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aliquam cujuscunque metalli reperit condigerit, proprietatem illius
totam, nullo etiam homini decimandam, ipsi ecclesiae regali
munificentia liberaliter largimur.“
Die Worte „nullo .... homini decimandam“ erklären sich in
folgender Weise: Reichersberg lag im Harze bei Goslar, wo Silber
bergbau umging. Dieser gehörte zwar, wie früher nachgewiesen wurde,
den Kaisern, wurde aber von diesen durch Private betrieben, welche
die Verpflichtung hatten, den Zehnten zu zahlen und die ihnen zugeteilten
Grubenfelder vorschriftsmäßig bauhaft zu halten. Die Urkunde will
besagen, daß der Kaiser sein Eigentum an den unter den Gründen
des Klosters vorkommenden Metallen diesem überträgt und diesem
dadurch das Recht gibt, die daselbst etwa verkommenden Metalle
für sich nutzbar zu machen, ohne daß sie, wie die sonstigen Bergwerks-
oetreiber im Harze, ihm den Zehnten zu zahlen brauchen.
Dem Stifte Corvey stellte Kaiser Konrad III. im Jahre 1150 über
die im Eresberge vorkommenden Metalle eine Verleihung aus, welche
gleichfalls das Vorhandensein des Bergregals feststellt.
In der Verleihungsurkunde 1 heißt es:
„Conradus .... Wieboldc Cobeiensi Abbati .... venas metalli
scilicet auri, argenti, cupri, plumpi et stanni, et omnem pecuniam
sive rüdem sive formatam, quae intra montem Eresburch, qui
Corbejensi ecclesiae jure proprietario pertinere noscitur, latet, tibi
et per te Corbeiensi ecclesiae concedimus . . . . ut liceat tibi et
successoribus tuis absque ullius personae contradictione in eodem
monte fodere omne metallum, quod inventum fuerit, emere et
conflare tuisque et fratrum tuorum usibus licenter aptare, ut tanto
melius possit Corbeiensis ecclesia tarn divinis quam regni rebus
subservire.“
Im Jahre 1156* verlieh, worauf schon hingewiesen ist, Kaiser
Friedrich I. dem Abt von Berchtesgaden die in einem der Abtei längst
gehörigen Walde vorkommenden Bergwerke.
Hochwichtig ist die nun folgende Urkunde Kaiser Friedrichs I.
vom 28. April 1158’. Uber den Besitz der Silbergruben um Ems
1 Schaten, Annalium Paderbonnensium pars I p. 786. Seibertz, Urkunden
buch zur Landes- und Rechtsgeschichte Westfalens No. 51 I 57. S. auch Waitz
VIII 270.
! Urkunde in Hundii Metropolis Salisburgensis II p. 122; oben S. 38.
8 Historia Trevirensis diplomatica Aug. Vind. 1750 I p. 558. Günther, Codex
Rheno-Mosellanus I p. 364.