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Großbritannien (Bergbau: Kohlen, Erze).
Die Steinkohlen stehen unter allen
bergmännischen Produkten obenan. Die
Ausdehnung der aroßbritannischeu Koh
lenfelder wird auf ca. 25,000 qkm ver
anschlagt, von denen etwa 72 Proz. auf
England, 26—27 Proz. auf Schottland,
der Rest mit 1—2 Proz. auf Irland
entfällt- DieeinzelneuProduktionSreviere
rangieren ihrer Bedeutung nach etwa wie
folgt: 1) Durham und Northumberland;
2) Yorkshire und Derbyshire; 3) Schott
land; 4) Wales, Monmouthshire, Glou
cestershire ; 5) Lancashire; ^Staffordshire,
Worcestershire, Cheshire; 7) Nottingham
shire, Leicestershire, Warwickshire; 8) Cum
berland und Westmoreland. Die übrigen
Gebiete: Shropshire, Somersetshire und
Irland, kommen mit ihrem Absatz über
den lokalen Verkehr wenig hinaus.
Die Größe der Produktion wurde 1810
auf 34,572,000 Ton. geschätzt und ist von
da bis auf die jetzige Zeit unentwegt
gestiegen, nicht so aber auch der Wert
derselben, welcher 1873 seinen Höhepunkt
erreichte und von da ab schnell siel. Denn
man veranschlagte den Wert der 1873
produzierten 127 Mill. Ton. Kohlen auf
952,6 Mill. Mk., dagegen den Erlös der
1878 ücfikbctkii 133'am. Z.
auf nur 928,6 Mill. Mk. Die Zahl der
Arbeiter verminderte sich von 536,000 in
1875 auf 494,000 in 1877, aber dabei
wuchs die Produktion von 132 auf 135
Mill. T. Das Vereinigte Königreich lie
ferte 1878 aus allen Kohlenfelderu 134,72
Mill. T., und zwar:
Durham und Northumberland . . . 30,ci
Uorkshire und Derbyshire 23,14
Stafford, Worcester ic 21,17
Lancashire 18,35
Südwales 18,79
Schottland 18,12
Übriges Großbritannien und Irland. 4,54
als 1871. Die teucril Preise von 1873
bewirkten, daß man etwas weniger ver
schwenderisch mit der Kohle umging und
wie in Frankreich, das jährlich 700,000
Kohlenbriquetts aus Eardiffer Kohlen
staub fabriziert, durch Kompression Koh
lenziegel herzustellen anfing, jetzt etwa
200,000Ton. jährlich. DieKohlenprodul-
tion betrug 1876:133,345,000 T., 1877:
134,611,000 %., 1878: 132,655,000%.
Wenn man mit Neumann-Spallart
die Kohlenproduktion der Erde auf
291,788,326 Ton. annimmt, so ersieht
man daraus, ein wie bedeuteirder Anteil
ans England entfällt. Die glückliche Lage
der Kohlenreviere in der Nähe der Meere
begünstigt aber den Handel ungemein, imb
die britische Kohle beherrscht infolgedessen
die Küsten von Spanien, Frankreich, Dä
nemark, Norwegen, Schweden und Ruß
land durchaus. An den deutschen Gesta
den der Nord- und Ostsee ist sie in neuester
Zeit in einen zähen Konkurrenzkampf
mit den westfälischen und obcrschlesischen
Zechen verwickelt worden, wobei sie Ham
burg und Bremen fast gailz, die baltischen
Häfen zum großen Teil verloren hat.
Aber englische Kohle dringt ins Mittel
meer bis zu dessen östlichen Grenzen, der
Türkei und Ägypten, sic wendet sich nach
Ostasicn und China ebenso wie nach West
indien, Eentralamerika, Brasilien und
den übrigen Häfen des Atlantischen und
PacifischenOceans. G.führtca. Vu seiner
geförderten Kohlen ans. Der Wert der
Ausfuhr betrug 1876: 181,83, 1877 :
159,86, 1878: 146,Gi, 1879: 144,13 Mill.
Mk. Dieser Rückgang deö Werts bedeu
tet nicht zugleich auch den Rückgang der
Erportmengen, welche sich vielmehr we
sentlich gehoben haben. Die Ausfuhr von
Kohle (ohne Koks und Briquetts) betrug
1879:15,740,082Toil.,davon gingen nach:
Das lebhafte Geschäft 1871—73 rief eine
Menge kleiner Unternehmungen ins Le
ben. Die Zahl der im Betrieb stehenden
Gruben war Ende 1875 auf 4500 gestie
gen. Nach 1876 kam der Rückschlag, und
270 jener Unternehmungen haben schon
aufgehört zu existieren; aber noch stan
den im Januar 1879 im Betrieb 1130
Kohlcnwerke, eine erheblich größere Zahl
Tonnen
Frankreich . 3190280
Deutschland . 2022930
Italien . . 1304770
Rußland . . 1149250
Skandinavien 1070320
Tonnen
Dänemark. . 779450
Spanien . . 719040
Ägypten . . 512780
Britisch - In
dien . . . 471800
Eisenerze sind nicht allein in großen
Mengen vorhailden, sie sind ailch vorzüg
lich und liegeil noch dazu meist in nicht