Full text : Die Schweiz

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Traverstal

Schlucht  und  weiterhin  in  einem  tiefen,  waldigen  Tal
die  Landesgrenze.  Über  dem  gleichnamigen  See  steht
das  Dorf  Les  Brenets.  Am  Nordsuß  der  mit  einer
weidenbedeckten  Kuppe  aus  den  Fichtenwaldungen  aufsteigenden ­
  Tete  de  Ran  1425  iu  zieht  sich  die  kahle
Talmulde  von  La  Sagne  und  Les  Ponts  hin,  auf
weite  Flächen  ein  eintöniges,  düsteres  Torfmoor,  das
die  Städte  des  Berglandes  mit  Brennmaterial  versorgt.
Das  Talflüßchen  verliert  sich  durch  die  zerklüftete  Kalkunterlage ­
  des  Sumpfbodens.  Im  entlegenen  südwestlichen ­
  Teil  der  Neuenburger  „Montagnes"  darf  La
Brevine  mit  seiner  eisigen  Winterkälte  als  das  neuenbnrgische
  Sibirien  gelten.
Das  Traverstal  liegt  hinter  der  breiten,  stellenweise ­
  plateauflächigen  Kette  des  Creux  du  Ban  1465  m
und  dem  schroffer  geformten  Chasseron  1611  m.  Gegenüber ­
  den  geräumigen  Mulden  anderer  Längstäler,  wie
z.  B.  des  St.  Jmmertales,  erscheint  es  eng;  stellenweise ­
  wird  es  von  kühn  aufragenden  Kalkwänden  eingerahmt. ­
  Als  starke  Stromquelle  tritt  die  Areuse  in  der
Klus  von  St.  Sulpice  zu  Tage;  am  untern  Ende
des  Tales  durchbricht  sie  in  schrägem  Schnitt  die  vorgelagerte ­
  Kette  und  erreicht  mit  starkem  Fall  den  Neuenburgersee. ­
  Dieses  Quertal  ist  bekannt  als  die  Gorge
de  lÄreuse.  Ihren  Felswänden  entlang  gewinnt  die  Bahn
von  Nenenburg  die  hochgelegene  Sohle  des  Traverstales
und  leitet  durch  das  Trockental  von  Verlier  es  auf  französischen ­
  Boden  über.  Den  mittlern  Teil  des  Val  de  Travers
halten  eine  Reihe  von  Uhrenmacherdörfern  besetzt,  deren
größtes,  Flenrier,  in  einer  Talgabel  am  Fuße  der
Bergstraße  von  Ste.  Croix  liegt.  Talanswärts  folgen
Motiers,  Couvet  und  Travers,  wo  neben  der
Uhrenindustrie  die  Herstellung  von  Uhrmacherwerkzeug
und  die  Ausbeutung  der  Asphaltminen  Verdienst  bringen.
Roiraigue  (—  schwarzes  Wasser)  am  Beginn  der
Gorge  de  l'Areuse  trägt  seinen  Namen  von  dem  Wasser,
das  unterirdisch  aus  dem  Moorboden  des  Hochtales  von
            
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