Allgemeine Regeln. Quellennachweise 7
und ursprünglichen Quellen und zwischen den Hilfsmitteln
für die Sammlung des Materials, und bei den letzteren
wieder zwischen Hilfsmitteln erster Hand, ‚die unmittelbar
auf die Quellen zurückgehen, und solchen zweiter, dritter
und noch späterer Hand, die nur aus den Arbeiten an-
derer schöpfen.
Es bedarf wohl kaum des ausdrücklichen Hinweises darauf, daß
für die Kenntnis der Quellen und Hilfsmittel auch eine möglichst aus-
gedehnte Sprachenkenntnis erforderlich ist. Was an manchen
Universitäten als Bedingung z. B. für die Übernahme einer zoologischen
Dissertation gilt, daß der Kandidat französisch, englisch und italienisch
verstehe, könnte man fast als Voraussetzung für jede wissenschaftliche
Arbeit bezeichnen, soweit die modernen Sprachen in Frage kommen.
46. Quellennachweise. 1. Eine jede wissenschaftliche
Arbeit fordert vor allem die Anstrengung der eigenen per-
sönlichen Kräfte und Fähigkeiten. Durch langjährige Lei-
stung dieser persönlichen Arbeit wird man sich allmäh-
lich die beste und zuverlässigste Kenntnis der für das
eigene Arbeitsgebiet dienlichen Quellen und der notwen-
digen und nützlichen Hilfsmittel erwerben. Auch die besten
Bibliographien können diese selbsterworbene Kenntnis nicht
ersetzen. Sie können aber behilflich sein, dieselbe leichter
und schneller zu erlangen, und werden namentlich in den
ersten Zeiten der Arbeit die wesentlichsten Dienste leisten.
9, Gute Zusammenstellungen dieser bibliographischen
Hilfsmittel sind zwar schon mehrfach vorhanden. Eine
gedrängte Übersicht über die wichtigeren Werke dürfte
jedoch auch im Rahmen dieser Beiträge zur Methodik
willkommen sein. Sie muß sich aber, dem Zweck dieser
Schrift entsprechend, zunächst auf solche Hilfsmittel be-
schränken, die nicht bloß für ein einzelnes Spezialfach be-
stimmt sind, sondern für einen weiteren Kreis von wissen-
schaftlichen Arbeiten dienlich sein können. Dabei will unser
Verzeichnis in keiner Weise den Anspruch auf Vollständig-
keit erheben.
Auf die Unterscheidung der bloß biographischen und der eigent-
lichen bibliogrephischen Se'.riften wurde keine Rücksicht genommen,
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