Full text: Die Schweiz

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mannigfaltige Gelegenheit zur Ausübung des Schnee- 
nnd Eissportes führen zur Winterszeit Scharen von 
einheimischen und fremden Besuchern in die Berge. Außer 
den oben genannten Lungenkurorten haben sich noch viele 
andere Höheuorte zu bekannten Wintersportplätzen ent 
wickelt; allen voran steht St. Moritz; unter den übrigen 
sind zu nennen: Pontresina, Andermatt, Engelberg, Rigi, 
Grindelwald, Wengen, Kanderstcg, Adelboden, Zweisimmen, 
Chateau d'Oex, Les Avants, Caux; auf den sonnigen 
Rücken und Hochflächen des Jura u. a. Ste. Croix, 
Chaumont, Sonnenberg bei St. Jmier und Weißenstein. 
Alle diese Plätze sind für Sommer- und Wintersaison 
eingerichtet. 
Es wird geschätzt, daß jedes Jahr annähernd 500000 
Reisende die vom Fremdenverkehr bevorzugten Gebiete der 
Schweiz besuchen. Die Deutschen sind mit 300/o am 
stärksten vertreten. Dann folgen die Schweizer selbst mit 
20°/o aller Reisenden, die Engländer mit 14°/o und die 
Franzosen mit 12°/o. Die Engländer gelten als be 
sonders seßhafte Gäste. Bis jetzt gaben sie auch den 
Wintersportplätzen ihr besonderes Gepräge; neuerdings 
überwiegt auch hier die Zahl der deutschen Besucher. 
Die Hochsaison fällt auf Juli und August. Der 
Juni wird zur Vorsaison gerechnet; seine unbeständige 
Witterung ist für das Reisen nicht günstig. Im April 
und Mai kommt der Strom der Ferienreisenden nach 
der Südschweiz; ebenso werden die mildesten Orte am 
Nordfuß der Alpen, Gersau, Vitznau, Weggis und 
Montreux für den Frühlingsaufenthalt bevorzugt. Da 
gegen tritt für Montreux mit der Hitze des Hochsommers 
die stille Zeit ein. 
In der schweizerischen Hotelindustrie ist eine Summe 
von rund 800 Mill. Fr. angelegt. Stetsfort werden neue 
Hotels erstellt, z. T. Prachtsbauten, mit allem erdenklichen 
großstädtischen Luxus ausgestaltet (so in St. Moritz, 
Luzern, Jnterlaken, am obern Genfersee). Der Ertrag 
des Anlagekapitals schwankt ganz bedeutend, einerseits 
Winterlurorte 
Zahl der 
Fremden 
Reisezeiten 
Einnahmen
	        
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