fullscreen: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen der Industrie. 
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Gesellschaft beliebig verstärkt werden; eine Gesamtkündigung ist 
mit sechsmonatiger Frist gleichfalls ab 1931 zulässig, und zwar 
zu jedem Zinstermin. Die Anleihe ist hypothekarisch gesichert. 
Die Gesellschaft befaßt sich mit der Herstellung sämtlicher Weich- 
gummiartikel, insbesondere Automobilreifen. , 
Die Carl-Zeiß-Stiftung in Jena ließ Ende April 1926 
sine Anleihe von 5 Mill. hfl in Holland auflegen. Auch in 
Schweden wurde die Anleihe aufgelegt, aber nicht mit einem be- 
stimmten Betrag. In der Schweiz wurden 1,5 Mill. hfl fest unter- 
gebracht. Als Sicherheit ist eine Sicherungshypothek auf den Besitz 
der Stiftung für die als Treuhänderin fungierende Deutsche 
Waren-Treuhand A.-G. in Hamburg eingetragen. Die im Jahre 
1891 durch Prof. Abbe gegründete Stiftung besitzt außer der 
„Optischen Werkstatt“ (Firma Carl Zeiß) und dem „Glaswerk‘“ 
(Schott und Genossen) ein vom thüringischen Ministerium für 
Volksbildung und Justiz verwaltetes Stiftungsvermögen, das für 
Wohlfahrtszwecke bestimmt ist, insbesondere zur Förderung natur- 
wissenschaftlicher und mathematischer Studien. Ab 1. April 1927 
bis einschließlich 1. April 1931 werden jährlich 2%, also 100 000 hfl, 
getilgt, dann jährlich 200 000 hfl und im Jahre 1946 der Rest mit 
1700 000 hfl. Die Tilgung erfolgt durch Ankauf bis zu pari bzw. 
durch Auslosung zu pari. Zum 1. Oktober 1931 und jedem späte- 
ren Zinstermin kann mit dreimonatiger Voranzeige nur der ge- 
samte ausstehende Anleihebetrag zu 102 %, zum 1. Oktober 1988 
bis 1. Oktober 1945 zu 101 % vorzeitig gekündigt werden. 
Die Automobilteile und Zubehör in Stuttgart und Feuerbach 
herstellende Robert Bosch A.-G., Stuttgart, nahm im Mai 1926 
eine 3-Mill.-$-Anleihe auf, von der die Hälfte in Holland aufgelegt, 
die andere Hälfte außerhalb Hollands fest untergebracht wurde *). 
Für die Anleihe ist eine Hypothek auf die beiden Betriebe in Stutt- 
vart und Feuerbach bestellt. Von 1931—1950 werden durch Aus- 
losung zum 1. Oktober jährlich 150 000 $ getilgt; außerdem kann 
aine verstärkte Tilgung ab 1. Oktober 1931 zu jedem Zinstermin 
mit sechsmonatiger Voranzeige erfolgen. 
Die Miag (Mühlenbau- und Industrie-A.-G.), 
die Mitte Juni 1926 in Neuyork eine Anleihe von 3 Mill. $ begab, 
ist durch den Zusammenschluß folgender Gesellschaften ent- 
standen: Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt C. Luther A.-G. 
(Braunschweig), Mühlenbauanstalt und Maschinenfabrik A.-G. 
vorm. Gebr. Seck (Dresden), Amme, Giesecke & Konegen A.-G. 
“Braunschweig), Hugo Greffenius A.-G. (Frankfurt a. M.), Kapler 
Maschinenfabrik A.-G. (Berlin). Außer sechs Betrieben in Deutsch- 
land (zwei in Braunschweig, einer in Frankfurt a. M., einer in 
*) Nach Ray Hall (The Balance of International Payments of the 
United States in 1926) wurde 1 Mill. $ in den Vereinigten Staaten unter- 
yebracht.
	        
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