174 Die Verbindung der nationalrevolut. Bewegung mit dem prolet. Klassenkampf.
stinktes, der ja schon erwacht ist, gegen den Imperialismus, zur bewußten
Abwehr gegen ihn. Und darüber hinaus — das ist das Wesentliche — müssen
wir alles sprengen, was uns noch auf den einzelnen Kontinenten eingeschlos-
sen hält, uns blind macht für die übrige Welt. Wir müssen uns die Hände
reichen gegen eine Kraft, die ja auch universell ist. Wenn sie die Welt ver-
trusten will, dann werden wir unseren Freiheitsdrang vertrusten.
Ich sage zum Schluß: Der Imperialismus des modernen, mobilen großen
Kapitals der großen Gläubigerländer der Welt ist eine unproduktive Kraft.
Er verhindert das Steigen der wirklichen Produktivität, soviel Produkte er
auch schaffen mag. Er verhindert die Entwicklung der Freiheit der Nationen,
die auf dem Grunde der Freiheit der Arbeit steht. Wir wollen ihn infolge-
dessen bekämpfen, und wir sind in keiner ungünstigen Situation. Denn so
stark der Imperialismus scheint, in sich hat er die Krise des Kapitals, er
hat die Krise des Kapitals in den Vereinigten Staaten, wo beispielsweise ein
Unternehmen wie Ford, das die ganze Welt für unverwundbar hält, krampf-
haft, mit allen Mitteln, Märkte sucht, und versucht, alles aufzusaugen, nur
weil es als Einzelgebilde nicht mehr existieren kann. Da sehen Sie die
Schwäche! Die Stärke des kapitalistischen Imperialismus, das sind die Waf-
fen, die er aus der Schwäche holt, aus seiner Angst. Wir müssen die
Schwäche begreifen, dann werden unsere Waffen auch stärker sein. Ich
hoffe — so wundervoll ist dieser Kongreß bis jetzt verlaufen —, daß wir
von hier gehen, von dieser historischen Stätte, wo Herzen auch einmal für die
Freiheit des Landes gebebt haben, einig unter uns, mit dem Willen, uns
fest zusammenschließen auf der Grundlage der Organisation, die wir
schon hinterlassen, eine Brüderschaft, eine Farbe der Seele und der Haut
gegen den Imperialismus, der die Welt zerstören will.
Resolution.
Der nationale Freiheitskampf und die Arbeiterklasse der
imperialistischen Länder,
Zwischen der Arbeiterklasse der imperialistischen Länder und der nationalrevolutionären
Front der unterdrückten Völker besteht eine enge Kampfgemeinschaft, das Verhältnis eines
Bündnisses. Dies folgt vor allem aus der Gemeinsamkeit des Feindes. Der Imperialismus
ist nicht nur der Unterdrücker und Bedroher der kolonialen und halbkolonialen Völker und
schwachen Nationen, sondern als die gegenwärtige Herrschaftsform des Kapitalismus auch
der Feind und Unterdrücker der Arbeiterklasse in allen, auch den imperialistischen Ländern
selbst. Indem die Arbeiterklasse der imperialistischen Länder für ihre wirtschaftliche und
soziale Befreiung vom Joch des imperialistischen Kapitalismus kämpft, bekämpft sie den-
selben Feind, dem sich auch die unterdrückten Nationen gegenüber befinden. Daraus ergibt
sich die Gemeinsamkeit der unmittelbaren Interessen und Ziele der Arbeiterschaft der kapi-
talistischen Länder und der um ihre Befreiung kämpfenden unterdrückten und bedrohten
Nationen.
Die fortgeschrittene Arbeiterschaft der imperialistischen Länder weiß, daß sie selbst