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III. Der Kapitalmarkt.
Unterschiede entheben ihn von der Notwendigkeit, sich um die Unlage
so zu kümmern, wie er es als Eigentümer tun müßte. Darum zieht der
Effektenmarkt die große Schar all der Kapitalbesitzer an, welche sich
um die Gesellschaften, denen sie ihre Ersparnisse widmen, nicht kümmern
wollen. Er gibt ferner die Möglichkeit einer wesentlich vielseitigeren
Anlage: Wer mit einem Kapital von 100.000 Nl. eine sichere Anlage
auf dem nicht organisierten Kapitalmarkt sucht, kann ein kleines Haus
oder eine Hypothek erwerben, auf dem Effektenmarkt kann er ein Dutzend
verschiedener Anlagen kaufen.
2. Auf dem nicht organisierten Kapitalmarkt muß der Erwerber
eines Objektes den Preis in individueller Abmachung bestimmen, die
Bilanzen selbst durcharbeiten, die Ertragsziffern einer Korrektur unter
ziehen, bei der Frage der Kapitalisierung den Zukunft?ertrag kalkulieren
und schließlich ist sein Urteil, auch wenn es von Fachleuten überprüft
wird, nur das Urteil eines Mannes. Beim Effektenkauf dagegen gibt
der Markt täglich seine Ansicht über den Wert des Objekts ab. Diese
Ansicht ist oft genug nicht zutreffend. Aber sie ist schließlich auch für ur
teilsfähige Menschen in vielen Punkten von Wichtigkeit, da niemand
ein größeres vermögen so anlegen kann, daß er sich um alle Teile des
selben wie ein Eigentümer zu kümmern vermag.
3. Der Käufer auf dem nicht organisierten Kapitalmarkt hat in
der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine bestimmte Kapitalanlage
in Aussicht: er will ein Grundstück, eine Bierbrauerei, ein Exportge
schäft kaufen, und sucht nach einem günstigen Objekt. Der Käufer aus
dem Effektenmarkt sucht einen bestimmten Ertrag, er will 4%, 5%
oder 6% Zins haben, oder er will einen vermögensgewinn erzielen,
gleichgiltig aus welcher Ouelle.
4. Aus diesen Gründen kommt für den Effektenkäufer sowohl die
Branche wie die örtliche Lage des Unternehmens als Hinderungsgrund
des Erwerbes nicht in dem gleichen Maße wie auf dem nicht organisierten
Kapitalmärkte in Betracht.
47. Nachfrage und Angebot auf dem Effektenmarkt.
Die Nachfrage auf dem Effektenmarkt wird durch die Summe der
Ansprüche gebildet, welche die öffentlichrechtlichen Körperschaften in
Renten-, die Hypothekenbanken in Pfandbrief-, die Industrie- und Ver
kehrsunternehmungen in Obligations-, diese sowie die Banken und
Versicherungsgesellschaften in Aktienform stellen.
Für die gesamte Inanspruchnahme des Effektenmarktes ist es gleich-