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,Der Wertgedanke“,
Für uns aber muß es der kritischen Bedenken sehr gewichtige er
regen, wenn es den Anschein hat, als würden die tatsächlichen Ver
hältnisse in der „Wertlehre“ durchaus nicht mit dem Inhalt des Ge
dankens übereinstimmen, auf dessen Grundlage die Wertforschung
vorgeht.
Bei diesen Bedenken dürfen wir jedoch nicht stehen bleiben. Es
ist uns vielmehr doch darum zu tun, die Gültigkeit des Wert
gedankens zu prüfen; was dasselbe sagen will, die Kritische Wert
frage zureichend zu beantworten. Dazu reichen selbst die gewichtigsten
Bedenken nicht aus; es bedarf klipp und klar des Beweises für oder
gegen die Wahrheit des Wertgedankens, oder auch des einwandfreien
Nachweises, daß ein solcher Beweis außer Möglichkeit liegt.
Der letztere Nachweis schließt sich hier ganz unmittelbar aus. Wir
können wohl zur Einsicht kommen, daß es unter der Berufung auf die
tatsächlichen Verhältnisse in der „Wertlehre“ gar nicht möglich sei,
einen zureichenden Beweis für oder gegen die Wahrheit des Wert
gedankens zu führen. Aber weit entfernt davon, daß schon mit dieser
Einsicht jener Nachweis vorläge, würde sie uns einfach dazu drängen,
erst noch zu versuchen, ob die Kritische Wertfrage nicht in irgend
einer anderen Weise ihre Antwort finden könnte. Und erst die
Gewißheit, daß solches in keiner Weise möglich sei, wäre mit jenem
Nachweise gleichbedeutend.
Nun gelangen wir aber wirklich zur erwähnten Einsicht. Die tat
sächlichen Verhältnisse in der „Wertlehre“ bieten uns keinerlei Hand
habe dazu, über den Wertgedanken entscheidend abzuurteilen,
mögen sie auch noch so gewichtige Bedenken gegen seine Gültigkeit
in uns wachrufen. Darüber kann uns eine kurze Erwägung belehren.
Die „Wertlehre“ setzt sich zur Gänze aus den Versuchen zusammen,
die jeder einzelne der beitragenden Theoretiker zur Erledigung des
Objektes unternimmt, daß er seiner Auffassung nach unter dem
Sprachzeichen „Wert“ vorhanden erblickt. Im Geiste der herkömm
lichen Anschauung handelt es sich da überall um das Eine, für jeder
mann um das nämliche Objekt. Auf die tatsächlichen Verhältnisse in
der „Wertlehre“ hin aber gewinnt es nun den Anschein, daß
es eben nicht Ein Objekt sei, was dazu erledigen versucht wird. Um
jedoch von diesem Anschein zur erforderlichen Gewißheit in
diesem Punkte vorzuschreiten, wäre erst die Frage zu erledigen, in
welchem Sinne und bis zu welchem Grade jene Erledigungen —
die uns allein vorliegen — einen gültigen Rückschluß auf das
zu Erledigende zulassen. Setzen wir nun den günstigsten Fall:
Es wäre in der Tat möglich, in unanfechtbarer Weise darzutun, daß