Full text : Der Weltverkehr und seine Mittel

Hand-  und  Mastensignale.  Wegesignale.

283

keinerlei  Hindernis  der  Einfahrt  entgegensteht.  Die  Abschlußstgnale  offnen  und  schließen
die  Bahnhöfe  und  sind  daher  die  wichtigsten  Mastensignale  unserer  Eisenbahn
Mb.  3  u.  4  der  Tafel  zeigen  den  einflügeligen  Mast  für  die  verschiedenen  SignM,  dew
Damit  in  der  Dunkelheit  von  den  Beamten  erkannt  wird,  ob  ein  Signal  richtig  s  h
bezw.  die  Laterne  brennt,  ordnet  man  auch  in  der  Rückwand^der  ^,a  erne  ~
an.  In  der  Haltstellung  zeigt  die  Laterne  nach  vorn,  d.  h.  dem  Zuge  cn  g  g  ,  -
Licht,  nach  rückwärts  volles  weißes  Licht,  bei  Fahrtstellung  dagegen  nach  vorn  grüne,  un
nach  hinten  teilweise  geblendetes  weißes  Licht  (Sternlicht  oder  mattweiße.  _tct))•
Da  die  Bahnhöfe  in  der  Regel  mehrere  gleichlaufende  Gleise  besitzen,  m  welche  die
Züge  einfahren  können,  so  ist  es  notwendig,  dem  Lokomotivführer  das  betreffende  f  1
gleis  von  ferne  erkennbar ­
  zu  machen.  In  solchem ­
  Falle  stattet  man
den  Abschlußmast  mit
zwei,  auch  drei  Flügeln
und  ebenso  vielen  Laternen ­
  aus,  die,  in  verschiedener ­
  Zahl  gezogen,
das  besondere  Abzweig-~n



ri

'~A  4
292.  Megestgirrrle  ;u  einem  Gleisplan  mit  fünf  Ginlanfglrifen.

gleis  andeuten.  Hierbei  ist  zu  beachten,  daß  das  Haltsignal  für  alle  Gleise  nur  durch
den  obersten,  wagerecht  liegenden  Flügel  und  dessen  Laterne  gegeben  wird.  Die  unteren
Laternen  sind  dem  Zuge  entgegen  abgeblendet,  ihre  Flügel  stehen  senkrecht,  sind  also  durch
den  Signalmast  verdeckt.
Abb.  5  bis  8  der  Signaltafel  geben  die  verschiedenen  ein-  bis  dreiflügeligen  Mastensignale ­
  wieder.  Mehr  als  drei  Flügel  an  einem  Maste  wendet  man  nicht  an,  da  sonst  das
Signalbild  für  die  Ferne  undeutlich,  auch  die  Bauart  der  Stellvorrichtung  zu  verwickelt
wird.  Wo  daher  mehr  als  drei  Abzweigungen  vorkommen,  werden  zweckmäßig  besondere
Wegesignale  aufgestellt.  Abb.  292  zeigt  einen  solchen  Gleisplan  mit  fünf  Einlaufgleisen.
Jedes  hiervon  ist  durch  einen  einflügeligen  Sondermast  (Nr.  1  bis  5)  gesichert,  während
das  ganze  gezeichnete
Bahnhofsgebiet  durch
einen  jenseit  der  letzten
Weiche  stehenden  einflügeligen ­
  Abschlußmast
A  gedeckt  wird.  Bei  zulässiger ­
  Einfahrt  des
Zuges  muß  stets  der
letztere  „Fahrt"  zeigen,
gleichgültig  welches  der
fünf  Wegesignale  hierbei
gezogen  ist.  Häufig  stellt

293.  Deutsche  Kignulbriichc  für  Megefignale.
(Reichsktsenbahnen  in  Elsaß-Lothringen.)

man  die  Flügelsignale  der  besseren  Sichtbarkeit  wegen  auf  einer  die  Gleise  überkreuzenden
Signalbrücke  auf  (Abb.  293).  Eine  sehr  bemerkenswerte  neuere  Ausführung  dieser  Art
stellt  Abb.  294  dar.  Damit  Irrtümer  des  Signalwärters  ausgeschlossen  sind,  werden  die
Wegesignale  zu  dem  Abschlnßmaste  in  Abhängigkeit  gebracht,  derart,  daß  das  Fahrstgnal  an
diesem  nur  nach  zuvor  erfolgter  Fahrtstellung  des  betreffenden  Wegesignales  gegeben  werden
kann.  Letzteres  wiederum  kann  auf  gut  eingerichteten  Bahnen  erst  dann  gezogen  werden,  wenn
alle  Weichen  richtig  liegen.  Vergl.  hierüber  weiter  unten:  „Weichen-und  Slgnalstellwerre.
Alle  diese  Signalbilder  (Abb.  3  bis  8  der  Tafel)  finden  nicht  nur  auf  Einfahrtstgn
Anwendung,  sondern  auch  auf  Ausfahrtsignale,  Blocksignale,  zur  Deckung  L
gungen  auf  freier  Strecke,  Drehbrücken  und  sonstigen  Gefahrpunkten,  g  .
Fahrtrichtungen  können  die  beiderseitigen  Signale  an  ein  und  demse  en  ^  Bahnhofswerden. ­
  Ausfahrtsignale  sind  auf  deutschen  Bahnen  erforderlich,  s  ^
gleise  für  die  Ausfahrt  von  Zügen  dienen.  Neben  redem  Gleis  -  >n  der  Reget  recy
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.