlußbuch zu
ersparen.
Tie Fakturierung übernimmt im allgemeinen die Zentrale. Sie
wird über jeden Wareneingang und -aüsgang von den Zweiglagern
auf den sogenannten Eingangs- und Expeditionsaufgaben unterrichtet.
Die Zweiglager geben der Zentrale auch Abschrift von allen anderen
Korrespondenzen. Fakturen über Waren, die von Gröba-Riesa ans
gehen, werden auch von dort aus fakturiert.
Was die Zahlungsbedingungen betrifft, so verlangt die G. E. G.
Kassazahlung. Die meisten Vereine kommen dieser Forderung nach,
sie geben ja selbst die Bedarfsgüter auch nur gegen bar ab. Nach der
Bilanz der G. E. G. vom 31. Dezember 1913 beliefen sich die Debi
torenposten im Warenhandel auf 11,9 Millionen Mark, nach der Bilanz
vom 31. Dezember 1912 auf 10,8 Millionen Mark. Sie erreichten
keine 8 o/o des Umsatzes. Es ist eben nicht zu umgehen, daß ein ge
wisser Prozentsatz an Schulden für Bedarfsgüter im Moment des
Abschlusses besteht, schon deshalb nicht, weil die Rechnungen nicht
gleich nach Ankunft bezahlt werden können, sondern erst, wenn die
fakturierte Sendung eingegangen und geprüft ist.
Tic Regulierung der Fakturenbeträge geschieht in der Regel durch
Einzahlung bzw. Ueberweisung auf das Postscheckkonto oder auf die