Full text : Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russisch-Polen und dem Deutschen Reiche und die sich daraus für den Friedensschluss ergebenden Folgerungen

gleich  ihre  Ablagerungen  auch  von  einigen  größeren  Sprüngen ­
  durchsetzt  werden,  ungestörter  sind  als  die  von  zahlreichen
kleineren  Störungen  betroffenen  Flözpartien  der  Gruben  des
deutschen  Verwaltungsgebietes.  In  dem  erstgenannten  Gebiete
sind  die  Flöze  auf  größere  Erstreckung  hin  in  gleichmäßiger  Stärke
entwickelt  und  im  allgemeinen  von  einer  durchschnittlich  größeren
Mächtigkeit  als  in  den  deutschen  Gebieten.  Die  regelmäßige
Lagerung  dieser  einzelnen  Flözpartien  gewährleistet  auch  eine
durchgängig  günstigere  Kohlenqualität  gegenüber  den  Kohlen  der
deutscherseits  verwalteten  Gruben.

Die  betrieblichen  Einrichtungen,  Arbeite ­
  r  v  e  r  h  ä  l  t  n  i  s  s  e  pp.  Hierüber  geben  folgende  statistische
Mitteilungen  aus  1912  Aufschluß:

Zahl  der  Schächte:
Förderschächte  51
Wasserhaltungsschächte  12
Andere  Schächte  67

zusammen  130  (1911:  120
1910:  133,  1909:  129)

Dampfkessel:  317
Pferde:  969  (1911:  1087,  1910:  1129,  1909:  1206).
Dampfmaschinen  (1911):
38  mit  2  695  ?S  zur  Förderung  |  zusammen
68  „  8  642  „  „  Wasserhaltung  295  mit  30  240
189  „  18  903  „  zu  anderen  Zwecken  j  PS
Materialien  verbrauch:
Holz  5  319  577  Kubikfuß,  Pulver  2  404  765  Pfd,,  Dynamit  626  428  Pfd.
(darunter  29  740  Pfd.  Miedziankit),  andere  Sprengstoffe  für  79  496  Rubel.

Arbeiter:
eigentliche  Bergleute  5121
Gehilfen:
unter  Tage  9  964
über  Tage,  männlich  6  736
„  „  ,  weiblich  1  076

zusammen  22  897

Löhne  (Rubel):

insgesamt  pro  Schicht
der  eigentlichen  Bergleute  3  309  348  2,20
der  Gehilfen:
unter  Tage  3  439  965  1,18
über  Tage,  männlich  ....  2  322  125  1,18
„  „  ,  weiblich  .  .  .  180  795  0,57
Zusammen  9  252  233  j  3g

Die  Jahresleistung,  berechnet  auf  den  Kopf  der  beschäftigten
Arbeiter,  stellte  sich  im  Jahre  auf  rund  222  Tonnen.  In  Oberschlesien ­
  betrug  die  Jahresleistung  im  Jahre  1912  je  Kopf  344
Tonnen.  Man  kann  also  sagen,  daß  die  Löhne  der  Dombrowaer
            
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