Full text: Die Schweiz

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Les Ponts abfließt und mit schwärzlicher Schlamm 
beimischung als mächtige Stromquelle aus der Seiten 
wand des Val de Travers hervorbricht. 
Zwischen dem Bergland von La Chaux-de-Fonds 
und dein See treten die Ketten der Tete de Ran-Mt. 
d'Amin und des Chaumont auseinander und umrahmen 
die längliche Mulde des Val de Ruz. Hier trägt der 
Kalkuntergrund einen Sandsteinmantel, überlagert von 
mächtiger Grundmoränendecke, die von einem über die 
tiefste Einsattelung des Chaumont eingedrungenen Arm 
des Rhonegletschers herrührt. Dank dieser natürlichen 
Ausstattung ist das Val de Ruz, ein seltenes Bild, zur 
iuselartigen Fläche einträglichen Ackerbaues mit reichen 
Kornfeldern inmitten der weiden- und waldbedeckten 
Kalklandschaft des Jura geworden. Der Talfluß bahnt 
sich in den nach ihm benannten Gorges du Schon in 
starkem Fall durch das wohlerhaltene flache Gewölbe 
des Chaumont den Ausgang zum See; ein zweites, 
unterirdisches Flüßchen entströmt den Kalkwänden bei 
Serrieres und erreicht den See durch einen tiefen Ein 
schnitt. Am obern Ende der Klus des Seyon beherrscht 
das Städtchen Val eng in mit dem geschichtlich berühm 
ten Schloß den Zugang zum dörfer- und volksreichen 
Tal. Fontaines nimmt die Mitte des Flachbodens 
ein. Der sonnigen Halde folgen eine Reihe durch Uhren 
industrie und Landwirtschaft blühende Ortschaften, da 
runter Cernier, der Hauptort der Talschaft, und 
Dombresson. Das Val de Ruz leitet die Straße 
von Neuenburg über die Einsattelung der „Vue des 
Alpes", die Eisenbahn durch den Tunnel von Les Loges 
nach Chaux-de-Fonds hinauf. 
Im sonnendurchglühten Rebgelände am Seeufer 
ist die Hauptstadt Neuenburg, 23500 Einwohner, 
terrassenartig an die Halden des bewaldeten Chaumont 
hinaufgebaut. Enge, alte Quartiere umlagern einen 
weitschauenden, schloß- und kirchengekrönten Felsrücken, 
von dem der Blick die prächtigen Bauten am Quai 
Val de R»z 
Vignoble
	        
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