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aber sich in die Zollangelegenheiten nicht zu mischen. Inspektor
Endel machte noch besonders auf den Mißbrauch aufmerksam, der
mit den Ursprungszertifikaten bei der Einklarierung der Schiffe
getrieben werde. Auf seinen Antrag ist das Dekret vom
6. August 1807 zurückzuführen, das den Bezug englischer
Waren aus Holstein endgültig verhindern sollte. Demzufolge gab
es zunächst eine vollständige Aufzählung der Waren, die, ohne
weitere Prüfung ihrer Herkunft, einfach ihrer Beschaffenheit nach,
als englisches Erzeugnis anzusehen waren: bestimmte einzeln
aufgezählte Gewebe aus Baumwolle, Wolle und Haaren; Musseline
und weiße oder farbige Kattune, ausgenommen gewisse zum Be
drucken bestimmte weiße Kattune, die aus Dänisch-Jndien stammten
und von den Hamburger Kattun-Druckereien verbraucht wurden;
wollene und baumwollene Mützenartikel; Knöpfe aller Art; alle
Arten von Geschirr, Kurzwaren, Kunstdrechslerarbeiten, Erzeugnissen
der Uhrmacherei, Arbeiten in Kupfer und Stahl, alle Leder- und
Fellarbeiten; Bänder, Gaze-Artikel und Spitzen; Glas- und Kristall
fabrikate; alle Arten von Fayence- und Töpferarbeiten; endlich
raffinierten und Lompenzucker. Für die Kolonialwaren verlangte
das Dekret Ursprungszeugnisse der Konsuln, die ausdrücklich be
scheinigten, daß die Waren weder den englischen Kolonien noch
überhaupt dem englischen Handel entstammten. Endlich überließ
das Dekret dem Zollinspektor und seinen Angestellten die volle und
alleinige Aufsicht über die Warenbewegung.
Selbstverständlich riefen diese Anordnungen eine Flut von
Protesten hervor. Eine durch Syndikus Doormann dein Ministerium
des Äußeren übermittelte Eingabe vom 7. Oktober 1807 bestritt
vor allem die Richtigkeit der Annahme des Dekrets, daß alle in
ihm aufgezählten Gewebe englischer Herkunft seien. Überhaupt
stamme ein großer Teil der angeführten Artikel aus deutschen
Fabriken, besonders aus Westfalen, Sachsen, Nürnberg, Solingen
(Werkzeuge, Messer); aus Schlesien kämen Felle und Wolle, aus
Böhmen Glaswaren usw. Diese Einwände waren durchaus be
rechtigt ; namentlich ist es unzweifelhaft, daß schon damals, genau
wie heute, viele deutsche Fabrikate unter englischer Marke gingen,
weil sie sich so besser verkauften. Die Eingabe machte ferner auf
die Schwierigkeiten aufmerksam, die sich daraus ergaben, daß nicht
überall in den Kolonien französische Konsulate beständen, um