Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

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Gerade  in  ihnen  aber  müßte  sie  im  Hinblick  auf  den  relativen  Wohlstand ­
  und  den  verhältnismäßig  großen  wirtschaftlichen  Aufschwung
des  italienischen  Städtewesens  besonders  gedeihen.
Die  Bedeutung  der  Familiensteuer  für  den  öffentlichen  Haushalt
der  Gemeinden,  insbesondere  der  großen  Städte,  ist,  wie  schon  angedeutet, ­
  im  allgemeinen  gering.  So  erbrachte  sie  i.  J.  1907  in  den
5  Großstädten  Rom,  Florenz,  Bologna,  Venedig  und  Livorno  im
Durchschnitt  nur  3,6  °/ 0  der  ordentlichen  Gesamteinnahmen  und  4,5  °/ 0
des  Gesamtabgabenerträgnisses 1 ).  In  den  69  Provinzhauptorten  trug
sie  im  genannten  Jahre  im  Durchschnitt  2,1  °/ 0  zu  den  ordentlichen
Gesamteinnahmen  und  2,7  %  zu  dem  Gesamtsteueraufkommen  bei.
Im  Durchschnitt  aller  Gemeinden  ergab  sie  4,3  bzw.  5,6  °/ 0 .  Im
Jahre  1912  haben  sich  diese  Quoten  für  die  Gesamtheit  der  Gemeinden ­
  auf  4,8  bzw.  6,4°/ 0  erhöht *  2 ).
In  den  folgenden  8  Großstädten,  in  denen  die  Familiensteuer  erhoben ­
  wird,  lieferte  sie  i.  J.  1912  im  Durchschnitt  nur  4,3  °/ 0  der
(ordentlichen  und  außerordentlichen)  Gesamteinnahmen  und  4,8  °/ 0  der
ordentlichen  Einnahmen.  Und  zwar  erbrachte  sie  in  den  einzelnen
Städten  (nach  den  Ergebnissen  der  Etats  für  1912 3 ):

Ertrag
der
Familiensteuer
in  1000  Lire

Ordentliche
Gesamteinnahmen ­

in  1000  Lire

Ordentliche  und
außerordentliche
Gesamteinnahmen ­

in  1000  Lire

Ertrag  der
Familiensteuer
in  °/ 0  der
ordentlichen  Gesamteinnahmen ­


Bari

150

3  046

4147

4,9

Bologna 4 )

625

8  426

10  635

7,4

Florenz 4 )

695

15  852

15  885

4,4

Genua

345

20588

23  672

1,7

Livorno

197

5  612

6  021

3,6

Mailand  4 )

3  080

47  977

48  849

6,4

Rom  4 )

1700

35  361

40  200

4$

Venedig

40

6  895

9  534

0,6

8  Städte

6  832

143  657

158  943

4,8

Im  Verhältnis  zu  den  Gesamteinnahmen  lieferte  die  Steuer  hiernach ­
  den  größten  Ertrag  in  Bologna  und  Mailand,  den  geringsten
x )  Gesamteinnahmen:  59375770  L.,  Gesamtabgabenertrag:  48310553  L,  Einnahmen ­
  ans  der  Eamiliensteuer:  2150000  L.  Siehe  auch  Tabelle  II,  Anh.
2 )  Vgl.  Tabelle  I,  Anh.
3 )  Vgl.  Annuario  Statistioo  delle  Cittä  italiane,  V  (1913/14).
4 )  In  Bologna,  Florenz,  Mailand  und  Rom  wird  außer  der  Familiensteuer
die  Mietsteuer  erhoben.
            
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