Full text: Kaufmanns Herrschgewalt

; Verknappung der natürlichen Hilfsquellen 
lich erscheinenden Überzeugung von der Unausschöpf- 
barkeit aller Hilfsquellen. Ungeheuere Landflächen, 
die man lange für unbesiedelbar gehalten hatte, waren in 
Ackerland, Fruchtgärten und Weideflächen gewandelt worden. 
Mit jedem Schritt, den man in der Richtung nach Westen 
vorwärts getan hatte, war immer wieder eine neue Über- 
raschung eingetreten, an den verschiedensten Stellen hatte man 
reiche Lager von Edelmetallen entdeckt, die die Vereinigten 
Staaten mit einem Schlage an die Spitze der Weltproduktion 
brachten, man fand Eisenerze, die an Masse von keiner Stelle 
der Erde übertroffen wurden, Kupfervorkommnisse, die dem 
neu angewachsenen Bedarf der Welt die Wage halten konnten, 
Petroleumquellen in der Mitte und im Westen des Staates, 
wo sie als Ersatz für die fehlende Kohle dienen konnten; und 
so war es für die Amerikaner schon zu einem Dogma ge- 
worden, daß ihr Land alles in solchem Überfluß spende, daß 
man sich mit der Frage einer rationellen Bewirtschaftung 
gar nicht zu beschäftigen brauchte. Man lebte in der festen 
Zuversicht, daß das Fehlende eines nicht fernen Tages auf- 
gefunden würde, so daß schließlich alles, was man nur be- 
nötigte, der eigene Boden zu liefern imstande sei, und in so 
reichlicher Fülle, daß auch die armen europäischen Länder 
noch mit dem Überschuß versorgt werden könnten. 
Dieses Gefühl der Sicherheit und des Gebettetseins saß 
lief in dem ganzen Volke, und ihm entsprach denn auch 
eine Art des Wirtschaftens, die dem Europäer nur Neid ein- 
flößen mußte. In verschwenderischster Weise wurde alles,
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.