Full text: Selling Latin America

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Altstädtisches Gymnasium zu Königsberg. 
Eine evangelische städtische Anstalt, aus der altstädtischen Parochial- 
Schule, welche schon 1376 als lateinische Schule bestand, hervor ge 
gangen. Sie hat einen Unterstützungs-Fonds sür hülfsbedürftige Gym 
nasiasten, der aus freiwilligen Beiträgen gebildet wurde. 
Altstädtisches Stipendium zu Brandenburg. 
Das Stipendium beträgt jährlich 60 Thlr., und wird an in Branden 
burg geborne ^tubircitbe auf ihre Studienzeit vergeben, wenn sie ihre 
Bedürftigkeit und Würdigkeit nachweisen. Die Kollation gebührt dem 
Magistrat zu Brandenburg. 
Altstädtisches Wittwen- und Waisenstift zu Königsberg, 
eine alte Stiftung für Wittwen und Waisen von Kaufleuten. Die 
Verwaltung hat das Vorsteher-Amt der Kaufmannschaft.' 
Altwein-Blankenbach sche Stiftung. 
Von der Wittwe Altwein, Barbara Sophie geb. Lüdccke (t 1758) 
zu Magdeburg begründet, und von dem Bürgermeister Johann Friedrich 
Blankenbach (1790) vermehrt, bestand der Kapital-Fonds im Jahre 
1861 aus 350 Thlr. in Gold und 3250 Thlr. Kourant; die Zinsen 
sind zur Unterstützung von Wittwen und Waisen bessern Herkommens 
bestimmt und werden jährlich am 3. August (dem Namenstage des 
Altwein) und am 4. December (dem Nanienstage seiner Wittwe) in 
Portionen von wenigstens 5 Thlr. vertheilt. Die Verwaltung steht der 
Armen-Deputation in Magdeburg zu. 
A lt w e i n sche Stipendien-Stiftnng, 
Frau Barbara Sophie Altwein (s. o.) setzte außer einigen andern Legaten 
zu wohlthätigen Zwecken eine Summe von 300 Thlr. aus, welche'der 
malen in 4} Proc. Magdeburger Stadtobligationcn belegt sind, und wovon 
die Zinsen mit 13' Thlr. alljährlich zu Ostern zur Unterstützung eines 
auf die Universität übergehenden einheimischen Schülers der Gymnasien 
zu Magdeburg verwendet werden. 
August Franz v. Alv eu Sieben, 
Ritter des Johanniter-Ordens, bestimmte (1814) die Zinsen eines 
Kapitals von 2000 Thlr. zur jährlichen Bertheilung an seinem Sterbe 
tage (11. Juli) unter Haus-Arme, Wittwen und Waisen der Stadt 
Berlin. Das Kapital, bei der städtischen Haupt-Stiftungs-Kasse ver 
waltet, betrug im Jahr 1845 (Lisco S. 82.) nur noch 1900 Thlr. 
Amalie, Prinzessin von Preußen, 
hinterließ der Dom-Kirche zu Berlin ein Legat, dessen jährliche Ein 
nahme (Lisco S. 113.) 1300 Thlr. gewährt und vorzugsweise bestimmt 
ist, den Armen Unterstützungen zu Holz und Miethe zukommen zu 
lassen. 
Am ali en-Stift zu Ratibor, 
im Jahre 1837 von dem Stadt-Aeltesten und vormaligen Apothe 
ker Franke durch Ueberweisung zweier Häuser im Werthe von
	        
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