Full text: Oekonomik der Transformationsperiode

Schleichhandel mit landwirtschaftlichen Produkten. Das revo 
lutionäre Zerreißen der Zusammenhänge fördert in der ersten 
Zeit — die Trennung zwischen Stadt und Land. 
In der Epoche des Staatskapitalismus kann man drei Arten 
von Verbindungen zwischen Stadt und Land unterscheiden; 1. die 
Zusammenhänge des Geldkredits, die finanzkapitalistischer Art 
(hauptsächlich durch die Bankinstitutionen) sind; 2, staatliche 
und kommunale Organisationsapparate; 3. den realen Austausch 
prozeß zwischen Stadt und Land selbst, der sich teilweise durch 
die Organisationsapparate und mit deren Hilfe vollzieht, teil 
weise ohne sie. Betrachten wir nun, was unvermeidlich und un 
abwendbar geschehen muß, wenn das Proletariat die Macht er 
greift, in der Sphäre der Beziehungen zwischen Stadt und Land. 
Die Bande des Geldkredits und die finanzkapitalistischen 
Zusammenhänge zerreißen bei der Machtergreifung durch das 
Proletariat total, unwiderruflich und für immer. Bei der Besitz 
ergreifung der Banken gehen die Kreditverhältnisse zum Teufel, 
und von einer „Wiederherstellung des Kredites“ kann nicht mehr 
die Rede sein, denn das ganze Grundsystem der üblichen Bezie 
hungen wird durchbrochen, jedes „Vertrauen“ ist verschwunden, 
und der Staat des Proletariats stellt sich dem bürgerlichen Be 
wußtsein dar als Kollektivbandit, 
Die staatlichen und kommunalen Apparate zerfallen ebenso 
in ihre Bestandteile zugleich mit dem Zerfall fast aller Staats 
mechanismen des alten Typus. Jener Apparat, der die Hegemonie 
der Industrie über die Landwirtschaft und die der Stadt über das 
flache Land ausdrückte (in kapitalistischer Gestaltung), hört auf, 
als geschlossenes Organisationssystem zu existieren. 
Endlich, der reale Austauschprozeß, in dem sich die Einheit 
lichkeit der „Volkswirtschaft“ ausdrückt, geht seinen Dimensionen 
nach ungeheuerlich zurück. Nach einer ausführlichen Analyse des 
Zerfalls der kapitalistischen Industrie wird es nicht schwer sein,
	        
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