Full text: Das Baugewerbe in der Volks-, Berufs- und Betriebszählung von 1925

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Diese Berechnungen können natürlich die Gunst oder Ungunst 
der wirtschaftlichen Verhältnisse und ihre Einwirkungen auf die 
Nachwuchszahlen nicht berücksichtigen; mit Hille dieser Schätzungen 
kommt man aber zu recht interessanten Einblicken in die künftige 
Alterszusammensetzung der Maurer. Es muß allerdings noch mit 
giner weiteren Annahme hinsichtlich der Sterbenswahrscheinlichkeit 
der Maurergesellen gerechnet werden. Auf Grund der Altersgliede- 
rung der Gesamtbevölkerung im Jahre 1925 und der Sterbefälle der 
Jahre 1924 bis 1926 hat das Statistische Reichsamt eine Absterbe- 
ordnung errechnet, deren methodische Erläuterung hier jedoch zu 
weit führen würde. Die Sterbenswahrscheinlichkeit konnte nicht für 
die. einzelnen Berufe getrennt berechnet werden, so daß mit den 
allgemeinen Sterbenswahrscheinlichkeiten gerechnet werden muß. 
Ob die Maurer eine höhere Sterblichkeit haben als die übrige Be- 
völkerung, ist schwer zu entscheiden. Einen Anhaltspunkt liefern 
die. Ergebnisse der englischen Sterblichkeitsstatistik für das Jahr 
1921. Setzt man die Sterblichkeit aller Männer im Alter von 20 bis 
65 Jahren gleich 100, so kommt man zu den folgenden Verhältnis- 
zahlen für Vorhandene Zahl 
Backsteinmaurer (Bricklayers) .............. 74 257 
Sonstige Maurer (Masons)................... 26 131 
Stukkateure (Plasterers) . . . 16 666 
Glaser (Glaziers)......... „...... 120 1728 
Bauarbeiter, Steinträger (Builders’ Labourers). . 116 58 616 
Handlanger bei Backsteinmaurern (Bricklayers’ 
Labourers) ......... - www. 96 
Hilfsarbeiter bei sonstigen Maurern (Masons’ 
Labourers) .......... „.... 104 9 605 
Die Backsteinmaurer haben also wesentlich günstigere Sterblich- 
keitsverhältnisse als die mit Natursteinen arbeitenden Maurer, die 
durch die Bearbeitung der Steine stärker gefährdet sind. Im Durch- 
schnitt ergibt sich, wenn man die Zahl beider Maurergruppen be- 
rücksichtigt, eine fast genau mit der allgemeinen Sterblichkeit über- 
einstimmende Zahl. Man wird also auch für die deutschen Ver- 
hältnisse kaum sehr fehlgreifen, wenn man für die Berechnungen die 
durchschnittliche Sterblichkeit der Gesamtbevölkerung einsetzt. 
Schließlich muß noch die Verminderung der Gesellenzahl durch den 
Debergang zur Selbständigkeit berücksichtigt werden. Hier wurde
	        
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