Full text: Die Schweiz

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Die 122600 Einwohner der Stabt 1 sind zum über 
wiegenden Teil aus der deutschen Schweiz und aus 
Frankreich zugewandert. Für den ganzen Kanton Genf 
machen die Kantonsangehörigen 3 t °/o, die Bürger aus 
ländischer Staaten dagegen 41 °/o der 154900 Seelen 
zahlenden Gesamtbevölkerung aus. Genf besitzt eine 
Universität. Die Schönheit der Stadt, ihr reges geistiges 
Leben und die reizvolle Umgebung mit dem schlösser 
geschmückten Ufergelände machen Genf zum weltbekannten 
Sammelpunkt des Fremdenverkehrs. 
Jura und Alpen lreten in der Landschaft von Genf zu 
einem Trichter zusammen, in dem sich der Nordostwind, die Bise, Bise 
häufig zu sturmartiger Heftigkeit steigert. Während in der übrigen 
Schweiz die Bise den Himmel aufhellt, liegt manchmal gleichzeitig 
über Genf in halber Höhe des Mt. Salevc eine dunkle Wolken 
decke; an dem geschlossenen Bergrahmen muß die Luftströmung 
aufsteigen, und dabei verdichtet sich der Wasserdampf; diese Er 
scheinung bezeichnet der Genfer als „In biss npire“. 
Unterher der großen Flußschlingen der Arve liegt als Orte der 
Vorstadt Genfs Carouge, 7900 Einwohner. Überder llm!,etm1 ' 3 
Rhone erhebt sich auf eiilem Plateau das große Dorf 
Bernex, und östlich der Hauptstadt leitet Chene 
eine Eisenbahnlinie von Genf ins Arvetal. Von der 
Jmahöhe her dringt die französische Landschaft Gex bis 
nahe an den Genfersee heran; eine Bergstraße erklimmt 
in langen Kehren von Gex aus den wichtigen Col de 
la Fancille. 
11913: 127 600 E.
	        
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