Full text : Die Schweiz

Handel

Nach  Bodengestalt,  Bodenart  und  Klima  zeigen  die  Binnenhandel
einzeln  Landschaften  der  Schweiz  die  größten  Unterschiede;
ebenso  ungleichartig  ist  ihre  Produktion.  Dieser  Umstand
nötigte  von  jeher  zu  einem  lebhaften  Güteraustausch  zwischen ­
  dem  Norden  und  Süden,  zwischen  Flachland  und
Gebirge,  zwischen  Land  und  Stadt.  In  günstiger  Verkehrslage ­
  entwickelten  sich  eine  Reihe  von  Orten  zu
Handelsmittelpunkten,  häufig  an  Stellen,  wo  Straßen
aus  verschiedener  Richtung  zusammenlaufen.  Solche
Straßenknoten  finden  sich  an  der  Eingangspforte  zu
reich  verzweigten  Talschaften  (Chur.  Thun),  an  altgewohnten ­
  Flußübergängen  (Brugg)  und  am  untern  Ende
der  Seen  (Genf,  Neuenburg,  Biel,  Thun,  Luzern,  Zürich;
ebenso  gilt  es  für  Konstanz).
Ungleich  wichtiger  als  der  Binnenhandel  ist  der
Güteraustausch  mit  dem  Ausland,  der  Spezialhandel,  Spezi«,Handel
dem  einzelne  Grenzorte  ihr  Aufblühen  verdanken;  so
leitet  Basel  den  Verkehr  aus  dem  Rheingebiet  und  von
der  Nordsee  her,  Genf  den  Verkehr  vom  Mittelländischen
Meere  durch  das  Rhonetal  in  die  Schweiz  hinein.  Einst
war  die  Schweiz  als  abgeschlossenes  Bergland  zum
guten  Teil  genötigt,  sich  selbst  mit  Lebensmitteln  und
andern  Bedürfnissen  zu  versorgen.  Das  Aufblühen  der
Industrie,  die  starke  Zunahme  der  industriellen  Bevölkerung ­
  und  der  gesteigerte  Verkehr  brachten  unserm  Land
ganz  andere  Verhältnisse.  Heute  ist  die  Schweiz  darauf
angewiesen,  die  Erzeugnisse  seiner  hochentwickelten  Industrie ­
  gegen  ausländische  Lebensmittel  und  Rohstoffe
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.