Object: Die Werttheorie und das Problem des "Konstanten" (Technischen) Kapitals

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werten bestehenden Beziehungen für den Fall, in dem die 
Produktion gleich 400. Einheiten und für den Fall, ‚in dem 
sie gleich 150 Einheiten ist, prüft, sind diese Beziehungen 
auch nach ‚der: Marxschen Theorie nicht falsch. Wenn — 
immer bei Konkurrenzherrschaft — auf 150 Wareneinheiten 
die gleichen Kosten an Kapital (L. 60), der gleiche effektive 
Mehrwert, der den 30 Liren Lohnkapital entspricht und, in 
provortionalen Ziffern, der sozusagen künstliche Profit, der 
sich auf: die 30 Lire technisches («konstantes») Kapital be- 
zieht, lasten, ist es klar, daß die ganzen neuen 150 Einheiten 
denselben Totalpreis wie ‚die‘ 100 von früher darstellen 
müssen. 
Mit andern Worten: wenn man auf 150 Einheiten die 
gleiche Summe an Kosten und Profiten wie früher auf 100 
verteilen muß, wird der Verkaufspreis jeder Einheit auch 
nach dem Marxschen System auf 1/3 herabgesetzt werden. 
Unser Ausgangspunkt ist freilich sehr verschieden: als 
die Produktion 100 war, erhielt man den Profit, der den 30 
Einheiten technisches Kapital zukam, nicht durch ein vom 
sonstigen verschiedenes Verfahren und erst recht nicht auf 
künstliche Weise. Er wurde mit dem gewohnten und natür- 
lichen Verfahren gewonnen. 
Jedoch auch für uns muß die arytmethische Wahrheit, 
auf die wir schon hingewiesen haben, ihre ganze Schärfe 
bewahren, nämlich: wenn wir auf 150 anstatt auf 100 Ein- 
heiten ‚die gleiche Last an Kosten und an Profit verteilen, 
wird sich der Preis jeder dieser Einheiten proportional sen- 
ken. Wenn wir also auf die 150 Einheiten des Betriebes V 
den Vorgang anwenden, den wir weiter oben gelegentlich 
der 100 geprüft haben, wird sich auch für uns notwendiger- 
weise — immer bei zwischen den Unternehmern herrschen- 
der Konkurrenz — eine Herabsetzung auf 1/3 des Preises je- 
der Einheit ergeben. 
Aber es handelt sich hier weder um ein Verschwinden 
effektiver Quantitäten, noch um eine Unbrauchbarkeit des 
Systems, bestimmten Quantitäten einen angemessenen 
Tauschwert und dem entsprechenden Kapital einen _norma- 
len Gewinn zuzusichern. 
Zu Punkt 1: der Einheitspreis nimmt ab, gerade weil die 
gleiche Summe für Kosten und Profit auf eine größere Quan- 
tität verteilt wird. Die Herabsetzung des Einheitspreises bil- 
det also in diesem Fall nicht ein Verbergen, sondern eine 
klare An zeigung der Tatsache, daß die Quantität zugenom- 
men hat.
	        
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