Object : Zwei Bücher zur socialen Geschichte Englands

Die neuen politischen Ideen,

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Theorie gegenübertrat. Während die Gesellschaft vor zerstörenden
 Erschütterungen bewahrt blieb, ging dem Volke
die wahre Staatsidee um so sicherer verloren,
Man kann sagen, dass England noch heute den grössten
Gewinn und zugleich einen unverkennbaren Schaden davon
hat, dass die glorreiche Revolution nur beschränkte Zwecke
anstrebte und erreichte, zu diesen nothwendigen Zwecken
aber doch die Ideen des Individualismus einfach benutzte.
Noch heute stehen ein verständiger praktischer Conservatismus
 und eine flache, einseitige Staatsauffassung unvermittelt
nebeneinander,
Die. Reformation unter Heinrich VIII war ja zunächst
nur ein politischer Act gewesen. Nachher erst drangen calvinistische
 Ideen ein, und es entwickelte sich das Puritanerthum,
das in seinem starken Individualismus eine natürliche Opposition
 gegen weltliche und geistliche Obrigkeit machte. Die
Zurücksetzung, welche diese religiöse Partei unter Elisabeth
erfuhr, drängte sie weiter in der Opposition — dennoch blieben
sie, da sie in England immer besser behandelt wurden, als
auf dem Continent, und auch in Folge ihres leidenschaftlichen
Antipapismus, treue Engländer. Die extremste politische
Partei war zugleich die extremste religiöse Richtung — sie
war noch voll von religiösem Glauben. Nicht das individuelle
Gewissen allein, sondern die Bibel zugleich waren die Grundlagen
 all ihres Wollens, Berief sich — unter der Herrschaft
der Stuarts — der Vertreter des Absolutismus Filmer auf,
Gott und die Bibel, so thaten Milton und seine Anhänger das
Gleiche und so hatten alle Engländer noch einen gemeinsamen
Boden, auf dem sie standen.
Während des nun folgenden Bürgerkrieges und als auf
kurze Zeit die Cromwell’sche Republik gegründet wurde, verstieg
 sich der Individualismus der Puritaner allerdings zum
Tyrannenhass und zur Ahschaffung des Königthums 9. Allein

*) Macaulay, Geschichte Englands 1. Cap.: „Ihrem (der Puritaner)
Hass gegen die Kirche ward Hass gegen die Krone zugefügt; beide Gefühle
 vermischten sich und machten sich gegenseitig immer bitterer. Die
Held. Soc. Gesch. Engl
            
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