I igger.
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Desz sollen diese Liggere den lifflendische Flacksz und die
i^olowa den Henflfschwingern allein abzuwegen gestattenn, welchesz
angenommen und damit zufrieden sein wollen. Noch ist ihnen
^uferleget kein Flachsz oder HenfT zue Schiff zue führenn, ehe es
^uf der Wage gewesen bey Straff des Gefengnusz. Auch sollen
keine Naszneken bey ihrer Arbeit vermieten, doch die Früling
Herbst-Zeit, wan die Leutte haüffenweisz andringen, ausge-
"^ommen, und wan sie die Liggere muszig und ohne Arbeit sein
von den Bürgern zur Arbeit gefordert, sollen sie sich un-
"'eigerlich einstellen bey Straff des Gefengnusz. Sie sollen auch
^^inen im Ampte nehmen, esz geschehe dan solches mit \orwissen
^nd Willen desz Amptherrn bey Böen.
Hen. Ladenmacher.
76. Ligger.
Entscheidung des Amtsgerichts vom 10. Febr. 1621.
bade des Liggeramts in Riga, Amtsbuch,
Den 23. Januarii Anno 1621.
H. Johann Boddeker\
H. Benedect Hinze*,
H. Paul Helmes,® Chemmere ge.
^'’ëfiî^re und Henffschwingere eingetretten. Liggere producirten
Schrägen, Henffschwingere ihren furm Amptherrn den 18.
*^Rusti Anno 1598 ergangenen Abscheid. Ist vor dieszmahl be
uf fernen Bescheid, das die Henffschwinger sollen der
^^^^nischen oder teutschen Edelleute Fudere, so nicht über funff
sechs sein, nehmen, was aber 9, 10 und 20 oder mehr sein,
soll den Liggern gehören, damit sein beide Parten zuefneden
^^"’^sen, und hat dieses Heinrich Niesz mit angehöret.
Hein. Ladenmacher,
Amptgerichts Notar
manu propria.
>621, den u>. Kehr., ist dieser Kescheid durch die Herren
^*^’Uere auch confirmirt.
»L , S. 245, Anm. i.
, 8 ^^*^*»*' 412, Anm. 2.
h'ithführ. Die Kigischc Rathslinie, Nr. 549-