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Herrn resp. der Regierung in Koblenz zu. Die Zinsen des Kapitals
sollen an 20 der ärmsten Familien der Herrschaft Wildenburg-Schön-
stein in gleichen Raten ausgetheilt und cs soll dabei ans avute Wittwen
und Waisen vorzüglich Rücksicht genommen werden.
Gräfin Mariane v. Hatzfeldt-Gleichen,
bestimmte 1725 eine Summe von 1000 Gulden zu dem Zweck, daß
armen Bürgern zu Tracheuberg und Prausnitz Darlehne von 60—100
Thlr. auf 3 bis 5 Jahre ohne Zinsen gegen sichere Hypothek vorgc-
liehen werden sollen. Die Verleihung ist dem Pfarrer des Orts auf
getragen. Die Stiftung steht unter Aufsicht der Regierung.
Hausche Stiftung zu Pfalzel (Trier),
zur Unterstützung dürftiger Verwandten des Stifters und der Armen
zu Pfalzel. Kapital 2300 Thlr.
Georg Gustav Philipp Hauck,
Geh. Hofrath, legirte der Armen-Direktion in Berlin 100 Thlr. zur
Bildung eines Ünterstützungs-Fonds für alte, kranke, verarmte, un
glückliche und dennoch sittliche Hebammen. Der Testator war dazu
besonders durch den Umstand bewogen worden, daß es so vieler Fun-
dationen für Arme und Unglückliche ungeachtet an einem Unterstützungs-
Fonds für die von ihm bezeichneten Personen fehlt, wobei er die
Hoffnung hegt, daß vielleicht seiner Stiftung noch mehrere Gleich
gesinnte sich anreihen dürften, bis die Zinsen einen jährlichen Ertrag
von 20 Thlr. geben, um damit diejenige Hebamme alljährlich bis zu
ihrem Tode zu unterstützen, welche durch ihre Lage und moralische
Aufführung die meisten Ansprüche daran hat. Im Jahre 1864 hatte
das ursprüngliche Stiftungs-Kapital sich bis ans den Betrag von 376
Thlr. incl. 350 Thlr. in Berliner Stadt-Obligationen, vermehrt,
und demnach noch lange nicht die vom Stifter beabsichtigte Hohe
erreicht.
HauptamtS-Hospital zu Rastenburg.
Angeblich 1361 fundirt, stellt es ein selbstständiges Institut dar, in
welchem seit 1814 alte Frauen von 45 Jahren ab gegen ein Einkaufs
geld von 60 — 20 Thlr. aufgenommen werden können. Die Anstalt
hat ausgedehnten Grundbesitz und ein Kapital-Vermögen von 18,000
Thalern.
Haupt Studien-Fonds zu Münster.
Er besteht aus den Ueberschüsscn der Studien-Fonds der Rentei
Münster, der Rentei Geist, der Münsterschen Studien-Fonds rc. und
der jährliche Ertrag von 30,000 Thlr. wird für kath. Unterrichts-
Zwecke verwendet.
Haupt Bercin für christliche Erbauungsschriften zu Berlin.
Im Jahre 1814 für die Preußischen Staaten begründet, erhielt er
1832 die Rechte einer moralischen Person. Er verbreitet religiöse
Schriften, welche auf die Bibel gegründet, rein evangelisch abgefaßt